Letzte Spiele im Jahr 2018: Der FC-Bayern-Endspurt: Pack(erl) mas!

Mit der Partie in Hannover starten der FC Bayern und Trainer Niko Kovac in die letzten drei Spiele vor Weihnachten. "Wir müssen alles mitnehmen, was wir kriegen können."   
| Patrick Strasser
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Führte den FC Bayern ins Achtelfinale der Champions League: Niko Kovac.
imago/Jan Huebner Führte den FC Bayern ins Achtelfinale der Champions League: Niko Kovac.

Mit der Partie in Hannover starten der FC Bayern und Trainer Niko Kovac in die letzten drei Spiele vor Weihnachten. "Wir müssen alles mitnehmen, was wir kriegen können." Wird diesmal doch rotiert?

München - Wenigstens nicht am 23. Dezember. Die Bayern-Verantwortlichen waren erleichtert, als die DFL vor ein paar Wochen die genauen Ansetzungen für die Spieltage vor der Winterpause bekanntgegeben hatte. Der Jahresausklang 2018 findet am Samstag, den 22.12. statt, um 18.30 Uhr, bei Eintracht Frankfurt (Live im AZ-Ticker). So können Profis, Trainer und Betreuer noch rechtzeitig vor Heiligabend zu ihren Familien. Mit bester Laune?

Es wurde gezetert und geschimpft

Am Ende eines turbulenten Jahres mit zwei Trainern, zwei Titeln (okay, den Supercup miteingerechnet), einem knapp verpassten (Champions League gegen Real Madrid) und einem verlorenen Finale (DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt). Angekündigt als Jahr des Umbruchs fanden die Brüche eher in der Mannschaft als in der Führungsetage statt, es wurde viel gezetert und geschimpft, über Ex-Mitarbeiter (Breitner), Ex-Profis (Bernat) und die Medien ("Schlaumeier!").

Wie diesen Sommer Schweinsteiger werden kommendes Jahr Legenden verabschiedet (Robben & Ribéry). Präsident Uli Hoeneß möchte wiedergewählt werden, wenn es denn dann tatsächlich noch sein FC Bayern ist – ihm waren nach der turbulenten, weil ach so kritischen Jahreshauptversammlung Zweifel gekommen. Er wird als Präsident bestätigt werden. Denn, frei nach Loriot: Ein Bayern-Leben ohne Hoeneß ist möglich, aber sinnlos. So ticken zumindest die meisten Mitglieder. Auch Niko Kovac würde gerne bleiben. Aber darf er, wenn er Ende Mai den Rathausbalkon nur von unten sieht? Dann könnten die Bosse den Daumen senken.

Zwischenziele erreicht

Dabei hat der 47-Jährige bereits drei Zwischenziele erreicht. Im Pokal wie in der Königsklasse konnte er unfall- und niederlagenfrei überwintern und seine erste (Ergebnis-) Krise samt Ein-Spiel-Ultimatum meistern. Trotz der ungewöhnlich harschen Kritik seines Sportdirektorkumpels Hasan Sammerhamidzic nach dem wilden 3:3 bei Ajax Amsterdam sitzt Kovac an Weihnachten unter einem Baum, der nicht brennt. Wenn er bis dahin nicht komplett zusammenklappt. Der Kovac und sein Team, nicht die Tanne.

Drei Pakete gilt es bis dahin noch zu schnüren, um sich selbst und den Fans neun Punkte zu bescheren: Am Samstag bei Hannover 96 (15.30 Uhr, live im AZ-Ticker und bei Sky), kommenden Mittwoch im letzten Heimspiel des Jahres gegen RB Leipzig und wie erwähnt am 17. Spieltag bei Kovacs Ex-Klub Frankfurt.

"Wir müssen gewinnen, müssen alles mitnehmen, was wir kriegen können"

Wenn man schon mitanhören muss, wie erstmals seit sieben Jahren (an Weihnachten 2011 stand Borussia Dortmund ganz oben) andere die imaginäre Herbstmeisterschale kleinreden, aber insgeheim die Tabelle als Bildschirmschoner installieren.

"Wir sind hinten dran. Wir müssen gewinnen, müssen alles mitnehmen, was wir kriegen können, um den Druck aufrecht zu erhalten", sagte Kovac. Volle Attacke auf die volle Punktzahl angesichts des Neun-Punkte-Rückstands auf Borussia Dortmund. Ob gegen Kleine wie Hannover oder Große beziehungsweise Größere wie RB oder die Eintracht. Kovac: "Da gibt es keine Unterscheidung zwischen Gemüse oder Festtagsschmaus." Lediglich beim Personal. Das kräfteraubende 3:3 bei Ajax werde man "schon berücksichtigen", erklärte der Coach. Die Rotation feiert ein Comeback für 90 Minuten. Ob Franck Ribéry, Leon Goretzka, Joshua Kimmich und Jérôme Boateng den Braten schon riechen? Kingsley Coman, Thiago, Javi Martínez und Mats Hummels könnten sie in Hannover ersetzen.

Weil Kovac zuletzt drei Mal mit derselben Startelf spielte, gilt Hummels, der Weltmeister von 2014, als prominentester Dauer-Zuschauer. "Ich weiß, was Mats kann. Man kann sich immer auf ihn verlassen", sagte Kovac, der im Krisennovember seine harte Hand entdeckte. "Jeder muss sich unterordnen. Bei Bayern muss man damit rechnen, mal auf der Bank zu sitzen." Seine Weihnachtsbotschaft: Allen Härtefällen einen guten Rutsch.

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