Joshua Kimmich: Bayerns Gehirn und kommender Kapitän

Mittelfeldchef Joshua Kimmich ist als Stratege im Zentrum unverzichtbar für die Münchner. In der Post-Neuer-Ära soll er Kapitän werden. "Er ist prädestiniert für das Amt", sagt Rummenigge.
| Maximilian Koch
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Denker und Lenker im zentralen Mittelfeld des FC Bayern: Joshua Kimmich, der heute 26 Jahre alt wird.
Denker und Lenker im zentralen Mittelfeld des FC Bayern: Joshua Kimmich, der heute 26 Jahre alt wird. © firo/Augenklick

München - Der Super Bowl, das Finale um die nordamerikanische Football-Meisterschaft, war auch beim FC Bayern Thema. Hansi Flick bat seine Stars, den Fernseher in der Nacht auszulassen – so verlockend das Duell der Quarterbacks Patrick Mahomes und Tom Brady auch war. Schließlich müssen die Münchner bei der Klub-WM in Katar ausgeschlafen sein. Kleiner Trost: Im Halbfinale gegen Al Ahly (19 Uhr, DAZN und im AZ-Liveticker) können sie ja ohnehin ihren eigenen Quarterback bewundern: Joshua Kimmich.

Der Mittelfeldchef, der am Montag 26 Jahre alt wird, wächst immer mehr in die Rolle des Strategen hinein. Mit seinen klugen Pässen ordnet er das Bayern-Spiel und hebelt regelmäßig die Gegner aus. Genauso wie es Mahomes und Brady mit ihren Würfen auf dem Football-Feld machen. Kimmich ist das Bayern-Gehirn.

Bayern-Boss Rummenigge schwärmt von Kimmich

"Das Tandem Kimmich/Goretzka ist eines der besten, das ich kenne. Nicht nur national, auch international", schwärmte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge gerade erst bei "Sport1". Leon Goretzka, der nur zwei Tage älter ist als Kimmich, verpasst die Klub-WM ebenso wie Javi Martínez (32) aufgrund einer Corona-Infektion. Deshalb ist Kimmich als alleiniger Organisator im Mittelfeldzentrum gefordert.

Mittelfeld-Duo des FC Bayern: Joshua Kimmich (l.) und Leon Goretzka.
Mittelfeld-Duo des FC Bayern: Joshua Kimmich (l.) und Leon Goretzka. © imago images / Poolfoto

"Natürlich freut es einen, wenn jemand wie Herr Rummenigge einem ein Lob ausspricht", sagte Kimmich: "Das will ich bestätigen. Es werden jetzt zwei schöne Spiele, um das zu bestätigen."

Was Kimmich guttut: Anders als in der Vergangenheit kommt er nun dauerhaft im Mittelfeld zum Einsatz, er kann sich dort mit seinen Kollegen um Thomas Müller (31) einspielen. "Ich habe oftmals gesagt, dass ich gerne auf der Sechs spiele. Aber generell spiele ich da, wo die Mannschaft mich braucht", erklärte Kimmich. "Das hat man auch im Champions-League-Finale gesehen."

Dort brillierte Kimmich gegen Paris Saint-Germain als Rechtsverteidiger. Er verkörpert eben auf zwei Positionen Weltklasse. Diese Qualitäten, gepaart mit seiner Charakterstärke als Führungsspieler, machen Kimmich zu einem heißen Kandidaten auf die Kapitänsbinde, wenn Manuel Neuer (34) irgendwann einmal in Rente geht.

Kimmich ist Teil der wichtigen Bayern-Achse

"Ich finde seine Entwicklung auf und neben dem Platz wirklich sehr positiv", sagte Rummenigge der AZ: "Er ist nach wie vor ein junger Spieler, hat aber dennoch in der Corona-Zeit viel Verantwortung übernommen – etwa mit seiner Kampagne 'We kick Corona', die er gemeinsam mit Leon Goretzka initiiert hat. Das sind alles Dinge, die ihn für das Amt als Kapitän prädestinieren.'" Er hoffe, so Rummenigge weiter, dass Kimmich "lange beim FC Bayern bleibt. In dieser Achse von Manuel Neuer im Tor bis zu Robert Lewandowski im Sturm nimmt er einen ganz wichtigen Part ein".

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Während Kimmich noch bis 2023 vertraglich an Bayern gebunden ist, läuft Goretzkas Arbeitspapier 2022 aus. Die Bayern wollen mit ihm verlängern, aber nicht um jeden Preis. "Wir werden nicht alles mitmachen können und brauchen da auch das Verständnis der Spieler", stellte Rummenigge klar und bedachte Goretzka zugleich mit einem großen Lob. "2020 hat er einen sehr großen Sprung gemacht, um das zu werden, was wir beim FC Bayern einen Schlüsselspieler nennen. Ich hoffe, dass er auf der zweiten Ebene, der moralisch-empathischen Ebene, auf welcher er sich ebenso hervorragend entwickelt hat, weiß, was man dem Verein in Zeiten von Corona zumuten kann."

Man darf davon ausgehen, dass sich beide Seiten einigen. Denn Bayern will auch in Zukunft auf das Traumduo Kimmich/Goretzka setzen.

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