Start beim FC Bayern: Alle Augen auf Pep!

Endlich! Am Montagmittag präsentiert sich Guardiola erstmals als neuer Bayern-Trainer der Weltöffentlichkeit. Wie groß der Hype ist, wie er 2008 bei seinem Amstantritt Barcelona elektrisierte
| Florian Bogner
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Endlich! Am Montagmittag präsentiert sich Guardiola erstmals als neuer Bayern-Trainer der Weltöffentlichkeit. Wie groß der Hype ist, wie er 2008 bei seinem Amstantritt Barcelona elektrisierte.

München - Was wird er als Erstes sagen? "Hallo, ich bin Pep Guardiola"? – "Grias di, München"? – "Servus! I bin’s, der Peppi"?

Am Montag, high noon, 12 Uhr, stellt sich Josep "Pep" Guardiola der Weltöffentlichkeit als neuer Trainer des FC Bayern vor – und bekommt dafür den ganz großen Bahnhof: Noch nie zuvor hat Bayern einen Übungsleiter im Presseraum der Allianz Arena vorgestellt.

Pep wird diese Ehre zuteil, weil sich 200 Journalisten aus aller Welt angemeldet haben und der Presseraum an der Säbener Straße, wo zum Beispiel Louis van Gaal 2009 seine ersten offiziellen Worte in München aussprach ("Bayern passt zu mir wie ein warmer Mantel"), schlicht zu klein dafür wäre.

Verfolgen kann der herkömmliche Fan die Pressekonferenz auf zahlreichen TV-Sendern, "fcb.de" streamt Peps ersten öffentlichen Auftritt in München live im Internet.

Habemus Pep, heißt es dann endlich.

Doch was wird er sagen, welche "Regierungserklärung" wird er parat haben? Als er 2008 beim FC Barcelona vom Trainer der zweiten Mannschaft aufstieg, überraschte er damit, dass er Ronaldinho, Deco und Samuel Eto’o aussortierte. "Wir stellen uns eine Mannschaft ohne sie vor", sagte er damals. Ronaldinho und Deco mussten sofort gehen, Eto'o dagegen durfte bleiben, nachdem er seinen Lebenswandel umstellte.

Der Mannschaft verordnete Pep klare Regeln: Er gab bespielsweise beim Essen einen Sitzplan vor, den er ab und an änderte, um Cliquenbildung zu vermeiden.

Bei Bayern dagegen versichern die Granden Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge, dass der Neue keine großen Umwälzungen plant. Auch die öffentlichen Trainings an der Säbener Straße bleiben. "Er ist ein erfahrener Trainer, er wird uns stärker machen. Es geht darum, aus diesem denkwürdigen Jahr eine Ära zu machen", sagt Philipp Lahm.

Klar ist, dass Pep nach unzähligen Deutschstunden während seines Sabbatjahres in New York Deutsch sprechen möchte. In den letzten Tagen sah man ihn in Barcelona immer wieder mit einem Deutschlehrer an seiner Seite. "Wie ein Irrer", habe er gelernt, sagt sein Bruder Pere.

Peps Ankunft in München mit dem Flugzeug aus Barcelona hütete der FC Bayern bis zuletzt wie ein Staatsgeheimnis. Zahlreiche Reporter warteten gestern stundenlang am Münchner Flughafen auf die Ankunft des neuen Trainers.

Seit Tagen steigert sich das Pep-Fieber in der Stadt. Statt "Jupp, Jupp, Jupp" heißt es nun "Pep, Pep, Pep".

Seine erste Trainingseinheit wird Guardiola am Mittwoch leiten. 2008, in Barcelona, sagte er zum Amtsantritt: "Schnallt Euch an, es wird Spaß machen." Um die Motivation der Alles-Gewinner des FC Bayern muss man sich nicht sorgen; Guardiola gilt als Experte auf diesem Gebiet.

2008 sagte er den Barcelona-Spielern: "Ich werde Euch bis zum Tod verteidigen, aber ich kann auch sagen, dass ich sehr viel von euch verlangen werde. Genauso viel wie von mir selbst." Das wirkte.

Die Erwartungen an Guardiola sind hoch. Jupp Heynckes hat die Latte hoch gelegt. "Es wird verdammt schwer, diesen Erfolg einzustellen", sagt Franz Beckenbauer. "Eine Steigerung gibt es nicht, außer er gewinnt die Klub-WM."

Bis Jahresende werden auch noch zwei weitere Trophäen vergeben. Gewinnt Bayern alles, hätte man 2013 sechs Titel abgestaubt – das schaffte Guardiola schon mal; 2009, mit Barcelona.

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