Klopps Auserwählte: Sieben FC-Bayern-Stars dabei – und einige Überraschungen

Der Bundestrainer beruft seinen Kader für die Länderspiele gegen Serbien und die Niederlande, diesmal sind nur 24 statt 44 Profis nominiert. Füllkrug, Mohya und sieben Profis des FC Bayern dabei.
von  Maximilian Koch
Drei Kandidaten fürs DFB-Mittelfeld (v.l.): Tom Bischof, Aleksandar Pavlovic und Joshua Kimmich.
Drei Kandidaten fürs DFB-Mittelfeld (v.l.): Tom Bischof, Aleksandar Pavlovic und Joshua Kimmich. © IMAGO/Eduard Martin

Bundestrainer Jürgen Klopp bleibt gut für Überraschungen: Bei seiner Nominierung für die Nations-League-Spiele in Serbien (13. November in Belgrad) und gegen die Niederlande (16. November in Berlin) verzichtete der DFB-Coach auf die Angreifer Karim Adeyemi und Nick Woltemade sowie Verteidiger David Raum – und berief neben Rückkehrer Niclas Füllkrug auch Neuling Wael Mohya. Der 17-Jährige machte zuletzt im offensiven Mittelfeld von Borussia Mönchengladbach auf sich aufmerksam.

Zum ersten Mal nominiert: Gladbachs Wael Mohya.
Zum ersten Mal nominiert: Gladbachs Wael Mohya. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Thomas Haesler

Mohya als einziger Neuling im verkleinerten DFB-Kader

Mohya ist nach dem Debütanten-Festival im September mit dem 44 Spieler umfassenden Aufgebot diesmal der einzige Neuling im A-Team mit 24 Profis. "Es war nach dem 44er-Kader im September schwer, diese Auswahl zu treffen, weil, und das ist eigentlich die gute Nachricht, es wieder mehr Spieler verdient hätten, dabei zu sein", sagte Klopp: "Wir haben in der Mannschaft einen bunten Mix aus sehr jung und durchaus erfahren dabei."

Nicht dabei (v.l.): Karim Adeyemi, Maximilian Beier und Nick Woltemade.
Nicht dabei (v.l.): Karim Adeyemi, Maximilian Beier und Nick Woltemade. © IMAGO/Sebastian Bach

Gestrichen wurden neben zahlreichen Neulingen von Mika Baur bis Bambasé Conté auch Woltemade, Adeyemi sowie Routinier Raum. Verletzt passen müssen die Bayern-Stars Jamal Musiala und Serge Gnabry. Mit Jonas Urbig, Nathaniel Brown, Jonathan Tah, Joshua Kimmich, Tom Bischof, Aleksandar Pavlovic und Lennart Karl wurden aber immer noch sieben Münchner nominiert.

Spannend wird sein, wen Klopp im zentralen Mittelfeld starten lässt. In den vergangenen Länderspielen überzeugte in Abwesenheit von Kapitän Kimmich das Duo Pavlovic/Bischof.

Ter Stegen Nummer eins im DFB-Tor

Zur Nummer eins erklärte Klopp Marc-André ter Stegen – wegen der größeren Erfahrung im Vergleich zu den Herausforderern Urbig und Alexander Nübel. "Form schlägt alles andere, deswegen haben wir uns für die Jungs entschieden", sagte Klopp zu seiner Auswahl.

Klopps Nummer eins: Marc-André ter Stegen.
Klopps Nummer eins: Marc-André ter Stegen. © IMAGO/osnapix / Marcus Hirnschal

Das galt unter anderem für Füllkrug, der letztmals im September 2025 unter Klopps Vorgänger Julian Nagelsmann zum DFB-Kader gehört hatte. Sein letztes Länderspiel bestritt er im Final Four der Nations League im Juni 2025 beim 0:2 gegen Frankreich im Spiel um Platz drei. Sein letztes Tor liegt schon mehr als zwei Jahre zurück: Beim 5:0 gegen Ungarn traf er im September 2024.

Füllkrug kehrt mit starker Quote zurück

Obwohl Füllkrug auch unter Nagelsmann und dessen Vorgänger Hansi Flick oft nur als Joker zum Zug kam, hat der 33-Jährige mit 14 Toren in 24 Länderspielen eine Top-Quote im DFB-Trikot. Auch unter Klopp dürfte er als Back-up hinter Kai Havertz eingeplant sein. Argumente für die Rückkehr erarbeitete er sich mit zwölf Toren in zehn Pflichtspielen für Werder Bremen.

Rückkehr nach Top-Leistungen in Bremen: Nicklas Füllkrug.
Rückkehr nach Top-Leistungen in Bremen: Nicklas Füllkrug. © IMAGO/nordphoto GmbH / Tauchnitz

Eine weitere Chance erhalten die zuletzt auch berücksichtigten Neulinge Philipp Treu, Derry Scherhant und Younes Ebnoutalib. Ohne Länderspieleinsatz sind auch noch Finn Jeltsch und Brajan Gruda, der im September nach seiner Nominierung hatte verletzt absagen müssen. Im Fokus dürfte besonders Juwel Mohya stehen.

Klopp schwärmt von 17-jährigem Juwel

"Es gibt nicht viele 17-Jährige, die aktuell Bundesliga spielen – das alleine ist ja schon ein herausragendes Merkmal. Aber er macht es auch gut", sagte Klopp. Die drei Gespräche mit dem Youngster seien "top" gewesen, verriet der Bundestrainer: "Ich war mit 17 nicht so selbstbewusst, aber ich war auch nicht so gut mit 17."

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