FC Bayern: Bei WM 2018: Löw muss Süle statt Boateng aufstellen

Niklas Süle ist seit Wochen in bestechender Form - ob beim FC Bayern oder im DFB-Team. Jerome Boateng will dagegen mit kaum Spielpraxis bei der Fußball-Wm 2018 von Anfang an ran. Doch: Bundestrainer Joachim Löw sollte lieber Süle eine Chance in der Startelf geben.
| Patrick Mayer
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Im DFB-Team auch Rivalen: Niklas Süle (li.) und Jerome Boateng vom FC Bayern. AZ-Redakteur Patrick Mayer kommentiert, warum Süle bei der Fußball-WM 2018 den Vorzug erhalten sollte.
AZ/imago/Ulmer Im DFB-Team auch Rivalen: Niklas Süle (li.) und Jerome Boateng vom FC Bayern. AZ-Redakteur Patrick Mayer kommentiert, warum Süle bei der Fußball-WM 2018 den Vorzug erhalten sollte.

Niklas Süle ist seit Wochen in bestechender Form -, ob beim FC Bayern oder im DFB-Team. Jerome Boateng will dagegen mit kaum Spielpraxis bei der Fußball-Wm 2018 von Anfang an ran. Doch: Bundestrainer Joachim Löw sollte lieber Süle eine Chance in der Startelf geben.

Bundestrainer Joachim Löw mag Kontinuität in seinem taktischen Puzzle, vor allem auf einzelnen Positionen. Wesentlicher Bestandteil desselben Puzzles ist die Achse aus Mats Hummels und Jerome Boateng in der Innenverteidigung.

Wegen ihrer Statur wurden die beiden Superstars vom FC Bayern im DFB-Team zeitweise liebevoll als "Ochsenkarren" bezeichnet. Der 29 Jahre alte Boateng, der über einen Abgang von den Bayern nachdenkt, und der gleichaltrige Hummels sind schon seit gemeinsamen Anfangszeiten in der deutschen U21 ein schier untrennbares und unüberwindbares Paar.

Niklas Süle spielt eine starke Saison

Das Beste vom Besten sozusagen, weltweit die mutmaßlich befähigste Abwehrmitte. Doch sie haben Konkurrenz bekommen, vom FC Bayern, im DFB-Team. Niklas Süle, sieben Jahre jünger als die Routiniers, spielte in München eine starke Saison mit unerwartet vielen Spielanteilen.

Im Champions-League-Halbfinale stellte der frühere Hoffenheimer mit Bravour Weltstar Cristiano Ronaldo regelrecht kalt, und auch beim peinlichen 1:2 in Klagenfurt gegen Österreich war er noch einer der besten Deutschen. Boateng dagegen soll erst an diesem Dienstag nach einer langwieirigen Muskelverletzung im Adduktorenbereich wieder ins Mannschaftstraining des Weltmeisters einsteigen.

"Seine Verletzung ist vollständig ausgeheilt", meinte Löw zuversichtlich. Und Boateng selbst erklärte im Gespräch mit der "Bild am Sonntag": "Wenn die Unterstützung in der deutschen Öffentlichkeit stimmt, dann mache ich und wir alle so weiter im Sommer - ohne Niederlage."

Taffe Ansage von Jerome Boateng

Taffe Ansage für einen Spieler, der letztlich keine Spielpraxis hat. Und der zuletzt auch keine Wettkampfhärte zu spüren bekam. Der Test gegen Saudi-Arabien am Freitagabend in Leverkusen (19.30 Uhr, im AZ-Liveticker) kommt ferner reichlich spät. 

Unabhängig von diesem Länderspiel sollte sich Löw besser die Fragen stellen: Muss er nicht Süle statt Boateng aufbieten, auf Nummer sicher gehen? Und: Hätte Süle nicht einfach eine Chance als Startelf-Spieler verdient? Löw wird sich beide Fragen eindeutig beantworten: mit Ja! 

Lesen Sie hier: Zwei Szenen machen bei Manuel Neuer Sorgen

Im Video: Boateng gibt Titel-Versprechen ab

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren