Kein "Ermessensspielraum": Lothar Matthäus kritisiert Schiedsrichter Deniz Aytekin

Der Unparteiische habe sich auch mit seinen nach dem Spiel getätigten Aussagen "keinen Gefallen getan". Foul sei Foul, Fingerspitzengefühl und Absicht hin oder her, sagte Lothar Matthäus.
von  AZ/SID
Schiedsrichter Deniz Aytekin und Dortmunds Jude Bellingham während des Topspiels zwischen dem BVB und dem FC Bayern.
Schiedsrichter Deniz Aytekin und Dortmunds Jude Bellingham während des Topspiels zwischen dem BVB und dem FC Bayern. © imago images/Kirchner-Media

München - Es ist offenbar immer noch genügend Diskussionsstoff vorhanden: Deutschlands Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (61) kann nach wie vor nicht nachvollziehen, dass Schiedsrichter Deniz Aytekin (44) am Samstag im Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern (2:2) BVB-Star Jude Bellingham in der ersten Halbzeit nicht vom Platz gestellt hat.

Matthäus über Bellingham: "Der Fuß hatte da oben nichts zu suchen"

Der englische Nationalspieler hatte Bayerns Alphonso Davies mit dem Fuß im Gesicht getroffen, der Kanadier erlitt bei der Aktion eine Schädelprellung und musste zur Halbzeit ausgewechselt werden.

"Ein Tritt ins Gesicht sollte mindestens eine Gelbe Karte nach sich ziehen. Und ich denke, nichts anderes war es von Bellingham an Davies. Der Fuß hatte da oben nichts zu suchen", schrieb der Weltmeisterkapitän von 1990 in seiner Sky-Kolumne "So sehe ich das".

Matthäus über Aytekin: "Ich sehe hier keinen Platz für einen Ermessensspielraum"

Gelb hätte gereicht, "um Bellingham vom Platz zu stellen. Der BVB hätte dann ab der 40. Minute mit einem Mann weniger gegen die Bayern spielen müssen. Und das wäre wahrscheinlich spielentscheidend gewesen", so Matthäus.

Lothar Matthäus am Sky-Mikrofon. (Archivbild)
Lothar Matthäus am Sky-Mikrofon. (Archivbild) © imago images/Eibner

Der Unparteiische habe sich mit seinen nach dem Spiel getätigten Aussagen "keinen Gefallen getan". Foul sei Foul, Fingerspitzengefühl und Absicht hin oder her. Auch Leroy Sané hätte vom Platz gemusst, so Matthäus: "Ich gestehe unserem Top-Schiedsrichter Fehler zu, das ist ganz normal. Er bleibt auch weiterhin der Beste. Aber ich sehe hier keinen Platz für einen Ermessensspielraum, denn die Situationen waren klar."

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