Ulreich patzt bei Bayern-Niederlage gegen Drittligisten - aber gute Nachrichten von Olise

Vor 12.500 Zuschauer verliert der FC Bayern sein Testspiel bei Wehen Wiesbaden. Eine positive Meldung gibt es für die Münchner jedoch abseits des Spielfelds.
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Vincent Kompany tröstet nach dem Spiel Keeper Sven Ulreich, dessen Patzer zum Siegtreffer der Wiesbadener geführt hatte.
Vincent Kompany tröstet nach dem Spiel Keeper Sven Ulreich, dessen Patzer zum Siegtreffer der Wiesbadener geführt hatte. © IMAGO/Ralf Brück / SWBS

Beim Blick auf die Aufstellung des FC Bayern im Testspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden (1:2) mussten wohl selbst die größten Insider zweimal hinschauen: Trainer Vincent Kompany ließ ausschließlich Spieler aus dem Nachwuchs von Beginn an auflaufen, unbekannte Namen  – während etablierte Profis wie Tom Bischof, Sven Ulreich, Sacha Boey, João Palhinha oder Arijon Ibrahimovic zunächst auf der Bank saßen und alle WM-Stars noch im Urlaub weilten. Erst im Trainingslager am Tegernsee von Montag bis Donnerstag werden nach und nach weitere der insgesamt 17 Nationalspieler in die Vorbereitung einsteigen.

"Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht", sagte Kompany vor dem Anpfiff: "Keiner unserer WM-Spieler ist dabei, was anderen Spielern die Chance gibt, sich zu zeigen. Es ist ein guter Härtetest für unsere jungen Spieler gegen einen anspruchsvollen Gegner." Drittligist Wehen Wiesbaden feiert in diesem Jahr 100-jähriges Bestehen, daher war der FC Bayern in die hessische Landeshauptstadt gereist. Ein Highlight für die Fans vor Ort. Mit 12.500 Zuschauern war das Stadion ausverkauft.

Bayerns Startelf im Schnitt nur etwas über 17 Jahre alt

Bei heißem Sommerwetter führte der 19-jährige Italiener Guido Della Rovere die Münchner als Kapitän aufs Feld – und schon in der zehnten Minute lag Kompanys Team hinten. Torhüter David Podar-Stiube ließ einen Schuss von Ibrahim Ati Allah durchrutschen, 1:0. Auch danach war Wehen Wiesbaden überlegen. Die Bayern, die im Schnitt nur etwas über 17 Jahre alt waren, kamen kaum einmal gefährlich vors Tor.

In der Halbzeit reagierte Kompany, der Coach brachte unter anderem Ulreich, Bischof, Boey und Palhinha rein. Die beiden Letztgenannten will Bayern in dieser Transferperiode noch verkaufen. Doch wirklich ins Schaufenster spielten sich Boey und Palhinha nicht, beide agierten eher unauffällig. Trotzdem lief es nach dem Seitenwechsel besser für Bayern, Tim Binder holte mit einem schönen Dribbling einen Elfmeter heraus, Bischof traf zum 1:1 (57.) – mit ein bisschen Glück. Der Torhüter war an seinem Flachschuss noch dran.

Tom Bischof erzielte per Elfer das zwischenzeitliche 1:1.
Tom Bischof erzielte per Elfer das zwischenzeitliche 1:1. © IMAGO/Ralf Brück / SWBS

Speziell Bischof, mit der alten Goretzka-Nummer 8, spielte jetzt stark, setzte immer wieder seine Teamkollegen mit klugen Pässen in Szene. Bei einem Konter verpasste Ibrahimovic das 2:1 (68.), Bischofs Freistoß wurde gehalten (82.). Und dann klingelte es auf der anderen Seite: Ulreich konnte den Ball nach einem harmlosen Abschluss nicht festhalten, Lukas Schleimer staubte ab, traf zum 2:1 für Wehen Wiesbaden (83.). Ganz bitter für Ulreich, es war der entscheidende Fehler. Im ersten Test stand für Bayern am Ende die erste Niederlage.

Real Madrid nimmt Abstand von Olise-Verpflichtung

Eine positive Nachricht gab es für die Münchner am Samstag aber doch noch – abseits des Spielgeschehens in Wiesbaden. Real Madrid fokussiert sich bei der Suche nach einem Spieler fürs offensive Mittelfeld nun auf Yan Diomande von RB Leipzig. Der WM-Teilnehmer der Elfenbeinküste soll Real dem Vernehmen nach 120 Millionen Euro Ablöse wert sein – und die Alternative zu Michael Olise. Bayerns Franzose war ursprünglich der Wunschspieler von Real-Präsident Florentino Pérez, doch die Münchner haben ihren Standpunkt klargemacht: Olise wird in diesem Sommer nicht verkauft. Das bestätigte kürzlich auch Herbert Hainer in der AZ. Der FC Bayern sei "kein Verkäuferverein", sagte der Präsident.

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Olises Vertrag, der bis 2029 läuft, soll vorzeitig zu besseren Bezügen verlängert werden. Der 24-Jährige könnte zu den Topverdienern Jamal Musiala und Harry Kane aufsteigen. Bislang gab es nach AZ-Informationen allerdings noch keine Annäherung zwischen Bayern und der Olise-Seite. Ob sich das nach dem Urlaub des Offensivstars im August ändern wird? So oder so: Dass Real jetzt voll auf Diomande geht, ist ein sehr gutes Zeichen für die Münchner. Olise wird ziemlich sicher bleiben.

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