FC Bayern: Die Gewinner und Verlierer des Bundesliga-Gipfels

Bei der 5:0-Gala des FC Bayern im Ligagipfel gegen Borussia Dortmund spielen sich einige Münchner mit starken Leistungen in den Vordergrund – andere nicht. Die AZ nennt die Gewinner und Verlierer.
| Julian Buhl
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Lust und Frust: Während Hummels (l.) gegen den BVB überzeugt, sitzt James (r.) auf der Bank.
firo/R’steiner/AK/dpa Lust und Frust: Während Hummels (l.) gegen den BVB überzeugt, sitzt James (r.) auf der Bank.

München - Die wichtigste Erkenntnis, die der FC Bayern aus der Machtdemonstration am Samstag gegen Borussia Dortmund mitgenommen hat, ist wohl die, dass man es jetzt wieder in der eigenen Hand hat, Meister zu werden.

Mit der 5:0-Watschn verdrängten die Münchner den BVB wieder von der Tabellenspitze und haben vor den letzten sechs Ligaspielen einen Punkt Vorsprung. Dass es für die Bayern endlich mit einem Sieg – und zwar mit einem derart deutlichen – in einem großen Spiel klappte, hatte freilich Gründe. Einige davon tragen sogar Namen.

Die AZ nennt die Gewinner und die Verlierer des Ligagipfels:

Die Gewinner des FC Bayern

Mats Hummels: Der Ex-Nationalspieler war in dieser Saison mit ungewohnten Patzern aufgefallen, aber auch mit einer Topleistung beim 0:0 in Liverpool. Gegen seinen Ex-Klub setzte er noch mal einen drauf. Er verteidigte souverän und hatte die absolute Lufthoheit. Mit seinem Kopfballtor zum 1:0 leitete er die Bayern-Gala ein. "Ich finde Konkurrenzkampf etwas sehr, sehr, sehr Schönes", sagte er, bei Sky auf die Verpflichtung von 80-Millionen-Mann Lucas Hernández angesprochen. Es sei "eine gute Sache, wenn man sich gegenseitig zur Höchstleistung pushen muss".

Javi Martínez: Bayerns Mann für besondere Aufgaben stabilisierte die Defensive als Sechser. Zur Krönung seiner Leistung zirkelte er den Ball zum 3:0 ins Tor und wurde von den Zuschauern mit Standing Ovations gewürdigt. Zuletzt hatte Niko Kovac noch darüber geklagt, keinen Sechser der Kategorie N’Golo Kanté im Kader zu haben. "Das ist sicherlich eine Alternative in den nächsten Wochen", sagte der Bayern-Coach nun über die Aufstellung mit Martínez als Abräumer.

Thomas Müller: Er wuselte wie zu besten Zeiten in den freien Räumen herum – und Sturmpartner Robert Lewandowski profitierte sichtlich davon. Müller zeigte, warum sein Fehlen in den Liverpool-Spielen (Rotsperre) die Bayern durchaus schwächte. "Ein sehr vielseitiger Spieler, der für den Gegner nicht greifbar ist", sagt Kovac über ihn: "Er will überall helfen – offensiv wie defensiv – das macht ihn so wertvoll."

Robert Lewandowski: Der Pole zeigte es seinen Kritikern und lieferte endlich auch mal wieder in einem großen Spiel ab. Mit seinem Doppelpack (Tor 200 und 201) schoss er sich auch noch in die Bundesligageschichtsbücher.

Die Verlierer des FC Bayern

Jérôme Boateng: Der Abwehrspieler stand gegen den BVB keine einzige Minute auf dem Feld. Kovac führte dem Weltmeister von 2014 seinen Status als Nummer drei in der Innenverteidigung hinter Hummels und Niklas Süle mal wieder deutlich vor Augen. Der Abschied des 30-Jährigen vom FC Bayern im Sommer steht laut "SZ" bereits fest. Seine umstrittene Party im P1 am Abend des Topspiels kam bei den Bayern-Bossen nicht gut an.

James: Der Kolumbianer und Kovac schienen sich im Verlauf der Rückrunde eigentlich angenähert zu haben. James stand fast immer in der Startelf – auch in den wichtigen Spielen gegen Liverpool. Gegen den BVB musste er nun aber für Thomas Müller weichen. Das dürfte dem heißblütigen Südamerikaner nicht gefallen.

Leon Goretzka: Der eigentlich formstarke Nationalspieler passte gegen den BVB nicht in Kovacs taktisches Konzept. Er bekam aber immerhin noch 13 Minuten als Einwechselspieler.

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