Van Gaal rechnet mit Jubel – Hoeneß zieht Bilanz

Ende November präsentiert der FC Bayern auf der Hauptversammlung gewohnheitsgemäß gute Zahlen. Doch das Treffen mit den Mitgliedern kann bei fehlenden sportlichen Erfolgen schon einmal ungemütlich werden. Trainer van Gaal erwartet aber „zujubelnde“ Mitglieder.
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Es wird seine erste Jahreshauptversammlung als Präsident sein: Uli Hoeneß
dpa Es wird seine erste Jahreshauptversammlung als Präsident sein: Uli Hoeneß

MÜNCHEN - Ende November präsentiert der FC Bayern auf der Hauptversammlung gewohnheitsgemäß gute Zahlen. Doch das Treffen mit den Mitgliedern kann bei fehlenden sportlichen Erfolgen schon einmal ungemütlich werden. Trainer van Gaal erwartet aber „zujubelnde“ Mitglieder.

Vor einem Jahr rechneten die Bayern-Bosse vor der Jahreshauptversammlung mit Druck von den Mitgliedern, diesmal prophezeit zumindest Louis van Gaal einen warmherzigen Empfang. „Ich denke, dass die Hauptversammlung uns zujubelt“, sagte der niederländische Coach, der mit seinen drei Kapitänen Mark van Bommel, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger an diesem Dienstag (19.00 Uhr) in die Münchner Olympiahalle kommen wird.

Aber auch damals gab es nicht nur Jubel. Ausgerechnet in die Begrüßung von Schweinsteiger hatten sich seinerzeit Pfiffe gemischt, die der Nationalspieler noch lange im Kopf hatte. Mitten im Werben um einen langfristigen Vertrag mit dem Leistungsträger, dessen Kontrakt 2012 ausläuft, dürfte dem 26-Jährigen diesmal ein wesentlich freundlicherer Empfang zuteil werden.

„Kaiser“ Franz Beckenbauer, der als Präsident viele Jahre launig im Stile eines Showmasters durch die Veranstaltung geführt hatte, wird in diesem Jahr fehlen – dafür kann Uli Hoeneß nach seinem ersten Jahr als Vereins-Oberhaupt des Fußball-Rekordmeisters Bilanz ziehen.

Vor der Versammlung mühten sich die Münchner an mehreren Fronten um Ruhe. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge stärkte Trainer van Gaal den Rücken, für den wichtigen sportlichen Erfolg sorgte die Mannschaft mit dem höchsten Saisonsieg in der Bundesliga beim 4:1 gegen Eintracht Frankfurt selbst. Zwar steht der Titelverteidiger mit Blick auf Spitzenreiter Borussia Dortmund (14 Punkte Abstand) weiter nicht gut da, aber die Champions-League-Plätze sind wenigstens wieder in Reichweite. Und über das Abschneiden in DFB-Pokal und Champions League kann sowieso niemand meckern.

Anders als vor zwölf Monaten, als die Inthronisierung von Hoeneß und der Abtritt dessen Präsidenten-Vorgänger Beckenbauer gefeiert wurde, stehen am Dienstag keine Wahlen an. Aber wie bei der vorigen Versammlung 2009 hoffen die Bayern auch diesmal auf Rückenwind durch ihre Mitgliederschar, die mittlerweile auf mehr als 160 000 angewachsen ist. „Mit ihrem positiven Verhalten waren die Mitglieder letztes Jahr ein Teil des Umschwungs“, erinnerte sich Sportdirektor Christian Nerlinger. Damals wurden danach alle Spiele bis zur Winterpause gewonnen, darunter das viel beschworene 4:1 bei Juventus Turin – vielleicht der entscheidende Wendepunkt in der Double-Saison.

Nach einem Jahr im neuen Amt wird auch Hoeneß Bilanz ziehen – und sein selbst auferlegtes Schweigen allein von Amtswegen beenden. Nach dem Streit mit van Gaal vor dem Champions-League-Spiel bei CFR Cluj hatte der langjährige Manager für sich beschlossen, dass er „bis Weihnachten“ nichts mehr sagen werde. Auf der Versammlung wird der 58-Jährige, der vor zwölf Monaten mit 99,3 Prozent zu Beckenbauers Nachfolger gewählt worden war, aber Rede und Antwort stehen müssen.

Wie gewohnt wird Finanzchef Karl Hopfner gute Zahlen präsentieren, erstmals könnte der Jahresumsatz mehr als 300 Millionen Euro betragen. Die Tilgung der über über 300 Millionen Euro teuren Allianz Arena dauert zwar noch einige Jahre, aber die Belastung nimmt mit jedem Jahr ab.

dpa

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