FC Barcelona am Tiefpunkt: Wie reagiert Messi?

Nach der "Schande" gegen den FC Bayern steht Trainer Setién vor dem Rausschmiss, selbst Ikonen bieten den Abgang vom FC Barcelona an. Lionel Messi schweigt noch.
| AZ, dpa
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Lionel Messi gehört dem Profiteam des FC Barcelona bereits seit 2004 an. Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni nächsten Jahres.
Manu Fernandez/AP Pool/dpa Lionel Messi gehört dem Profiteam des FC Barcelona bereits seit 2004 an. Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni nächsten Jahres.

Lissabon - Von der ruhmreichen Vergangenheit mit vier Champions-League-Titeln seit 2006 kann der FC Barcelona nicht mal mehr die Gegenwart überleben. "Bayern beerdigt den FC Barcelona", schrieb "La Vanguardia" aus Barcelona angesichts des 2:8 im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Bayern.

"Die Spieler, die diesem Verein den größten Ruhm gebracht haben, boten ein unwürdiges Bild für einen hundertjährigen Verein wie Barça", meinte "El Mundo Deportivo".

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Zweifel am Ende der kurzen Ära von Trainer Quique Setien gibt es keine. Kandidaten für die Nachfolge gibt es - reichlich sogar. Neben dem Argentinier Mauricio Pochettino werden die ehemaligen Barça-Profis Xavi und Patrick Kluivert sowie auch Ronald Koeman genannt.

"Ich mache mir keine Sorgen um meine Zukunft, ich weiß ja, welchen Beruf ich gewählt habe", sagte Setién und sprach von einer "schrecklich schmerzlichen" Niederlage. Seit Januar ist der 61-Jährige erst im Amt - und kam nie an.

FC Barcelona am Tiefpunkt: Wie reagiert Messi?

Lionel Messi kritisierte öffentlich nach dem ebenfalls verpassten Meistertitel in der Primera Division im ewig jungen Duell mit Erzrivale Real Madrid in aller Öffentlichkeit die Spielweise - und damit den Trainer.

Nach der Schmach von Lissabon schwieg der 33 Jahre alte Argentinier zunächst. "Messi ist verantwortlich und Opfer", schrieb Argentiniens Sportzeitung "Olé". Die Macht des Ausnahmespielers im Verein ist bekannt, in den vergangenen Monaten taten sich aber immer größere Risse auf.

Lionel Messi: Nach 20 Jahren weg aus Barcelona?

Es gipfelte in einer öffentlichen Erklärung Messis zum Thema Gehaltsverzicht in der Corona-Zeit, in der er auch Vorwürfe erhob, dass Personen innerhalb des Vereins falsche Informationen an die Medien weiterleiten würden. Seit längerem wird wieder intensiver darüber spekuliert, ob der 33-Jährige den Verein, zu dem er vor 20 Jahren gewechselt war, verlassen könnte. Lange unvorstellbar, nun erst recht zumindest denkbar.

Messis Vertrag endet im kommenden Jahr. Viel, wenn nicht alles, wird von den nun anstehenden Entscheidungen abhängen. Auch die Zukunft der Vereinsführung wird durch das Aus nun beeinflusst. "Mundo Deportivo" berichtete, dass Klubchef Bartomeu die Präsidentschaftswahlen auf März statt Juni kommenden Jahres vorziehen könnte.

Für zusätzliche Irritationen sorgte ein Kabinen-Video mit Messi vom Spieltag, das Bilder von der festinstallierten Kamera zeigt: Der Barca-Kapitän sitzt am Ende der Halbzeitpause resigniert auf seinem Platz und starrt starr zu Boden.

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Alles in allem war das Ende einer zuvor schon sportlich desaströsen Saison für den FC Barcelona eine fußballerische Offenbarung. Der Glaube an eine Zukunft mit dieser Mannschaft, die zum Teil einfach auch in die Jahre gekommen ist, ist dahin.

FC Barcelona bediente sich in der Vergangenheit

Dass der an den FC Bayern ausgeliehene Philippe Coutinho (28) zwei Treffer für die Münchner erzielte, der ehemalige Bayern-Profi Arturo Vidal (33) beim FC Barcelona nur durch große Sprüche vor dem Spiel auf sich aufmerksam machte, passte ins Bild.

Der FC Bayern setzt auf Personal mit Zukunft, der FC Barcelona bediente sich in der Vergangenheit. Das Geld sitzt nun aber auch bei den Katalanen nicht mehr so locker wie einst und der Marktwert der aktuellen Mannschaft dürfte wahrlich nicht zugenommen haben. Kurzum: "Wir sind am Tiefpunkt angekommen", meinte Verteidiger Gerard Piqué.

Internationale Pressestimmen: "Dampfwalze" FC Bayern überrollt "miserables Barca"

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