In Hansi Flick schlägt immer noch ein DFB-Herz

Nach dem Spitzenduell mit Dortmund müssen Bayerns Nationalspieler wieder auf Reisen. Flick gelassen: "Wir stehen dem positiv gegenüber".
| Patrick Strasser
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Die Länderspiele verschaffen den Ü30-Spielern wie Thomas Müller (hier mit Trainer Hansi Flick) eine Pause.
Die Länderspiele verschaffen den Ü30-Spielern wie Thomas Müller (hier mit Trainer Hansi Flick) eine Pause. © imago images/Sven Simon

München - Niklas Süle hat Gewissheit - zumindest darüber, dass er am Samstag beim Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern nicht dabei sein wird.

Trainer Flick muss ohne Süle auskommen

"Süle steht nicht zur Verfügung", sagte Trainer Hansi Flick am Freitagvormittag an der Säbener Straße kurz und knapp. Worüber der Innenverteidiger keine Gewissheit hat: seinen Corona-Test. Am Montag wurde er positiv getestet, mittlerweile zwei Mal negativ. Dennoch ist der 25-Jährige weiter in Quarantäne und kann den deutschen Clásico nur von der heimischen Couch aus verfolgen.

Ein Rückschlag für Trainer Hansi Flick, der den Schrank Süle sicher gerne gegen den norwegischen Schrank Erling Haaland in den Infight geschickt hätte. Alles raushauen - so formulieren es Spieler und Trainer ja gerne - vor der Länderspielpause. Ein etwas irreführender Begriff, denn: Die Bundesliga pausiert für knapp zwei Wochen, die deutschen Nationalspieler haben Länderspiele in der Nations League (gegen die Ukraine am Samstag kommender Woche und in Spanien am 17.11.) auf dem Zettel.

Länderspiele: Stress in komprimierter Saison

Es sind wie schon im Oktober sogar drei inklusive des Testspiels nächsten Mittwoch gegen Tschechien). Die Terminhatz in dieser Corona-geprägten, komprimierten Saison geht weiter, immer weiter.

Was für Flick ein Graus sein müsste. Doch der 55-Jährige wirkte recht entspannt, was die zweite Unterbrechung der Vorrunde betrifft. Im September hatte es noch vor Saisonbeginn zwei Länderspiele gegeben.

Hansi Flick: "Raus aus dem Gewohnten"

"Für die Mannschaft ist es schon gut, wenn man mal rauskommt aus dem Gewohnten", sagte Flick, "es herrscht eine andere Atmosphäre, es gibt andere Themen, das kann positiv sein. Nichtsdestotrotz müssen die Spieler ja auch spielen."

Positiver Stress also.

Jeder spielt gerne für seine Nationalmannschaft, so Flick

Positiv für die Bayern: Die von Bundestrainer Joachim Löw nominierten Manuel Neuer, Serge Gnabry, Leon Goretzka, Joshua Kimmich und Leroy Sane sind laut DFB nur für die beiden Partien in der Nations League vorgesehen. Dass der FC Bayern wie Arminia Bielefeld und Werder Bremen seine Spieler nicht in ein Corona-Risikogebiet (für Spanien besteht eine Reisewarnung) fliegen lässt, scheint ausgeschlossen.

"Wir sammeln aktuell Informationen und wägen ab", so Flick: "Es sieht so aus, dass alle zu ihren Nationalmannschaften gehen werden. Jeder Spieler spielt gerne für seine Nationalmannschaft. Wir stehen dem offen und positiv gegenüber."

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Ein Herz für Jogi Löw

Der ehemalige Co-Trainer der Nationalelf hat eben immer noch ein Herz für Bedürfnisse seines ehemaligen Chefs Jogi Löw. Daher versteht er die Verbands-Wünsche - und Zwänge. Ebenfalls gut für Flick und die Bayern: Die Ü30-Leistungsträger wie Thomas Müller, Javi Martínez und Jérôme Boateng können mal eine Woche durchpusten, im Oktober hatte Müller eine Woche Kurzurlaub. Dagegen können die Neuzugänge Alexander Nübel, Buona Sarr, Marc Roca und Rückkehrer Douglas Costa (alle nicht nominiert) sich besser akklimatisieren und gezielt trainieren.

Und er selbst? Wie froh ist Flick, mal durchschnaufen zu können? "Ich habe kein Problem damit, habe ein sehr gutes Trainerteam um mich herum." Wer gewinnt, will keine Pausen.

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