Elfmetertöter Sven Ulreich hält Arbeitssieg des FC Bayern München fest

Vorne trifft Müller, hinten hält Ulreich seinen Kasten sauber - selbst beim Elfer. Der FC Bayern geht mit dem dritten 1:0-Sieg in Serie in die Bundesliga-Pause. Jetzt gilt: Volle Konzentration auf den Pokalhit gegen Dortmund.
| dpa
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DER Moment des Spiels: Sven Ulreich hält in der Schlussminute den Elfmeter von Stuttgarts Chadrac Akolo (links).
Marijan Murat/dpa DER Moment des Spiels: Sven Ulreich hält in der Schlussminute den Elfmeter von Stuttgarts Chadrac Akolo (links).

Stuttgart - Herbstmeister FC Bayern hat sich mit einem glücklichen Arbeitssieg in die Bundesliga-Pause verabschiedet und sich nur schleppend für den Pokal-Hit gegen Borussia Dortmund aufgewärmt.

Vier Tage vor dem abschließenden Höhepunkt des Fußball-Jahres 2017 siegte die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes dank eines späten Treffers von Thomas Müller (79. Minute) mit 1:0 (0:0) beim VfB Stuttgart. In der letzten Minute der Nachspielzeit vergab der VfB die Riesenchance auf den Ausgleich, als Chadrac Akolo einen Foulelfmeter nach Videobeweis am Ex-Stuttgarter Sven Ulreich scheiterte.

Da der FC Schalke 04 parallel bei Eintracht Frankfurt nur ein Remis erzielte, bauten die Münchner ihre ohnehin komfortable Tabellenführung vorerst auf elf Punkte aus. Die Schwaben stecken nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie dagegen weiter tief im Abstiegskampf.

Ulreich von VfB-Fans ausgepfiffen

Die 58.885 Zuschauer sahen über weite Strecken jedoch einen Rekordmeister, der sich vor dem DFB-Pokal-Achtelfinale am Mittwoch (20:45 Uhr/ARD und Sky) alles andere als in Topform für den BVB präsentierte.

Mit Blick auf das K.o.-Duell schonte Heynckes in Stuttgart bereits die Kräfte einiger seiner Stars. Auf gleich sechs Positionen veränderte der 72-Jährige seine Startelf. Unter anderem kehrte Sven Ulreich ins Tor der Münchner zurück und wurde an seiner alten Wirkungsstätte bei jedem Ballkontakt von den VfB-Fans ausgepfiffen.

Wie wichtig der Keeper angesichts des Ausfalls von Manuel Neuer für den Rekordmeister derzeit ist, zeigte er bereits nach knapp sieben Minuten. Während eines schönen Angriffs der Schwaben leitete Stürmer Simon Terodde per Hacke auf Chadrac Akolo weiter, der Kongolese scheiterte aus knapp 18 Metern aber am stark reagierenden Ulreich.

Nicht nur diese Szene demonstrierte, dass die Bayern sich zunächst äußerst schwer taten. Zwar kontrollierte Heynckes' Mannschaft über weite Strecken den Ball und das Spiel. Gegen die gut verteidigenden Gastgeber fanden die Münchner aber kaum eine Lücke.

Auch Badstuber scheitert an Ulreich

Die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf verschob kompakt und stellte so unter Beweis, warum sie gemeinsam mit den Bayern bisher die wenigsten Heim-Gegentore kassiert hat. Erst nach und nach kam der Rekordmeister zu seinen Gelegenheiten. Robert Lewandowski (21.) scheiterte aus spitzem Winkel an VfB-Keeper Ron-Robert Zieler. 15 Minuten später war Corentin Tolisso frei durch, fand aber ebenfalls im starken Zieler seinen Meister.

Unmittelbar nach der Pause überraschte VfB-Coach Wolf dann mit einem kuriosen Wechsel. Wegen einer Verletzung musste Terodde vom Feld - und dafür beorderte der junge Trainer den Innenverteidiger Marcin Kaminski in die Sturmspitze.

Zu einer Torchance kam der Pole allerdings nicht - stattdessen wechselte Heynckes mit Edel-Joker Müller den Sieg ein. Eine Viertelstunde nach seiner Hereinnahme drosch der Nationalstürmer den Ball flach und trocken an Zieler vorbei ins Netz.

Kurz vor dem Abpfiff überschlugen sich die Ereignisse: Der Ex-Münchner Holger Badstuber (89.) hätte mit seinem Kofpball fast noch für den Ausgleich gesorgt, aber erneut parierte Ulreich. Auch Akolo (90.+5) belohnte die späte Drangphase des VfB nicht.

Einzelkritik: Bestnote für Elfer-Held Ulreich, Rafinha kraftlos

Lesen Sie hier: Stuttgarter Fans beschimpfen FC Bayern mit Spruchbanner

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