Wegen Meisterfeier: CSU Stadtrat Quaas ledert gegen FC Bayern

Dass die Stimmung bei der Bayern-Meisterfeier nach der bitteren Pokalniederlage nicht ganz so ausgelassen war, wie in den Vorjahren, ist nicht allzu verwunderlich. Die scharfe Kritik eines Münchner CSU-Stadtrats hingegen schon.
| Christoph Elzer
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Alles nur Show? CSU-Stadtrat Richard Quaas kritisiert die Meisterfeier der Bayern heftig?
dpa/Quaas Alles nur Show? CSU-Stadtrat Richard Quaas kritisiert die Meisterfeier der Bayern heftig?

München - Richard Quaas, der dem Stadtrat seit mittlerweile 22 Jahren angehört, äußert sich normalerweise zu Themen wie Flüchtlingspolitik, Stadtentwicklung oder dem Immobilienwahnsinn. Nach der Meisterfeier der Bayern am Sonntag war es ihm aber offenbar auch ein Bedürfnis, seine Meinung zu den nur verhalten feiernden Fußballern abzugeben.

Gegenüber der "Bild" erklärte der 65-jährige CSU-Politiker, dass die Bayern-Spieler beim Empfang im Rathaus - also vor dem öffentlichen Teil auf dem Balkon - auf ihn gewirkt hätten, als ob der Empfang für sie nur eine Last und keine Freude sei. Dies sei auch keine aktuelle Entwicklung, sondern schon in den letzten Jahren so gewesen.

Über die Meisterfeier mit den Fans sagte Quaas: "Man hat nicht das Gefühl, dass die Mannschaft in ihrer Arroganz die als wichtig ansieht." Und weiter: "Diese Multimillionäre sind von ihren glühenden Anhängern im Rathaus nur genervt und zeigen das deutlich." Für ihn wäre die logische Konsequenz eine Verlegung der Feierlichkeiten in die Allianz Arena: "Sollen sie ihr Zeug im Stadion machen!"

Bilder und Video: Bayerns Meisterfeier auf Marienplatz

Uli Hoeneß reagierte auf die Angriffe des Stadtrats irritiert. "Ich hatte während unseres überaus freundlichen Empfanges im Rathaus […] überhaupt nicht den Eindruck, dass sich unsere Spieler 'uninspiriert', 'widerwillig' oder gar 'arrogant' verhalten haben – ganz im Gegenteil. […]", so der Bayern-Präsident in der "Bild", über die er auch gleich noch eine Spitze in Richtung Quaas hinterherschickte: "Wenn Herr Quaas, den ich persönlich überhaupt nicht kenne, diesen Eindruck hatte, frage ich mich, wieso er nicht Karl-Heinz Rummenigge oder mich direkt im Rathaus persönlich angesprochen hat. Wir waren lange genug dort. Ich wundere mich sehr, dass er stattdessen lieber den Weg über die Öffentlichkeit sucht."

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