FC Bayern München: Jupp Heynckes erklärt, wie das Triple möglich ist

Der FC Bayern hat die 28. deutsche Meisterschaft schnell abgehakt. Jetzt richtet sich der Blick der Münchner nur noch auf Champions League und DFB-Pokal.
| SID
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Hört zum Ende der Saison beim FC Bayern auf: Trainer Jupp Heynckes.
Andreas Gebert/dpa Hört zum Ende der Saison beim FC Bayern auf: Trainer Jupp Heynckes.

München - Von Meisterlaune war nichts zu spüren. Nach einer kurzen Party, die eigentlich keine war, gingen die Stars des FC Bayern beim Training am Sonntag und Montag wieder routiniert und fokussiert zur Tagesordnung über. "Das Karussell dreht sich ja noch weiter", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach dem 28. deutschen Meistertitel, dem sechsten in Folge, mit Blick auf Champions League und DFB-Pokal.

Bereits am Mittwoch (20:45 Uhr/ZDF, Sky und im AZ-Liveticker) wollen die Münchner in der Königsklasse die Weichen nach dem 2:1 im Hinspiel gegen den FC Sevilla auf Halbfinale stellen. Am 17. April geht es im Pokal bei Bayer Leverkusen um den Einzug ins Finale in Berlin (19. Mai).

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"Wir wollen weitermachen, wir wollen in den ausstehenden Wettbewerben ganz weit kommen. Der Hunger ist sehr groß. Wir haben noch ein bisschen was vor", sagte Kapitän Thomas Müller bestimmt und ergänzte: "Wir haben schon das Gefühl, dass da was drin ist." Man wolle "mitnehmen, was mitzunehmen ist", betonte Rummenigge.

Jupp Heynckes führte die Mannschaft wieder zusammen

Beim FC Bayern blühen im Frühjahr 2018 analog zu 2013 die Triple-Träume. Doch ausgerechnet Erfolgstrainer Jupp Heynckes, der die Bayern nach seiner Amtsübernahme im vergangenen Oktober überhaupt erst wieder in die Spur gebracht hat, will in die allgemeine Euphorie nicht einstimmen. "Es wäre eine Sensation, wenn wir die Champions League gewinnen würden", sagte der 72-Jährige im kicker angesichts hochkarätiger Konkurrenten wie Titelverteidiger Real Madrid oder FC Barcelona eher zurückhaltend.

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Natürlich gehöre es "zur DNA, also der Tradition des FC Bayern, dass man immer den größtmöglichen Erfolg anstrebt", so Heynckes weiter, "das müssen wir versuchen. Ob es gelingt? Ich weiß es nicht. Abwarten."

Abwarten – weiter hart arbeiten und vor allem zusammenstehen, das ist Heynckes' Marschroute. Er habe unlängst der Mannschaft in einer "Grundsatzrede" erklärt, "dass wir ohne absoluten Teamgeist keine Chance haben würden. Wir müssen optimal zusammenarbeiten, ohne jeden Egoismus. Ich habe das Gefühl, ich habe sie erreicht. Wir brauchen alle", sagte er.

Heynckes scheint es in der Tat gelungen zu sein, die Stars auf die großen Ziele einzuschwören. Selbst Arjen Robben hatte sich beim Hinspiel in Sevilla klaglos auf die Bank gesetzt. Auch sonst herrscht öffentlich Ruhe.

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Einzige Gesprächsthemen außerhalb des rein sportlichen Bereichs: die Trainer-Frage sowie die Zukunft von Robben (34) und Franck Ribéry (35). Zumindest bei den Altstars zeichnet sich angeblich eine Lösung ab – beide sollen ein weiteres Jahr in München bleiben. Noch in dieser Woche wird eine Entscheidung erwartet.

"Wir haben mit Franck und Arjen, seitdem sie hier sind, Riesenerfolge gefeiert. Wir wissen schon, das richtig einzuordnen. Sie spielen erstklassig", sagte Rummenigge am Wochenende. Was dann gegen eine Vertragsverlängerung spreche? "Nicht viel."

Noch weniger spricht übrigens für ein Aus der Bayern im Viertelfinale gegen Sevilla. 91 Mannschaften gewannen in der Champions League und im Landesmeister-Cup auswärts bisher mit 2:1 – 86 kamen weiter.

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