Er soll ein Mega-Handgeld fordern: Vergrault Supertalent Eichhorn den FC Bayern?

Der FC Bayern ist einer von zahlreichen Top-Klubs, die Interesse an Supertalent Kennet Eichhorn zeigen. Einem Bericht zufolge fordert der Mittelfeldspieler von Hertha BSC allerdings ein Handgeld von zehn Millionen Euro. Borussia Dortmund soll sich daher bereits aus dem Poker verabschiedet haben.
von  Bernhard Lackner
Kennet Eichhorn von Hertha BSC gilt als eines der größten Mittelfeld-Talente Europas und steht auch beim FC Bayern auf dem Zettel.
Kennet Eichhorn von Hertha BSC gilt als eines der größten Mittelfeld-Talente Europas und steht auch beim FC Bayern auf dem Zettel. © IMAGO/Michael Taeger

Ob er sich damit nicht verzockt? Laut einem Bericht der "Sport Bild" fordert Kennet Eichhorn, an dem neben dem FC Bayern auch zahlreiche weitere Spitzenklubs aus dem In- und Ausland Interesse zeigen, im Falle eines Wechsels ein Handgeld von satten zehn Millionen Euro – und das, obwohl der 16-Jährige in seiner noch jungen Karriere gerade einmal 17 Zweitligaspiele absolviert hat!

Die Spielerseite begründet ihre Mega-Forderung demnach damit, dass die in seinem Vertrag mit Hertha BSC verankerte Ausstiegsklausel deutlich unter seinem Marktwert liegt. Diese beläuft sich laut "Sport Bild" für Bundesliga-Topklubs auf neun Millionen Euro und liegt für Klubs, die nicht für die Champions League qualifiziert sind, noch einmal darunter. Eichhorns Marktwert wird vom Portal "transfermarkt.de" aber bereits auf 20 Millionen Euro taxiert. Die entsprechende Differenz wollen sich Eichhorn und seine Berater wohl als Handgeld auszahlen lassen.

Dortmund soll sich bereits aus Eichhorn-Poker verabschiedet haben

Bei einigen interessierten Vereinen kommt dies überhaupt nicht gut an. Mit Borussia Dortmund soll sich bereits der erste Klub aus dem Poker um das 16-jährige Supertalent verabschiedet haben. Wenn für ihn die sportliche Entwicklung im Vordergrund stehe, könne er zum BVB kommen. Lege er mehr Wert aufs Geld, sei er bei den Schwarz-Gelben falsch, so die Meinung der Verantwortlichen.

Sollte sich die Mega-Forderung bewahrheiten, wird man auch an der Säbener Straße die Augenbrauen hochziehen. Die immer höher steigenden Handgelder für Spieler werden bei den Bayern schon seit längerem kritisch gesehen, insbesondere Ehrenpräsident Uli Hoeneß sind diese sogenannten "Signing Fees" ein Dorn im Auge, weshalb sogar die Zukunft von Sportvorstand Max Eberl in der Schwebe ist.

FC Bayern: Eberl steht wegen Handgeld-Zahlungen in der Kritik

Der 52-Jährige hatte unter anderem bei den Vertragsverlängerungen mit Alphonso Davies, Jamal Musiala oder Dayot Upamecano hohen Handgeld-Zahlungen zugestimmt, was im mächtigen Aufsichtsrat überhaupt nicht gut ankam. Ob Eberls 2027 auslaufender Vertrag verlängert wird, ist daher noch unklar. Hoeneß bezifferte die Chancen darauf zuletzt gegenüber dem "Spiegel" auf "60:40 Prozent".

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Dass der Rekordmeister Eichhorn genau im Blick hat, hat Eberl kürzlich bestätigt. "Ich finde, wenn du Kenny Eichhorn siehst – und der FC Bayern würde sich damit nicht beschäftigen –, dann würden wir unseren Job nicht machen", sagte der Sportchef der Münchner vor anderthalb Wochen, schob aber nach: "Jetzt muss man gucken, ob das reinpasst und was die Vorstellung von ihm und seinem Management ist. Ob das dann passiert, ist was ganz anderes."

Eichhorn gilt als Supertalent, doch braucht Bayern ihn überhaupt?

Eichhorns sportliche Qualitäten und sein riesiges Potenzial sind jedenfalls unbestritten. Der zentrale Mittelfeldspieler gilt als eines der größten Talente Europas und besticht durch starke Technik, gute Zweikampfführung und hervorragende Übersicht. Neben den Bundesligisten Bayer Leverkusen, VfB Stuttgart und RB Leipzig sollen mit dem FC Liverpool, Manchester City und Champions-League-Finalist FC Arsenal gleich mehrere Schwergewichte aus der Premier League Interesse an einer Verpflichtung zeigen.

Inwiefern die Bayern bei Eichhorn Ernst machen, wird sich zeigen. Im Mittelfeld sind die Münchner trotz des Abgangs von Leon Goretzka mit Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlović, Tom Bischof sowie den Leih-Rückkehrern Noel Aseko (zuletzt Hannover 96) und Arijon Ibrahimovic (1. FC Heidenheim) Stand jetzt qualitativ und quantitativ gut aufgestellt.

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