Nummer zwei des FC Bayern: Wie geht es mit Sven Ulreich weiter?

Als Nummer 2 hinter dem genesenen Manuel Neuer ist Torwart Sven Ulreich wieder aus dem Fokus der Öffentlichkeit verschwunden. Schon machen Spekulationen um einen Nachfolger die Runde.
| Patrick Strasser
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In dieser Saison bislang nur in der Sommer-Vorbereitung, wie hier gegen Paris Saint-Germain, für den FC Bayern im Einsatz: Torwart Sven Ulreich.
sampics/Augenklick In dieser Saison bislang nur in der Sommer-Vorbereitung, wie hier gegen Paris Saint-Germain, für den FC Bayern im Einsatz: Torwart Sven Ulreich.

München - "Neuer Schock für Bayern!" oder "Neuer: Mittelfußbruch!" – so lauteten die Schlagzeilen am 20. September des vergangenen Jahres. Am Tag vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel beim FC Schalke erlitt Manuel Neuer einen erneuten Haarriss im linken Mittelfuß. Man hoffte auf ein zeitnahes Comeback zu Beginn des Jahres 2018, zu Beginn der Rückrunde. Neuer sollte kein Pflichtspiel mehr für die Bayern machen, erst während der WM-Vorbereitung kehrte der 32-Jährige zurück ins Tor.

Etwas mehr als ein Jahr ist die erneute Verletzung mit nachfolgend längerer Reha als erwartet nun her. Ebenso lange wie der Beginn der Ära von Sven Ulreich als Nummer eins als Bayern-Keeper. In der laufenden Saison ist Ulreich (30), dessen Frau Lisa das zweite gemeinsame Kind erwartet, wieder aus dem Fokus der Öffentlichkeit verschwunden, er trainiert und sitzt bei den Spielen auf der Bank – lediglich in Freundschaftskicks in der Sommervorbereitung durfte Ulreich sein Können beweisen.

Ulreich muss sich in Geduld üben

Vergangene Saison hatte er 47 von 53 Pflichtspielen bestritten, konstant gut gehalten, teilweise waren seine Leistungen überragend. Für Präsident Uli Hoeneß war er "mein Mann des Jahres", bei der Wahl zu Deutschlands Fußballer des Jahres kam der Schwabe auf Rang sechs – als bester Torhüter, und das vor Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona. Und nun? Ist Geduld gefragt. Viel Geduld.

"Ich habe die Hoffnung, dass ich nach den gezeigten Leistungen das ein oder andere Spiel mehr bekomme als früher, auch wenn Manu fit ist", sagte Ulreich zu Beginn der Saison. Bislang stand Neuer in allen sieben Pflichtspielen von der ersten bis zur letzten Minute im Tor. Auch beim Supercup gegen Eintracht Frankfurt (5:0) und in der ersten Pokalrunde bei Regionalligist SV Drochtersen-Assel (1:0) wollte der neue Trainer Niko Kovac nicht auf seinen Kapitän verzichten, wollte ihm Spielpraxis geben.

Doch wann darf Ulreich, der 2015 für 3,5 Millionen Euro Ablöse vom VfB Stuttgart verpflichtet wurde, wieder mal ran? Das Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Augsburg (im AZ-Liveticker) wäre inmitten vieler englischer Wochen eine Möglichkeit gewesen. Oder das Pokalspiel der zweiten Runde Ende Oktober bei Regionalliga-Vertreter Rödinghausen.

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Ulreich-Nachfolger sind bereits im Gespräch

Die Bayern-Bosse haben den Vertrag mit Ulreich letzten Winter bis 2021 verlängert. Was schlau war. Damals lief es für den Stellvertreter und Neuers Comeback stand in den Sternen, manche munkelten gar von einem möglichen Karriereende des Welttorhüters bei einem neuerlichen Mittelfußbruch. Nun wartet Ulreich. Ungeduldig.

Unterdessen tauchen Meldungen auf, der FC Bayern suche bereits Nachfolger für Ulreich, falls dieser aufgrund der unzufriedenstellenden Situation den Klub vorzeitig verlassen möchte. Ein Kandidat wäre der spanischen Sportzeitung "AS" zufolge Jeroen Zoet (27) von der PSV Eindhoven. Auch der FC Barcelona und Manchester City sollen am niederländischen Nationalspieler interessiert sein, Zoets Marktwert beträgt rund zehn Millionen Euro. Kandidat Nummer zwei: Odisseas Vlachodimos (24) von Champions-League-Gegner Benfica, das berichtet die portugiesische Zeitung "Record". Der Deutsch-Grieche hatte von 2002 bis 2016 für den VfB Stuttgart gespielt.

Beide Personalien sind als eher vage einzustufen. Außerdem will der FC Bayern Talent Christian Früchtl (18) langfristig als Nummer zwei beziehungsweise eins aufbauen.

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