"So weitermachen!"

Die Bayern besiegen Florenz souverän, obwohl die Abwehr nicht immer sicher wirkt. Klinsmann:„Das gibt Auftrieb für die nächsten Wochen“
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Die Bayern besiegen Florenz souverän, obwohl die Abwehr nicht immer sicher wirkt. Klinsmann:„Das gibt Auftrieb für die nächsten Wochen“

MÜNCHEN Tja, manchmal geht es scheinbar doch ganz einfach. Mit 3:0 haben die Bayern gestern Abend den AC Florenz in der Champions League abgefieselt. Und gleich mal den ersten Schritt gemacht von jener „Siegesserie“, die Manager Uli Hoeneß zuletzt eingefordert hatte. Der Spitzenplatz in Europas Luxusliga ist gefestigt, nun kann – am Samstag gegen Wolfsburg – der Sturm auf die Bundesliga-Spitze in Angriff genommen werden.

„Der Sieg gibt uns noch mehr Auftrieb für die nächsten Wochen, so wollen wir weitermachen“, sagte ein zufriedener Trainer Jürgen Klinsmann.

Der hatte gestern die gleiche Startelf wie zuletzt beim 1:0 in Karlsruhe aufs Feld geschickt: „Es spielt sich langsam ein.“ Trotzdem gab’s vor dem Spiel eine Überraschung. Für die Stars. Die fanden ihre angestammte Kabine umgestaltet in eine Entspannungs-Oase wie im Klubheim. Umziehen mussten sie sich in einem eher spartanisch eingerichteten Teil der Löwen-Gästekabine.

Die Bayern kamen dennoch hochmotiviert auf den Platz. Klinsmann hatte „nie die Befürchtung, dass das schief gehen kann heute.“ Denn: „Alle sind körperlich gut drauf, können auch in der 80. Minute noch einen 60-Meter-Sprint anziehen.“

Bis auf Luca Toni Der musste nach 55 Minuten raus. wegen seiner Rippenprellung. Vorher hatte er aber gegen seine Ex-Kollegen als Vorbereiter geglänzt. Per Hinterkopf legte Toni für Klose auf, der verwandelte nach unwiderstehlichem Solo cool zum 1:0 (4.). Da lobte auch Bayern-Präsident Franz Beckenbauer: „Klose war viel agiler als in den letzten Spielen.“

Auch der zweite Bayern-Treffer ging von Toni aus. Abermals mit einem Kopfball schickte er Ribéry über den linken Flügel, nach dessen Flanke zielte Schweinsteiger haargenau – 2:0 (25.). Die Erleichterung war spürbar.

Nach einer knappen Stunde hatte Toni „keine Luft mehr“, so Klinsmann später, „und die Rippen schmerzten.“ Nicht Toni-Ersatz Podolski, sondern Zé Roberto machte schließlich den Sieg mit seinem Treffer zum 3:0 (90.) perfekt. Und Klinsmann freute sich über „die klareren Chancen“. Klose fand: „Wir waren abgezockter als Florenz, wir haben unsere Chancen genutzt.“

Die Italiener nicht. Obwohl Gilardino und Co. genug davon hatten. „Wir haben zu viele Fehler in der Defensive gemacht“, gestand Philipp Lahm, der nach einem Schlag aufs Sprunggelenk zur Halbzeit passen musste. „Wir arbeiten täglich daran, dass wir hinten stabiler werden“, sagte Klinsmann. „Das ist ein Prozess, es muss noch viel gearbeitet werden.“

Auch Bastian Schweinsteiger, der mit einer Erkältung gespielt hatte, gab zu: „In der Defensivarbeit müssen wir uns noch verbessern. Aber nach vorne klappt’s schon ganz gut.“ Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge: „Wir hatten in der einen oder anderen Szene Glück.“ Das Glück der Tüchtigen.

.F.M., ps

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