Klinsmanns Jahrestag: Nun plant er bis 2012

Genau vor einem Jahr, am 11. Januar 2008, wurde er als neuer Trainer des FC Bayern München präsentiert. Jürgen Klinsmann denkt an die Meisterschaft – und schon an den Kader für die weitere Zukunft.
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Wurde am 11. Januar 2008 als neuer Bayern-Trainer präsentiert: Jürgen Klinsmann.
dpa Wurde am 11. Januar 2008 als neuer Bayern-Trainer präsentiert: Jürgen Klinsmann.

DUBAI - Genau vor einem Jahr, am 11. Januar 2008, wurde er als neuer Trainer des FC Bayern München präsentiert. Jürgen Klinsmann denkt an die Meisterschaft – und schon an den Kader für die weitere Zukunft.

Die Presserunde am Freitag in Dubai fand im kleinen Rahmen statt. Vier Kamera-Teams, zwei Fotografen, ein Dutzend Reporter, zwei Journalisten aus Abu Dhabi, mehr nicht. „Freezing cold“ sei es in Germany, erzählte Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann den Reportern, die wegen des Testspiels am Samstag in Abu Dhabi gegen Al Jazeera (17 Uhr Ortszeit/14 Uhr MEZ, DSF live) gekommen waren. Die Araber versuchten Klinsmann auszutricksen und stellten „three last questions“. Das war’s, keine weiteren Fragen.

Kein Vergleich zur Pressekonferenz vor einem Jahr, am 11. Januar 2008, als der neue Bayern-Trainer auf der Bühne des Saales „Garmisch“ im Hotel Arabella Sheraton vorgestellt wurde. Um 12.41 Uhr an jenem Freitag war Klinsi aus Los Angeles, seiner damaligen Wahlheimat, in München gelandet. Im Hotel herrschte medialer Ausnahmezustand, ein größerer Auftrieb als bei mancher Bundespressekonferenz mit Kanzlerin Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Laut einem Vereinssprecher waren 30 Kamera-Teams vor Ort, 12 Sender übertrugen die Nachmittags-Pressekonferenz live, 230 Journalisten waren vor Ort. Die Bosse strahlten, verkündeten, dass Klinsmann einen Zweijahresvertrag ab 1.7. unterschrieben habe. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge frohlockte: „Wir konnten unseren absoluten Wunschkandidaten zum FC Bayern holen.“ Manager Uli Hoeneß meinte: „Ich freue mich sehr, dass wir einen solchen Querdenker haben, wir sind stolz, dass er sich für uns entschieden hat.“

Und ein Jahr sowie eine Hinrunde mit 25 Pflichtspielen - davon die letzten 16 hintereinander ungeschlagen - später? „Der Anpassungsprozeß ist beendet. Wir sind von Jürgens Arbeit mit dem gesamten Trainerteam absolut begeistert“, sagte Hoeneß, „sie alle arbeiten mit Eifer nahezu rund um die Uhr für den FC Bayern.“ Sie haben sich gefunden nach einigen Turbulenzen im Spätsommer. Klinsmann am Freitag: „Da wurde es recht windig. Am Anfang gab es noch viele Fragezeichen. Nun hat die Mannschaft begriffen, wie wir arbeiten.“

Nämlich zweigleisig. In Dubai legt Klinsmann die konditionellen Grundlagen für die Rückrunde, an deren Ende „wir Meister werden, wenn wir konzentriert unseren Job machen“, ist sich der Coach sicher. Mit dem ersten Test 2009 beginnt der Kampf um die Stammplätze, doch nebenbei plant Klinsmann längst über den Sommer hinaus - nämlich sogar bis 2012. Es geht um die Strukturierung der Mannschaft, um den Kader der Zukunft. Ivica Olic (vom HSV) wurde bereits verpflichtet, der Ukrainer Anatoly Timostschuk (St. Petersburg) soll demnächst unterschreiben, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger haben ihre Verträge bis 2012 verlängert. Wenn die Bayern ab Dienstag zurück in München sind, sollen auch die Verteidiger Martin Demichelis und Lucio bis 2012 unterschreiben. „Solche Spieler stehen für die Zukunft des Vereins“, sagte Klinsmann, „natürlich machen wir uns ständig parallel Gedanken, wie wir den Kader zusätzlich verstärken können, aber auch so sind wir im Vergleich zu den anderen Vereinen in der Champions League bestens aufgestellt.“ Und auch einen vorzeitigen Abgang von Franck Ribéry befürchtet Klinsmann nicht: „Franck weiß ganz genau, was er am FC Bayern hat. Wir haben ihn bis 2011 gebunden.“

Und Klinsmann selbst? Spricht so ein Coach, der sich 2010 zurückzieht oder eine andere Herausforderung annimmt?

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