Uli Hoeneß wieder Aufsichtsratsvorsitzender des FC Bayern München

Bayern-Macher Uli Hoeneß bleibt für weitere vier Jahre Aufsichtsratsboss, Martin Winterkorn hört auf. Edmund Stoiber sagt in der AZ: "Ich bin sehr froh."
| M. Koch/J. Buhl
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Uli Hoeneß ist erneut Aufsichtsratsvorsitzender der FC Bayern München AG.
imago/Oryk HAIST Uli Hoeneß ist erneut Aufsichtsratsvorsitzender der FC Bayern München AG.

München – Nach der Kritik auf der Jahreshauptversammlung hatte Bayern-Präsident Uli Hoeneß kürzlich noch ziemlich angeschlagen gewirkt. Er sei "schockiert" gewesen, sagte Hoeneß zum Angriff des Bayern-Fans Johannes Bachmayr: "Ich hoffe, dass es sich wieder ändert, sonst ist das nicht mehr mein FC Bayern." 

Falls es in den Tagen danach tatsächlich Abschiedsgedanken beim Bayern-Macher gab, sind diese nun passé: Wie die Münchner am Dienstag mitteilten, wurde Hoeneß in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der FC Bayern München AG am Montag wiedergewählt – für weitere vier Jahre.

Damit dürfte auch klar sein, dass Hoeneß 2019 erneut als Vereinspräsident kandidiert. "Die Zukunft des FC Bayern und die Gestaltung des Umbruchs in den nächsten Jahren kann nur mit der Innovationskraft von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge gestaltet werden", sagte Aufsichtsratsmitglied Edmund Stoiber am Dienstag der AZ: "Ich bin deshalb sehr froh über dieses einmütige Urteil des Aufsichtsrats."
 

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Kovac über Hoeneß: "Er ist der FC Bayern"

Auch Rummenigge, der seinen 2019 auslaufenden Vertrag als Vorstandsboss wohl ebenfalls verlängern wird, zeigte sich zufrieden. "Wir sind sehr glücklich darüber, wieder einen so hochkarätig besetzten Aufsichtsrat zu haben", sagte er. Trainer Niko Kovac meinte zu Hoeneß: "Er ist der FC Bayern. Jetzt in der Situation braucht der Klub ihn genau so wie in der Vergangenheit."

Zwei weitere interessante Personalien gab es zu vermelden: Ex-VW-Boss Martin Winterkorn verlässt den Aufsichtsrat nach fast 16 Jahren. Sein Platz geht an Michael Diederich (Vorstandssprecher der UniCredit Bank AG). Außerdem zieht der amtierende VW-Chef Herbert Diess neu in den Aufsichtsrat ein und übernimmt anstelle des ehemaligen Audi-Bosses Rupert Stadler den Posten als zweiter stellvertretender Vorsitzender.
 

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Die Diess-Wahl ist als Bekenntnis für das Audi-Engagement beim FC Bayern zu werten. Zuletzt gab es Gerüchte, BMW könnte den Automobilpartner und Anteilseigner Audi vorzeitig ablösen. Hoeneß selbst bestätigte Verhandlungen. "Wir sind nicht auf Sponsorensuche, mit Audi haben wir ja noch einen Vertrag bis 2025", sagte er: "Aber es ist richtig, dass es Interesse von BMW gibt, beim FC Bayern einzusteigen. Es ist auch richtig, dass es Gespräche gibt. Ob was daraus wird, werden die kommenden Monate zeigen."

Mit einem neu gewählten VW-Boss im Aufsichtsrat dürfte der Deal aber unwahrscheinlich sein – zumindest für die nächste Zeit. Auf Nachfrage wollte sich BMW nicht äußern. Nach AZ-Informationen ist auch ein BMW-Sponsoring bei den Bayern-Basketballern eine Möglichkeit. 

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