Nach Gala gegen Olympique Lyon: Oliver Kahn schwärmt von Neuer

Manuel Neuer ist mit seinen Paraden einer der Garanten des Bayern-Erfolges. "Das macht einen Weltklasse-Torwart aus“, sagt Vorstand Oliver Kahn, der "sehr optimistisch“ ist, dass David Alaba bleibt.
| Patrick Strasser
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Oliver Kahn schwärmt nach dessen Gala-Auftritt gegen Olympique Lyon von Manuel Neuer. (Archivbild)
imago images / ULMER Pressebildagentur 2 Oliver Kahn schwärmt nach dessen Gala-Auftritt gegen Olympique Lyon von Manuel Neuer. (Archivbild)
Szenenapplaus: Die Vorstände Jan-Christian Dreesen, Oliver Kahn und Jörg Wacker (v.l.).
GES/Augenklick 2 Szenenapplaus: Die Vorstände Jan-Christian Dreesen, Oliver Kahn und Jörg Wacker (v.l.).

München/Lissabon - Es gibt Bilanzen und Serien, die kann man nicht wegdiskutieren. Seit Oliver Kahn zu Jahresbeginn den Posten als Vorstand beim FC Bayern angetreten hat, gab es keine einzige Niederlage für die Münchner, lediglich ein Unentschieden.

Jenes 0:0 in der Bundesliga aus dem Februar gegen Leipzig muss angesichts der Seriensieger, die nun das Triple im Visier haben, fast als Weltwunder durchgehen. Darauf angesprochen meinte Kahn am Donnerstagvormittag im Bayern-Mannschaftshotel in Sintra vor den Toren Lissabons: "Es hat mal jemand gesagt: Man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein."

Kahn lachte. Dabei kann man davon ausgehen, dass der ehemalige Kapitän und Torhüter mit seiner Mentalität und Herangehensweise durchaus zum Erfolg der aktuellen Himmelsstürmer beigetragen hat.

Kahn über Neuer: "Das ist alles andere als einfach"

Zunächst Beobachter, dann Ratgeber und Influencer. Kahn hat seine Rolle gefunden in einem System namens Selbstläufer – zumindest innerhalb der Mannschaft. "Es ist immer wieder beeindruckend, mit welcher Professionalität und welcher Zielorientierung die Spieler auftreten", meinte der 51-Jährige, "die Jungs wollen die Champions League unter diesen außergewöhnlichen und schwierigen Bedingungen gewinnen. Dafür tun sie alles."

Auch Manuel Neuer (34), der seinen Triumph von 2013 wiederholen möchte. Und so sprach der einstige Torhüter über Bayerns und Deutschlands heutige Nummer eins: "Manuel ist einmalig. Er hat sich nach schwierigen Zeiten mit der Verletzung und der nicht erfolgreichen WM 2018 wieder Stück für Stück herangearbeitet. Er achtet sehr professionell und mit viel Akribie auf seinen Körper und zeigt immer seine Leistung. Ein Torwart bei Bayern wird nicht dauerbeschäftigt, aber wenn er gebraucht wird, muss er da sein. Das ist alles andere als einfach."

Szenenapplaus: Die Vorstände Jan-Christian Dreesen, Oliver Kahn und Jörg Wacker (v.l.).
Szenenapplaus: Die Vorstände Jan-Christian Dreesen, Oliver Kahn und Jörg Wacker (v.l.). © GES/Augenklick

Kahn stellt klar: Torhüter werden mit dem Alter besser

Siehe die Chance von Olympiques Toko Ekambi in der 58. Minute, der frei vor Neuer auftauchte. "Wenn du das 2:1 kriegst, wird es nochmal eng. In der Situation musst du versuchen, eine große Fläche zu haben, dich anschießen zu lassen. Ich war diesmal der Gewinner, entweder du gewinnst oder verlierst. Ich hatte das Glück", meinte Neuer selbst. Kahn lobte: "So etwas macht einen Weltklasse-Torhüter aus. Wenn ein Torwart älter wird, wird er keinesfalls schlechter, sondern immer besser. Manuel kann noch einige Jahre auf sehr hohem Niveau spielen." Seinen Vertrag hat Neuer bis 2023 verlängert.

Verlängern soll auch Abwehrchef David Alaba (28). Daran arbeiten die Bayern-Bosse – inklusive Kahn – seit Monaten, eine (Gehalts-)Verhandlungsrunde nach der anderen läuft mit Alabas Beratern, auch vor Ort in Lissabon. "Wir nähern uns weiter an. Das letzte Gespräch war in einer sehr angenehmen Atmosphäre", meinte Kahn: "Wir als Klub versuchen alles, um David zu halten und David weiß auch, was er – gerade in diesen Zeiten – am FC Bayern hat. Ich sehe es sehr optimistisch, dass wir ihn halten können." Alaba selbst hält sich bedeckt: "Davon habe ich mich komplett abgekapselt. Ich konzentriere mich auf meine Aufgabe hier in Lissabon." Klingt aber alles nach baldigem Durchbruch.

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