Nach China-Reise: Müde Bayern im Angriffsmodus

Nach der Rückkehr von der anstrengenden, aber erfolgreichen China-Reise startete bei Bayern München die Vorbereitung auf den Supercup direkt nach der Landung.
| SID
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Trainer Pep Guardiola bat seine Stars direkt nach der Landung an die Säbener Straße, wo um 8.45 Uhr das Auslaufen begann.
sampics/Augenklick Trainer Pep Guardiola bat seine Stars direkt nach der Landung an die Säbener Straße, wo um 8.45 Uhr das Auslaufen begann.

München - Die geschlauchten Stars lockerten ihre müden Körper nach dem fast zwölfstündigen Rückflug aus China unter den Augen von Freigänger Uli Hoeneß auf dem Trainingsplatz, doch Matthias Sammer machte Philipp Lahm und Co. gleich wieder Beine. "Ab Montag muss die volle Konzentration dem Supercup gegen Wolfsburg gelten, da müssen wir angreifen", sagte der Sportvorstand von Bayern München.

Nach der neuntägigen China-Reise, die am Freitag um 6.53 Uhr mit der Landung in München endete, liegt der Fokus des deutschen Fußball-Meisters wieder auf dem Heimatmarkt. Und dort soll gleich im ersten Pflichtspiel der Saison der erste Titel her. "Wir haben die letzten zwei Mal verloren - aller guten Dinge sind in dem Fall nicht drei", sagte Sammer mit Blick auf das Duell zwischen DFB-Pokalsieger und Meister am 1. August beim VfL Wolfsburg.

Deshalb bat Trainer Pep Guardiola seine Stars direkt nach der Landung an die Säbener Straße, wo um 8.45 Uhr das Auslaufen begann. Hoeneß, schick im weißen Hemd, kommentierte das Treiben mit Zurufen aus dem Funktionsgebäude. Und auch Superstar Arjen Robben, der wie Franck Ribéry, Javi Martínez, Holger Badstuber oder Dante noch nicht wieder mit dem Team übte, scherzte aus dem Fenster mit den Kollegen. Am Montag soll Robben wieder dabei sein; Neuzugang Arturo Vidal wird dann zu Medizincheck und Unterschrift unter seinen Fünfjahresvertrag erwartet.

 

Mit dem chilenischen Nationalspieler von Juventus Turin, der 35 Millionen Euro Ablöse kosten soll, wollen die Bayern ab kommender Woche in den Angriffsmodus übergehen. "Er ist ein Siegertyp mit einer ausgezeichneten Mentalität. Mit seinem Zweikampfverhalten, seiner Torgefahr und seiner Flexibilität wird er uns gut tun", sagte Sammer nach dem 4:5 i.E. im letzten der drei Tests in China bei Guangzhou Evergrande. Nach zuvor zwei Siegen gegen den FC Valencia (4:1) und Inter Mailand (1:0) wurde das "China-Triple" zwar verpasst, doch Weltmeister Manuel Neuer meinte schulterzuckend: "Die Priorität liegt natürlich beim anderen Triple."

 

Dieter Hoeneß über seinen Bruder Uli: „Er hat sich wieder im Verein eingefunden. Die Aufgabe bei Bayern macht ihm Spaß."

Posted by FC Bayern Abendzeitung on  Freitag, 24. Juli 2015

Am Montag, 10 Uhr beginnt jedoch zunächst die Vorbereitung auf den Supercup, den die Bayern in den vergangenen beiden Jahren jeweils Borussia Dortmund überlassen mussten. Nach drei Spielen in drei Städten, zahllosen Marketingterminen und stressigen Reisen in Fernost sind Neuer und Co. "froh, dass wir jetzt wieder an der Säbener Straße arbeiten können", wie der Torhüter müde meinte. Die Diskrepanz zu China wurde dabei schnell deutlich: Während dort jeder Schritt der Stars von Tausenden Fans kreischend begleitet wurde, fanden sich am Freitagmorgen in München gerade einmal rund 100 Fans am Klubgelände ein.

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"Es gibt Angenehmeres", sagte Kapitän Lahm nach der Rückkehr erschöpft über die Reisestrapazen, Neuer ergänzte: "Die Jungs sind ein bisschen platt." Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge lobte die Spieler, sie hätten den FC Bayern in Fernost "großartig" vertreten, "es hat keiner gemeckert, keiner gemurrt. Die Reise war in jeder Beziehung ein voller Erfolg." Und selbst Sammer wollte nicht zu streng sein. "Es ist Vorbereitungszeit, da muss auch mal Müdigkeit da sein", sagte er. Aber nur bis Montag.

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