FC-Bayern-Umbruch nach Ü30-Stars: "Ganz schwierige Aufgabe"

Leistungsträger wie Schweinsteiger, Robben und Lahm haben den Herbst ihrer Profikarriere erreicht. Der FC Bayern steht vor einem Umbruch. De Bruyne, Gündogan oder di Maria – Namen werden bereits gehandelt.
| SID/AZ
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Leistungsträger wie Robben (l.), Schweinsteiger und Lahm sind bereits über 30. Diverse Namen werden bereits als Nachfolger gehandelt.
dpa/firo/Augenklick Leistungsträger wie Robben (l.), Schweinsteiger und Lahm sind bereits über 30. Diverse Namen werden bereits als Nachfolger gehandelt.

Stars wie Schweinsteiger, Robben und Lahm haben den Herbst ihrer Profikarriere erreicht. Der FC Bayern steht kurz- und mittelfristig vor einem Umbruch. De Bruyne, Gündogan oder di Maria – schon werden viele Namen gehandelt.

München - Die Frage nach seiner eigenen Zukunft hat Pep Guardiola klar beantwortet. Er werde seinen Vertrag bis 2016 auf jeden Fall erfüllen, betonte der Trainer des FC Bayern vor dem Halbfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den FC Barcelona. heute Abend Doch ansonsten sind beim Rekordmeister mit Blick auf die kommende Saison noch viele Fragen offen.

Das 0:3 im Hinspiel bei Barca hatte die Diskussionen um den Luxus-Kader der Münchner und dessen Altersstruktur angeheizt. Ein Umbruch erscheint angesichts vieler Stars, die die 30er-Grenze schon überschritten haben, kurz- und mittelfristig unabdingbar. Schon werden viele Spieler mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht, Guardiola will sich damit aber angeblich noch nicht befasst haben.

 

Guardiola: "Spreche nicht über irgendwelche Namen"

 

Erst nach dem letzten Bundesligaspiel gegen Mainz und der anschließenden Meisterfeier am Pfingstsonntag werde er sich mit der möglichen Besetzung seiner Mannschaft für 2015/16 beschäftigen, beteuerte Guardiola unlängst. Er habe "jetzt keine Zeit, das zu überlegen". Deshalb spreche er auch nicht über "irgendwelche Namen".

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Dass aber schon einige Kandidaten gehandelt werden, kann der Bayern-Coach nicht verhindern. Auf der Liste stehen angeblich Marco Verratti (Paris St. Germain), Yacine Brahimi (FC Porto), Aleksandar Dragovic (Dynamo Kiew), Ilkay Gündogan (Dortmund), Angel di Maria (Manchester United), Antoine Griezmannn (Atlético Madrid) oder Kevin de Bruyne aus Wolfsburg. Da würden in den kommenden Wochen noch "ganz viele Namen auftauchen", kommentierte Bayern-Präsident Karl Hopfner die Spekulationen gelassen.

 

Beckenbauer: "Guardiola muss sich zum FC Bayern bekennen"

 

Insgesamt 100 Millionen Euro sollen für Veränderungen zur Verfügung stehen. Doch laut Ehrenpräsident Franz Beckenbauer mache ein Umbruch "keinen Sinn, wenn Guardiola vorhat, nur noch ein Jahr zu bleiben. Er muss sich bekennen, dass er über seinen Vertrag hinaus beim FC Bayern bleibt. Das würde die Sache sehr vereinfachen. Denn die Spieler kommen ja auch wegen ihm", sagte der "Kaiser" bei Sky.

So oder so. Für Kapitän Philipp Lahm wartet auf die Bayern-Verantwortlichen um Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Sportvorstand Matthias Sammer auf jeden Fall eine "ganz schwierige Aufgabe". Der FC Bayern müsse sich "jetzt darum kümmern, was danach passiert".

 

Klub-Idol Schweinsteiger nicht unangreifbar

 

Lahm (31) selbst, Bastian Schweinsteiger (30), Franck Ribéry (32), Xabi Alonso (33), Arjen Robben (31), Dante (31), Claudio Pizarro (36) sowie die Ersatzkeeper Tom Starke (34) und Pepe Reina (32) sind bereits jenseits der 30. Bis auf Pizarro sind alle noch mindestens ein Jahr an den Rekordmeister gebunden. Dennoch könnte es auch darüber hinaus schon im Sommer Veränderungen geben. Selbst Klub-Idol Schweinsteiger (Vertrag bis 2016) soll nicht unangreifbar sein. Guardiola wiegelte mit Blick auf die Alterstruktur jedoch bereits ab: "Es gibt Spieler, die mit 34 fitter sind und mehr Leidenschaft haben als ein 25-Jähriger."

Aber schon jetzt ist er bemüht, junge oder jüngere Akteure wie Sebastian Rode, Gianluca Gaudino oder Lucas Scholl heranzuführen. Pierre-Emile Höjbjerg sammelt derzeit als Leihspieler in Augsburg Spielpraxis. Auch der Wechsel von Sinan Kurt von Gladbach nach München sei laut Sammer bereits eine Investition für die Zukunft gewesen.

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Beim FC Bayern stehen intensive Gespräche bevor, wie man Veränderungen im Kader vornimmt, ohne den sportlichen Erfolg zu gefährden. Klar ist, dass dabei an der Kadergröße nicht gerüttelt wird. "Wir haben in den letzten zwei, drei Jahren den Kader sowohl in der Breite als auch in der Spitze vergrößert. Es gibt in der heutigen Zeit keine Alternative dazu, und das wird man auch in der Zukunft weiter so leben müssen", sagte Rummenigge schon vor Wochen.

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