FC Bayern: Gewinner und Verlierer des Trainingslagers

Schweinsteiger kann sich endlich ohne Schmerzen vorbereiten, Weiser startet durch. Dagegen pausiert Benatia – und Müller hat Probleme sprachlicher Art. Die Gewinner und Verlierer des Bayern-Trainingslagers.
| Patrick Strasser
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Kommt jetzt der Durchbruch? Mitchell Weiser.
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Leidet immer noch unter Rückenproblemen: Verteidiger Medhi Benatia.
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Holger Badstuber ist zurück im Mannschaftstraining.
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Schweinsteiger kann sich endlich ohne Schmerzen vorbereiten, Weiser startet durch. Dagegen pausiert Benatia – und Müller hat Probleme sprachlicher Art. Die Gewinner und Verlierer des Bayern-Trainingslagers.

Doha, München - Champagner anstoßen auf Pep Guardiolas 44. Geburtstag? Oder mit einem feinen Rioja? Nichts zu machen. Der Crew der Lufthansa-Sondermaschine war es nicht gestattet, einen Tropfen Alkohol ins Königreich Saudi-Arabien einzuführen oder mit an Bord zu haben bei der Abreise. Eine Torte als Geschenk aber hatte man für den Bayern-Trainer vorbereitet.

Das Präsent für seine Spieler nach acht Tagen Trainingslager in Katar und dem Stopover-Kick ohne Übernachtung in Riad gegen Al Hilal: ein freier Sonntag nach der Landung um 5.44 Uhr. Die nächste Trainingseinheit an der Säbener Straße – dann bei bis zu 20 Grad weniger – findet am Montagnachmittag statt.

Die AZ bilanziert die neun Tage Wüstentrip inklusive des 4:1 im Test am Samstag gegen den saudi-arabischen Rekordmeister Al Hilal, der gehobenes Zweitliga-Niveau hatte. Wer konnte sich elf Tage vor dem Rückrundenauftakt beim VfL Wolfsburg (Freitag, 30. Januar) als Gewinner fühlen und wer hat etwas den Anschluss verloren?

Die Gewinner

Mitchell Weiser:
Der 20-Jährige spielte gegen Al Hilal über 90 Minuten, was bei neun Wechseln sonst nur Dauerspieler Juan Bernat durfte. Weiser, vor zweieinhalb Jahren als großes Talent vom 1. FC Köln gekommen, galt als gescheitert. Sportvorstand Matthias Sammer: „Bei ihm hat es klick gemacht.“ Weiser selbst hörte: „Es hat Boom gemacht.“ Wie auch immer: Er kämpft um einen neuen Vertrag, der bisherige endet am 30. Juni.

Xabi Alonso:
Erstmals genoss der 33-Jährige eine Winterpause – das kannte der Spanier nicht aus seiner Zeit beim FC Liverpool und Real Madrid. „Es gefällt mir. Wir konnten die Beine und den Kopf erfrischen, jetzt sind wir zurück auf dem Platz und bereiten uns auf die zweite, die entscheidende Saisonhälfte vor“, sagte Alonso zu „fcb.de“.

Bastian Schweinsteiger:
Der Vizekapitän konnte eine gezielte Vorbereitung ohne Verletzung und Schmerzen absolvieren. „Ich bin froh, dass die Geschichte mit dem Knie und dem Sprunggelenk vorbei ist“, erzählte der 30-Jährige in Doha. „Mein Nase sagt, er wird super spielen, sehr gut“, prophezeite Guardiola und meinte damit nicht nur Schweinsteigers Golfkünste, die er in Doha mit Thomas Müller und Ersatztorhüter Pepe Reina verbesserte.

Alaba/Badstuber:
Beide konnten während der Reise ihr Comeback feiern. Erst Holger Badstuber nach seinem Muskelsehnenriss. Wegen muskulärer Beschwerden musste er zwar auf den Test in Riad verzichten, ist aber zurück im Mannschaftstraining. Guardiola lobte ihn: „Es gibt wenige Verteidiger mit Holgers Qualität.“

David Alaba kam gegen Al Hilal eine halbe Stunde zum Einsatz, sein Innenbandriss im Knie ist vergessen. „Wenn nötig, könnte er morgen ein Champions-League-Finale spielen“, so der Trainer.

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Die Verlierer

Medhi Benatia:
Der Marokkaner konnte in Riad nur zuschauen, wenigstens ein paar Sprintübungen mit einem der Physiotherapeuten absolvieren. „Schade für Medhi, dass er nicht alle Einheiten mitmachen konnte. Er hat ein Problem mit dem Rücken, es wird aber besser“, sagte Guardiola. Vorerst hat der Abwehrspieler den Anschluss verloren im Kampf um einen Stammplatz gegen Dante/Badstuber.

Rafinha:
Auch für ihn wird es eng in Sachen Rückrunden-Beginn. Weiser (siehe oben) macht ihm plötzlich Druck auf der rechten Seite. Und ab März wird Kapitän Philipp Lahm nach seiner Fußbruch-Reha zurückerwartet.

Pepe Reina:
Der Spanier hat mit seiner Frau Yolanda (seit 2006 ein Paar) bereits vier Kinder: Grecia, Alma, Luca, Thiago. Nun kam mit Sira die nächste Tochter zur Welt. Mit dem Heimflug hat es nicht ganz geklappt, der Torhüter konnte die Geburt lediglich via „Facetime“ live mitverfolgen. Erst danach gewährte ihm Trainer Guardiola den Heimflug.

Kilian Müller-Wohlfahrt:
Bei einem Spaßkick mit Betreuern der Bayern brach sich der neue Arzt des Klubs die Hand. Der Sohn von Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt musste Mitte letzter Woche vorzeitig abreisen. Ironie des Schicksals.

Thomas Müller:
Bei Xabi Alonso, dem Basken, beißt der Bayer (noch?) auf Granit. Zwar sei Müller, so der Baske, für ihn der beste Deutsch-Lehrer im Team – kein Wunder bei der Sprech-Frequenz von „Radio Müller“. Und doch kommt er mit der Dialekt-Lehre nicht weit bei Alonso, der sagt: „Schritt für Schritt. Erst Deutsch, dann Bairisch.“

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