FC Bayern - Uli Hoeneß: Ressourcen der Bundesliga "relativ ausgeschöpft"

Uli Hoeneß glaubt, dass die Bundesliga bei den Fernsehgeldern und im Marketing-Bereich ihr volles Potenzial schon ausgeschöpft hat. Der scheidende Bayern-Präsident sieht das problematisch. Eine Abschaffung der 50+1-Regel würde er begrüßen.
| dpa
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Ex-Präsident des FC Bayern: Uli Hoeneß
Augenklick/Sammy Minkoff Ex-Präsident des FC Bayern: Uli Hoeneß

Uli Hoeneß glaubt, dass die Bundesliga bei den Fernsehgeldern und im Marketing-Bereich ihr volles Potenzial schon ausgeschöpft hat. Der scheidende Bayern-Präsident sieht das problematisch. Eine Abschaffung der 50+1-Regel würde er begrüßen. 

München - Die Bundesliga stößt nach Ansicht des scheidenden Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß auf Dauer an finanzielle Grenzen. "Unsere Ressourcen sind ja relativ ausgeschöpft. Im Bereich Fernsehgelder sehe ich gewisse Probleme auf uns zukommen, auf uns alle", sagte der 67-Jährige im Doppel-Interview der "Berliner Zeitung" mit Union Berlins Klubchef Dirk Zingler.

Auch die Aussichten in anderen Bereichen sind laut dem Münchner Vereinsboss eher bescheiden. "Das gilt auch für das Marketing. Es gibt da nicht mehr so viele Gebiete, die wir neu besetzen können", sagte Hoeneß. "Und bei den Zuschauereinnahmen wachsen wir seit vielen Jahren nicht mehr, weil wir den Zuschauer nicht schröpfen." Hoeneß erläuterte, dass der FC Bayern 12 500 Dauerkarten im Stehbereich für 140 Euro anbiete. "Klubs wie Arsenal nehmen durch ihr Stadion 50, 60 Prozent mehr ein."

Uli Hoeneß hofft auf die Abschaffung der 50+1-Regel

Aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen im internationalen Vergleich geht Hoeneß davon aus, dass die 50+1-Regel in Deutschland fallen wird. Er würde das begrüßen, "weil wir dieses Gerede der anderen leid sind, die immer wieder behaupten, wir wären dagegen, damit kein anderer Verein so viel Geld bekommt".

Mit der nur in Deutschland geltenden 50+1-Regel soll sichergestellt werden, dass Vereine auch dann die Entscheidungsgewalt über ihre Profiabteilungen behalten, wenn sie diese in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert haben. Externe Investoren haben damit keine Chance, über eine Mehrheit der Anteile auch die Kontrolle zu übernehmen.

Zingler hingegen glaubt nicht, dass eine Abschaffung der Regel den Vereinen vergleichbare Voraussetzungen schaffen würde: "Wenn wir die Tore öffnen, ist es doch so, dass der große Investor zum großen Verein, der kleine Investor zum kleinen Verein geht."

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