FC Bayern gegen AEK Athen: Joshua Kimmich motiviert wie einst Oliver Kahn

Joshua Kimmich geht voran: Wie damals Oliver Kahn fordert der Bayern-Star vor dem Champions-League-Spiel gegen AEK Athen: "Wir müssen wieder mit Eiern ins Spiel gehen."
| Patrick Strasser
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Vertraute beim FC Bayern: Niko Kovac (li.) und Joshua Kimmich.
imago/MIS Vertraute beim FC Bayern: Niko Kovac (li.) und Joshua Kimmich.

München - Das Experiment ist nicht gescheitert, aber vorläufig beendet. Nach nur einem Spiel. Joshua Kimmich wird vorerst beim FC Bayern nicht mehr als Sechser im zentralen Mittelfeld auflaufen, sondern schon gegen AEK Athen an diesem Mittwoch (21 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) wieder auf seine angestammte Position als rechter Außenverteidiger rücken.

Joshua Kimmich: Spiele nicht zu häufig

Der 23-Jährige präsentierte sich am Dienstagnachmittag im Presseraum der Allianz Arena mit wachsendem Oberlippenbart und üppiger Selbstkritik. Mit seiner Leistung beim 1:1 gegen Freiburg, als Kimmich überraschend ins Zentrum beordert wurde, war er ganz und gar nicht zufrieden. "In dreieinhalb Jahren FC Bayern war das mein schwächstes Spiel."

Was laut eigener Aussage nicht daran liegt, dass der Dauer(b)renner zu häufig spielt. "Ich bin physisch topfit und habe nicht das Gefühl, dass ich eine Pause brauche." Lediglich letzte Woche im Pokal beim SV Rödinghausen (2:1) stand Kimmich in dieser Saison – ob bei Bayern oder der Nationalelf – nicht in der Startelf.

Hinweis von Niko Kovac

Dass er gegen Athen zurück auf die Rechtsverteidiger-Position rückt, verriet Coach Niko Kovac indirekt: "Joshua kann das sicherlich besser. Das weiß er, das weiß ich auch. Aber das heißt nicht, dass er auf dieser Position nicht mehr spielen wird." Erst einmal jedoch nicht. Über seine Präferenzen sagte Kimmich: "Mir ist es wirklich ganz egal, wo ich spiele. Ich weiß nur, dass ich so eine Leistung wie am letzten Samstag nicht noch einmal zeigen möchte." Er verwies darauf, dass die Entscheidung über seine Position der Trainer treffe, versprach jedoch: "Egal auf welcher Position ich spiele: Es wird besser!"

Der Weg dahin ist noch weit, dennoch gilt Kimmich als Typ, der eine Gruppe führen möchte, dessen natürlicher Werdegang ihn zur Kapitänsbinde bei Bayern und im DFB-Team führen wird. "Joshua geht selbstkritisch mit sich um", meinte Trainer Kovac, "das ist der beste Weg, um ein ganz Großer zu werden. Wir wissen aus unserer Erfahrung, dass Selbstkritik ein wichtiger Charakterzug für die Entwicklung eines Spielers ist. Darüber freue ich mich." (Lesen Sie auch: Kovac lacht, als er auf Müllers Frau angesprochen wird)

Joshua Kimmich stützt Niko Kovac

Wie sicherlich auch über Kimmichs Worte, die den Trainer stützen. "Die Mannschaft steht absolut hinter Niko Kovac. Ich habe schon drei Mal gesagt, dass der Trainer nichts dafür kann, wenn wir das Spiel gegen Freiburg nicht über die Zeit bringen." Sein Rezept für erfolgreicheren Fußball klingt simpel, trifft aber den Kern: "Wir müssen unsere Torchancen besser nutzen und das eigene Tor besser verteidigen. Das hat nichts mit dem Trainer zu tun. Die Basis für Selbstvertrauen ist immer Leistung. Die Ergebnisse kommen dann von allein."

Kimmich selbst will vorangehen. Vor dem Duell mit Athen übt er sich nicht in Floskeln über die Ach-so-guten-Gegner. Er sagt: „Wir sind haushoher Favorit, wir wollen die Gruppe gewinnen, das ist doch klar.“ Erfrischend klar. Erfreulich ehrlich. Mit einer Prise Titan.

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