Zu null: Defensive des FC Bayern München steht gegen den FC Sevilla

Rechtzeitig kommt die Abwehr des FC Bayern in Topform. Jérôme Boateng und Mats Hummels machen dicht. Der Brasilianer Rafinha überzeugt als Alaba-Ersatz.
| tbc
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Mats Hummels vom FC Bayern (rechts) läuft Wissam Ben Yedder vom FC Sevilla ab.
imago/Philippe Ruiz Mats Hummels vom FC Bayern (rechts) läuft Wissam Ben Yedder vom FC Sevilla ab.

München - In der Halbzeitpause waren sich die TV-Experten weitgehend einig: Obacht, FC Bayern! Klar, es stand 0:0, im Gesamtergebnis immer noch 2:1 für den deutschen Rekordmeister, und allzu oft waren die Gäste aus Sevilla bis dahin nicht vor Bayern-Keeper Sven Ulreich vorstellig geworden. Aber wenn, dann war das gar nicht mal so ungefährlich. Hier gibt's die Partie im Liveticker zum Nachlesen!

ZDF-Mann Oliver Kahn erkannte: "Was Sevilla gut beherrscht, ist das Vereinzeln der Bayern-Abwehrspieler. Die Bayern wissen: Die können jederzeit ein Tor machen. Und das verunsichert die Bayern." Expertenkollege Ewald Lienen sah das bei Sky ganz ähnlich: "Die Galligkeit in der Defensive fehlt. Alle sind da, aber nicht mehr der letzten Konsequenz. Da kann so ein Spiel schon mal kippen. Da gibt es schon Parallelen zu den Spielen von Barcelona gegen AS Rom oder zur ersten Halbzeit von Real Madrid gegen Juventus Turin. Man kann nur über eine gute Defensive in so ein Spiel kommen."

Ohne Tore ins Halbfinale: Die Einzelkritik für die Bayern

Kahn: "Das ist nicht Bayern München"

Will sagen: So richtig drin im Spiel war der FC Bayern irgendwie nicht. Fand auch Kahn: "Das war eine erste Halbzeit wie schon in Sevilla: Das ist nicht Bayern München." Wie bereits im Hinspiel hatte die Bayern-Defensive zuweilen schon ihre Müh und Not mit den flinken Spaniern. Bis zum letzten Pass zwingend war das zwar meist nicht, was Sevillas Offensive da so veranstaltete, aber allzu weit waren die Gäste vom Führungstreffer auch wieder nicht entfernt.

Ganz nahe dran waren sie in der 59. Minute, als der 1,88m-Mann Correa beim Kopfballduell höher als sein Gegenspieler Jérôme Boateng sprang, sein Kopfstoß jedoch von der Latte wieder zurück ins Feld sprang. Bayern-Torwart Sven Ulreich wäre ohne Chance gewesen. Ansonsten konnte man Boateng in seinem 100. Europacup-Einsatz durchaus WM-Form attestieren.

Gleiches gilt auch für Mats Hummels, Boatengs Arbeitskollege in der Innenverteidigung. Der frischgebackene Familienvater wurde diesmal vor allem in der Offensive auffällig: In Minute 32 zog er in bester Arjen-Robben-Manier von rechts zur Mitte und zog mit Links herzhaft ab: knapp drüber.

Sevilla beim FC Bayern: Nichts mehr zuzusetzen

Und die Außenverteidiger? In Sevilla hatte noch Juan Bernat mit einer stark verunsicherten Leistung für einiges Kopfschütteln und einen unangenehmen Rückstand gesorgt, bevor ihn zur Halbzeit Routinier Rafinha ersetzte. Der Brasilianer durfte auch diesmal als Alaba-Ersatz ran und machte seine Sache gut, wie auch der aktive Joshua Kimmich auf der anderen Seite und Javi Martinez vor als Abräumer vor der Abwehr.

Da Sevilla nichts mehr zuzusetzen hatte, stand bei den Bayern mal wieder die Null, wie zuletzt bei den 6:0-Schützenfesten gegen Dortmund und den HSV. Und ausnahmsweise lag Olli Kahn mit einer Einschätzung dann doch daneben: Sevilla mache viele Tore in der Endphase – aber nicht gegen Bayerns Zu-null-Abwehr.

Lesen Sie hier: Drama um Juve-Star Buffon - Real müht sich weiter

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren