FC Bayern: Benjamin Pavard will ins Zentrum - zieht es ihn deshalb nach Spanien?

Benjamin Pavard gehört seit seiner Verpflichtung zum Stammpersonal, ist aber noch immer umstritten. Der FC Bayern soll bereits auf der Suche nach einem neuen Rechtsverteidiger sein. Nun kommen Gerüchte um einen Abgang des Weltmeisters auf - Real und Atlético sollen locken.
| Bernhard Lackner
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Benjamin Pavard steht beim FC Bayern noch bis 2024 unter Vertrag.
Benjamin Pavard steht beim FC Bayern noch bis 2024 unter Vertrag. © IMAGO / Avanti

München - Wie geht es weiter mit Benjamin Pavard? Seit zweieinhalb Jahren läuft der Weltmeister von 2018 mittlerweile für den FC Bayern auf und steht seitdem regelmäßig in der Startelf. Wirklich unumstritten war der Franzose in München aber nie.

Auch im Verlauf der Vorrunde stand der 25-Jährige immer wieder in der Kritik. Nach seiner Sprunggelenksverletzung zu Saisonbeginn suchte Pavard lange nach seiner Form. Bei Teilen der Fans genießt er ohnehin nicht das höchste Standing, wie sich beim Champions-League-Spiel gegen Dynamo Kiew im Dezember zeigte, als Zuschauer ein Plakat mit der Aufschrift "Pavard = Kreisliga!" in der Allianz Arena aufhingen.

Dieses Plakat hingen Zuschauer beim Champions-League-Spiel gegen Dynamo Kiew auf.
Dieses Plakat hingen Zuschauer beim Champions-League-Spiel gegen Dynamo Kiew auf. © IMAGO / MIS

Benjamin Pavard litt während der Pandemie unter seiner Einsamkeit

Das Urteil der Öffentlichkeit ist hart, das musste der im nordfranzösischen Maubeuge geborene Abwehrspieler in der Hinrunde schmerzhaft erfahren. Wie er Anfang Dezember bemerkenswert offen gegenüber dem "kicker" erzählte, lagen seine Formschwankungen auch an seiner privaten Situation. "Mit Beginn der Pandemie war es nicht so einfach für mich, weil ich allein war und hier auch allein wohne. Ich habe während dieser Zeit meine Freunde und meine Familie vermisst", so der Franzose: "Dass es mir privat nicht gut ging, hat sich auf dem Rasen gezeigt und in meiner Leistung widergespiegelt."

Seinen Stammplatz hat Pavard bei den Bayern dennoch sicher, wirklich zufrieden scheint er mit seiner Rolle aber nicht zu sein. Mangels Alternativen muss der 25-Jährige regelmäßig auf der Rechtsverteidigerposition ran, dabei fühlt er sich auf seiner gelernten Position im Zentrum deutlich wohler.

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FC Bayern: Benjamin Pavard will ins Zentrum - hat dort aber keinen Platz

"Meine beste Position ist in der Innenverteidigung, das war schon immer so", stellte er zuletzt einmal mehr klar. "Natürlich spiele ich für die Mannschaft dort, wo ich ihr am meisten helfe. Aber es gefällt mir sehr, als Innenverteidiger zu spielen." Dort liegen jedoch Dayot Upamecano, Lucas Hernández und Niklas Süle in der Hackordnung vor ihm, dazu kommt Defensiv-Juwel Tanguy Nianzou.

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Zwar wird Süle die Bayern im Sommer womöglich nach Vertragsablauf verlassen, ein Ersatz für den Nationalspieler würde dann aber wohl von Extern kommen. Schon seit Monaten wird der Rekordmeister mit diversen Innenverteidigern in Verbindung gebracht. Neben Antonio Rüdiger (FC Chelsea) und Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach) wurde den Bayern zuletzt auch Interesse an Nico Schlotterbeck vom SC Freiburg nachgesagt. Dass Pavard in absehbarer Zeit auf seine Wunschposition rücken darf, scheint daher unwahrscheinlich.

Real und Atlético Madrid sollen an Benjamin Pavard interessiert sein

Dies nährte jüngst auch die Gerüchte um einen vorzeitigen Abgang des Franzosen, der in München noch einen Kontrakt bis 2024 besitzt. Laut dem Portal "fijaches.net" sollen die beiden spanischen Schwergewichte Real und Atlético Madrid Interesse zeigen und mit einem Platz in der Innenverteidigung locken. Die Bayern wären demnach bei einem entsprechenden Angebot - im Raum steht eine Summe von 35 Millionen Euro - gesprächsbereit.

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Die Rechtsverteidigerposition müssten sie dann extern besetzen, da Bouna Sarr und der gelernte Innenverteidiger Josip Stanisic entweder nicht das nötige Niveau (Sarr) oder nicht das von Trainer Julian Nagelsmann gewünschte Profil eines schnellen und offensivstarken Außenverteidigers mitbringen (Stanisic).

FC Bayern: Erneute Gerüchte um Sergino Dest vom FC Barcelona

In diesem Zusammenhang fiel zuletzt immer wieder der Name Sergino Dest. Der US-Nationalspieler wurde schon im Sommer vergangenen Jahres mit den Münchnern in Verbindung gebracht und saß sogar schon bei einem Heimspiel in der Allianz Arena auf der Tribüne. Damals entschied er sich jedoch für einen Wechsel zum FC Barcelona. Da die Katalanen dringend auf Einnahmen angewiesen sind, soll er dort aber schon wieder auf der Streichliste stehen. Laut dem Berater des 21-Jährigen liegen mehrere Angebote vor.

Angesprochen auf einen möglichen Wechsel reagierte Pavard zuletzt ausweichend. "Ich denke nicht an die Zukunft", meinte der 25-Jährige gegenüber der "L'Equipe": "Was ich will, ist Titel zu gewinnen. Ich habe meinen Namen in die Erfolgsliste des Klubs geschrieben. Ich habe Lust, meine Geschichte zu prägen und Spuren zu hinterlassen." Auf seiner Wunschposition wird er das aber wohl nicht tun können.

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