FC Bayern München: Robert Lewandowski nennt die Gründe für fehlende Fitness

Der Bayern-Torjäger macht die Asien-Reise für die aktuelle Verfassung der Mannschaft verantwortlich. "In der Vorbereitung hatten wir keine Zeit für Training", sagt er. Ancelotti findet das auch.
| Julian Buhl
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Traf beim 3:1 gegen Leverkusen vom Elfmeterpunkt: Robert Lewandowski.
GES/Augenklick Traf beim 3:1 gegen Leverkusen vom Elfmeterpunkt: Robert Lewandowski.

München - Robert Lewandowski hätte derzeit eigentlich allen Grund zur Freude. Der nun 29 Jahre alte Stürmer des FC Bayern hat am heutigen Montag Geburtstag.

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus gehörte via Twitter zu den ersten Gratulanten "der Tormaschine", wie der Ex-Bayern-Kapitän Lewandowski dabei nannte. Und zur Feier des Tages gab es für Lewandowski und seine Teamkollegen nach dem Fanklub- am Sonntag in Coburg (8:1) frei.

Auch sportlich läuft es recht rund bei dem Polen. In Supercup (gegen Dortmund), Pokal (Chemnitz) und Liga (Leverkusen), den ersten drei Pflichtspielen der Saison, gelangen ihm schon wieder vier Treffer.

Beim 3:1 gegen Leverkusen wurde ihm erstmals in der Bundesligageschichte per Videobeweis nachträglich ein Elfmeter zugesprochen, den er souverän verwandelte. Doch so richtig zufrieden wirkt Lewandowski derzeit dennoch nicht.

Jüngstes Beispiel: Nach dem gelungenen, aber mühevollen Ligaauftakt kritisierte er die Asien-Reise des Klubs. "In der Vorbereitung hatten wir keine Zeit für Training. Es gab Reisen, viele Freundschaftsspiele. Das hilft nie!", sagte er: "Jetzt hatten wir zwei Wochen - und nächste Woche noch eine - in denen wir das trainieren konnten, was wir in der Vorbereitung nicht trainiert haben."

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Lewy süß-sauer.

Der Angreifer widersprach damit auch seinen Bossen. "Wir haben alle Ziele komplett erreicht. Großartige Reise, totaler Erfolg, alles wunderbar", hatte etwa Karl-Heinz Rummenigge nach der Reise durch Fernost gesagt. Die Marketingtour bescherte dem Klub wohl Einnahmen in Höhe von 14 Millionen Euro.

Lewandowski versuchte mit seiner Kritik nun die Defizite im Bayern-Spiel zu erklären, die nicht nur ihm missfielen. "Wenn du nicht bei 100 Prozent bist, kannst du nicht pressen, nicht verteidigen, wie du willst", hatte auch sein Trainer Carlo Ancelotti nach der Partie gesagt und damit festgestellt, dass seine Bayern physisch längst noch nicht in Topverfassung sind.

Das Ergebnis waren mit nur 51,3 Prozent ein Negativrekord unser seiner Regie im Ballbesitz, sowie eine Torschussstatistik von 13:19. Beides gibt den Bayern durchaus zu denken – und soll keinesfalls zum Dauerzustand werden.

Treffer aus Standards

Bei solchen Werten und einer derartigen Spielweise kommt nämlich auch ein Weltklassestürmer wie Lewandowski nicht richtig zur Geltung. Gegen Leverkusen hing der lange in der Luft, wurde kaum in die Angriffe der Bayern eingebunden.

Keiner der drei Treffer fiel aus dem Spiel heraus. Über mangelnde Unterstützung seiner Teamkollegen hatte sich Lewandowski bereits beschwert, nachdem er das Wettschießen um die Torjägerkanone gegen Borussia Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang mit 30:31-Ligatreffern verloren hatte.

"Ich war nicht wirklich zufrieden, wie mein Team mir geholfen hat. Über die Einstellung war ich enttäuscht und verärgert", sagte der Bayern-Angreifer vor ein paar Wochen. Auch von Ancelotti habe es keine "Unterstützung und keinen Appell" gegeben, ergänzte sein Berater Maik Barthel damals.

"Wir müssen noch einige Sachen verbessern. Wir waren nicht kompakt genug, dürfen dem Gegner nicht so viel Platz geben", sagte Lewandowski nun. Hoffnung auf Besserung ist für den Angreifer aber bereits in Sicht. "Es ist jetzt noch ein Spiel bis zur Länderspielpause", sagte er: "Wir haben viele gute Spieler, die dann zurückkommen."

Und mit ihnen möglichst auch die Dominanz, die den Bayern derzeit abhanden gekommen ist.

Lesen Sie hier: Das altbekannte Bayern-Phänomen

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