FC Bayern: Ausgezeichnet! Manuel Neuer hat noch einen großen Wunsch in seiner Karriere

Ministerpräsident Markus Söder zeichnet Torwart Manuel Neuer mit dem bayerischen Verdienstorden aus. "Ich habe meine Wurzeln nicht vergessen, habe hier aber meine zweite Heimat gefunden."
| Julian Buhl
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Manuel Neuer erhält von Ministerpräsident Markus Söder den Bayerischen Verdienstorden.
Manuel Neuer erhält von Ministerpräsident Markus Söder den Bayerischen Verdienstorden. © IMAGO / Sven Simon

München – Gemeinsamkeiten zwischen Markus Söder und Armin Laschet sind nicht gerade einfach zu finden. Das wurde nicht zuletzt beim Ringen um die Kanzlerkandidatur der CDU/CSU noch mal mehr als deutlich.

Als Söder bewusstwurde, dass die beiden nun eine Parallele mehr haben, musste der bayerische Ministerpräsident grinsen und sagte: "Faszinierend, dass Manuel Neuer ein verbindendes Element zwischen Armin Laschet und mir ist."

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Söder: Neuer gehört zu "den deutschen Fußball-Legenden"

Söder kam dieser Gedanke, nachdem er Neuer gestern Nachmittag im Marmorsaal des Prinz-Carl-Palais den bayerischen Verdienstorden verliehen hatte. Den des Landes Nordrhein-Westfalen hatte der Torhüter des FC Bayern bereits 2019 erhalten – richtig, von Laschet. Söder sprach vom "bayerischen Champions-League-Orden", als er Neuer das Malteserkreuz und die Urkunde überreichte: "Sie ehren uns Bayern mit Ihrem Engagement." Er würdigte den Nationaltorhüter als große Persönlichkeit weit über seine Leistungen als Fußballer hinaus.

Der 35-Jährige sei "leistungsorientiert und zugleich bodenständig", so Söder, der von Neuer als menschlichem und fußballerischem "Vorbild für Millionen" sprach. Die 3G-Regel bei Neuer laute: "Gehalten, gehalten, gehalten." Söder zählte die Erfolge mit dem Höhepunkt des WM-Titels 2014 auf und Neuer damit bereits jetzt "zu den ganz großen deutschen Fußballlegenden“.

Ihn beeindrucke aber auch die "Zivilcourage" beim Einsatz für Menschenrechte und gegen Ausgrenzung. Neuer war im Sommer als Kapitän auch beim EM-Spiel gegen Ungarn in München mit der Regenbogenbinde aufgelaufen. Von der Uefa hätte sich Söder damals eine ähnliche Haltung gewünscht, wie er sagte. Söder lobte auch Neuers Engagement für hilfsbedürftige Kinder, etwa mit der 2010 gegründeten "Manuel Neuer Kids Foundation".

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Lewandowski: "Habe hier meine zweite Heimat gefunden"

"Als Westfale habe ich meine Wurzeln nicht vergessen, aber ich fühle mich mittlerweile auch als Bayer und habe hier meine zweite Heimat gefunden" sagte Neuer, der 2011 vom FC Schalke nach München "zum weltbesten Verein" gewechselt war. Damals habe er zu seinen einstigen Teamkollegen Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger "wirklich aufgeschaut". Auch deshalb sei es nun eine "besondere Ehre", ihnen als Träger des bayerischen Verdienstordens zu folgen. Die Zahl derer darf 2000 lebende Personen nicht überschreiten – auch Thomas Müller, Lothar Matthäus und Franz Beckenbauer gehören zu dem Kreis.

Die Mitgliedschaft darin bringt so manche Privilegien mit sich, unter anderem kostenlose Schiffsrundfahrten auf dem Tegernsee, wie Söder betonte. Er habe die Schiffe schon häufig gesehen, sei aber noch nie damit gefahren, sagte Neuer, der am Tegernsee wohnt, und ergänzte mit einem Augenzwinkern, dass er dafür nun aber nicht von seinem Orden Gebrauch machen wolle.

Neuer möchte nochmal Weltmeister werden

Neuer will sich zunächst ohnehin weiter auf seine hohen sportlichen Ziele konzentrieren. "Noch mal Weltmeister zu werden, ist etwas, das auf meiner To-do-Liste steht", sagte er, "das ist ein wichtiges Ziel für uns als Mannschaft und für mich als ehrgeizigen Torwart."

Auch Söder hat seine politischen Ziele mit der Union vor der am Sonntag anstehenden Bundestagswahl übrigens längst noch nicht aufgegeben. Die verglich er mit einem Fußballspiel. "Wir lagen lange hinten, jetzt auch noch. Wir holen aber auf“, sagte er, "und in den letzten fünf Minuten wird es jetzt ganz knapp." Man stürme "geschlossen und gemeinsam" und er hoffe, "dass wir am Sonntag ein bisschen wie Manchester United 1999 gegen den FC Bayern sind." United drehte damals bekanntlich ein 0:1 in der Nachspielzeit noch zum 2:1 – und wurde Champions-League-Sieger. Bei Bayern stand aber auch kein Manuel Neuer im Tor. 

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