Dr. Hans-Wilhelm Müller Wohlfahrt wird 75 Jahre alt- Wegbegleiter gratulieren

Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt wird 75 Jahre alt. Die AZ hat sich bei Wegbegleitern des Superdocs umgehört.
| Julian Buhl
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Der Superdoc wird 75.
dpa Der Superdoc wird 75.

München - Usain Bolt, Boris Becker, Katarina Witt oder Cristiano Ronaldo, aber auch Luciano Pavarotti, Thomas Gottschalk oder Bruce Springsteen werden sich in die lange Liste derer einreihen, die Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt an seinem Ehrentag hochleben lassen.

Mull, wie viele den Sportmediziner nennen, behandelt längst nicht mehr nur die Profis des FC Bayern und der deutschen Nationalelf. Er bekam sie alle in die Finger. Keine Frage, dass ihn am Samstag, wenn er – kaum zu glauben, aber wahr – seinen 75. Geburtstag feiert, die Glückwünsche der geballten (Sport-)Prominenz erreichen werden.

Die AZ hat sich bei einigen Bayern Weggefährten umgehört:

Paul Breitner (Ex-Bayern-Spieler sowie Welt- und Europameister): "Ich will Danke sagen, vielen Dank, was er für mich getan hat! Als ich 1978 zurückgekommen bin zum FC Bayern, habe ich eine neue Welt der Sportmedizin kennengelernt. Mull, mein Mull, ist damals Wege gegangen, die zu diesem Zeitpunkt revolutionär waren. Er hat es verstanden, vom Kortison wegzukommen, das vorher das Allheilmittel war. Er hat einen neuen Weg gefunden, einen gesundheitsbewussten, der auf die Heilung abgezielt hat, jedem Spieler das Gefühl gegeben, dass er ihm kein Gift verabreicht, sondern die Heilung wirklich im Vordergrund steht. Ich will sein Können hochleben lassen an seinem Geburtstag, den Respekt vor ihm! Der persönliche Kontakt ist lockerer geworden, aber wir hatten schöne Jahre zusammen bei Bayern. Mull war über Jahrzehnte der beste Sportarzt der Welt, mit Abstand. Er hat begnadete Hände, das Gespür, den letzten Millimeter im Muskel zu finden. Es gibt wenige Leute, die in ihrem Beruf so über den anderen stehen wie Mull."

Niklas Süle (aktueller Bayern- und Nationalspieler): "Er ist atemberaubend von seiner Art, wie locker er das alles nimmt, zur richtigen Zeit aber hochprofessionell ist. Er ist ein richtig guter Arzt, aber ein noch viel besserer Mensch. Du kannst dich mit ihm auch so unterhalten. Es ist sehr angenehm, mit ihm zu reden. Ich wünsche ihm, dass er noch viele Turniere beim DFB macht und vor allem weiter fit bleibt."

"Eine absolute Kapazität"

Dietmar Hamann (Ex-Bayern-Profi und Europameister): "Er hat eine große Rolle in meiner Karriere gespielt. Die einzige Klausel, die ich immer in meinen Veträgen hatte, war die freie Arztwahl. Immer, wenn ich eine Verletzung hatte, auch in meiner Zeit in England, bin ich sofort in den Flieger gestiegen und zu Mull geflogen. Er war und ist eine absolute Kapazität. Nach einem Innenbandriss im rechten Knie war ich mal bei ihm in München. Mit Newcastle stand das Viertelfinale im FA Cup an. In der Küche seiner Praxis habe ich mit seinen Arzthelferinnen gesprochen und ihnen ein Versprechen gemacht: Wenn Mull mich fitbekommt, lade ich euch nach England ein. Ich konnte dann tatsächlich spielen, wir sind bis ins Finale gekommen, haben dort leider gegen Manchester United verloren. Aber auf der Tribüne saßen fünf oder sechs Mädels aus Mulls Praxis."

Thomas Helmer (Ex-Bayern-Profi, Europameister und aktuell Doppelpass-Moderator; wieder ab So., 11 Uhr auf Sport1): "Kurz nachdem ich damals zu Bayern gekommen bin, hat er gerade seinen 50. gefeiert. Er macht immer noch einen super Eindruck. Ich wünsche ihm, dass er weiter so fit bleibt. Ich habe ihm viel zu verdanken. Bei der EM 1996 hätte ich ohne ihn nie das Finale spielen können. Bei Muskelverletzungen hat er nie danebengelegen, wusste immer gleich, was es ist und wie lange es dauert. Das ist einfach eine Begabung. Alle Sportler sind immer zu ihm gekommen, weil sie wussten, dass sie bei ihm wirklich in den besten Händen sind. Man konnte auch über andere Sachen mit ihm sprechen, er war eine besondere Stütze für alle, die gute Seele des FC Bayern. Teilweise hat er uns bei der Nationalmannschaft bis nachts behandelt. Dann ist er morgens mit der ersten Maschine nach München geflogen, um dort in seiner Praxis alle anderen Patienten wieder zu versorgen. Diese Energie und dieser Antrieb, den er nach wie vor hat, ist bewundernswert."

Uli Hoeneß (Präsident des FC Bayern): "Er hat mir bis jetzt noch nicht verraten, welches Mittelchen er benutzt, um mit 75 Jahren so auszuschauen. Ich würde das gerne kennenlernen. Ich kann ihm nur alles alles Gute wünschen und hoffe, dass er weiter so fit bleibt, wie er es jetzt ist."

Lesen Sie auch: Ancelotti -

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren