Pep Guardiola: Wir werden es wieder versuchen

Der Sieg beim Champions-League-K.o. gegen den FC Barcelona war ein wenig Balsam für die Bayern-Seele. Alle waren sich einig: Das Finale wurde nicht im Rückspiel verpasst. Guardiola plant bereits den neuen Anlauf.
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Pep Guardiola tröstet Philipp Lahm nach dem Aus gegen den FC Barcelona in der Champions League
dpa Pep Guardiola tröstet Philipp Lahm nach dem Aus gegen den FC Barcelona in der Champions League

München - Pep Guardiola schwärmte - und das nach einem K.o. "Eine große Mannschaft muss so fallen wie heute", sagte der "stolze" Trainer des FC Bayern. Guardiola rühmte seine Akteure nach dem 3:2 (1:2)-Sieg gegen den FC Barcelona, der nicht fürs Endspiel-Ticket nach Berlin reichte, als große Champions-League-Kämpfer. "Ein überragendes Kompliment an diese Spieler", sagte Guardiola. Und der Katalane versprach noch am Dienstagabend nach dem erneuten Halbfinal-Aus: "Wir werden es wieder versuchen in der Zukunft."

Die 70 000 Zuschauer in der Münchner Fußball-Arena feierten ihre Lieblinge nach dem Schlusspfiff für eine bravouröse Vorstellung, die das 0:3 aus dem Hinspiel aber nicht aufwiegen konnte. "Wir haben eine super Reaktion gezeigt", sagte Weltmeister Thomas Müller, aber der Applaus der Fans konnte die Enttäuschung nicht verdrängen: "Ich verliere nicht gerne, auch wenn wir offiziell 3:2 gewonnen haben."

Alle waren sich einig: Das Endspiel war schon in Barcelona verpasst worden. "Wir haben es gegen die wahrscheinlich beste Mannschaft der Welt nicht geschafft", bemerkte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Auf jeden Fall ist Barça das Team mit dem besten Sturm. Nach dem verheißungsvollen Start mit Bayerns Führungstor durch Medhi Benatia (7. Minute) schlug Barcelona durch Neymar (15./29.) gleich zweimal zurück. Beide Male waren die Offensivkollegen Lionel Messi und Luis Suárez an den Treffern beteiligt. Beide Male verteidigten die Bayern zu offen, zu riskant. "Wir waren zweimal in Unterzahl, da haben sie leichtes Spiel", kritisierte Nationaltorhüter Manuel Neuer.

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Mit den Toren von Robert Lewandowski (59.) und Thomas Müller (74.) verabschiedete sich der deutsche Meister ehrenhaft aus seiner 18. Königsklassen-Saison. Zwei fast bedeutungslose Bundesligaspiele in Freiburg und zu Hause gegen Mainz bleiben noch, danach wird beim deutschen Meister die Zeit der Analyse beginnen, der möglichen Neuausrichtung des Kaders. "Es kann nicht sein, dass jede Saison ohne Triple keine gute Saison ist", sagte Müller zum Gewinn "nur" einer Trophäe.

Barcelona ist mit dem deutschen Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen auf dem Weg zu drei Titeln, Meisterschaft, spanischer Pokal und Champions League. "Ich bin nach Barcelona gegangen, um größtmöglichen Erfolg zu haben. Jetzt haben wir die Möglichkeit dazu. Jetzt wollen wir es vollenden", sagte der ehemalige Gladbacher. Am 6. Juni in Berlin wird Real Madrid oder Juventus Turin der Gegner sein. Keine Frage, wem der Katalane Guardiola die Daumen drückt: "Ich hoffe, dass Barça zum fünften Mal die Champions League gewinnt." Bei den letzten Triumphen 2009 und 2011 war er noch der Trainer.

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