Die To-Do-Liste des FC Bayern im Trainingslager von Doha

Der FC Bayern beginnt heute sein Trainingslager. Mehr Kraft fürs Saisonfinale, ein Leistungsschub für Thomas Müller und Ersatz für den Abwehrchef. Die AZ zeigt Bayerns To-do-Liste für Doha.
| Maximilian Koch
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Erst Autogramme am Airport, dann ab in den Flieger: Thomas Müller, Bayerns aktueller Sorgen-Stürmer.
dpa Erst Autogramme am Airport, dann ab in den Flieger: Thomas Müller, Bayerns aktueller Sorgen-Stürmer.

München/Doha - Temperaturen um die 25 Grad, die Flucht aus dem eisigen München, dazu „perfekte Bedingungen in Sachen Fußball“, wie es Philipp Lahm formulierte: Der Kapitän des FC Bayern wirkte trotzdem nicht ganz glücklich, als er mit seinen Kollegen am Dienstagmittag mit einstündiger Verspätung ins Trainingslager nach Doha (bis 11. Januar) abhob.

„Man freut sich zwar, seine Kollegen wiederzusehen“, sagte Lahm: „Ich bin aber auch gerne zu Hause und gerne bei der Familie – deswegen gemischte Gefühle.“ Lahm, der Spieler. Lahm, der Vater. Verständlicher Zwiespalt.

Bei den Kollegen war die Stimmung besser – auch wenn im Sonderflieger LH 2570 einige Plätze frei geblieben waren. Der des verletzten Jérôme Boateng etwa oder der von Co-Trainer Paul Clement, der in die Premier League wechselt.

Neun Stars waren nicht beim Abflug

Gleich neun Stars, darunter Mats Hummels, Manuel Neuer, Arjen Robben und Franck Ribéry, reisten außerdem direkt aus ihren Urlaubsdomizilen nach Katar.

Dafür nominierte Trainer Carlo Ancelotti drei Nachwuchsspieler (Raphael Obermair, Marco Friedl und Christian Früchtl). Nicht nur sie stehen vor einer anstrengenden Zeit: Ancelotti und sein Team haben einige Aufgaben zu bewältigen. Die AZ zeigt die To-do-Liste fürs Trainingslager. Bitte abhaken!

Kondition verbessern: Drei Wettbewerbe wollen die Bayern im Idealfall gewinnen, dafür braucht es eine starke körperliche Verfassung im Endspurt – anders als unter Pep Guardiola. „Wir werden uns im Trainingslager bestmöglich auf das Saisonfinale vorbereiten“, sagt Ancelotti. Bislang war sein Training aber auch nicht besonders hart. Quält er seine Stars in der Hitze Dohas?

Back to black: Hummels' haarige Rolle rückwärts

Besser Deutsch lernen: Der Trainer hat sich etwas vorgenommen – die deutsche Sprache besser zu beherrschen. „Wäre nicht die Sprache, die nicht in meinen Kopf geht, wäre alles perfekt hier“, sagte Ancelotti der „Gazzetta dello Sport“. Tipps kann er sich von Sohn und Co-Trainer Davide holen, der inzwischen fast perfekt Deutsch spricht.

Vidal überzeugen

Vidal von Bayern überzeugen: Was ist dran an den Abschiedsgerüchten um den Chile-Star? Laut „Sun“ soll sich Chelseas Trainer Antonio Conte mit Vidal getroffen und über einen Wechsel im Winter gesprochen haben. Angeblich bietet Chelsea 40 Millionen Euro Ablöse. Aber den „Krieger“ jetzt ziehen lassen? Unwahrscheinlich. Ancelotti hat stets betont, dass Vidal in den großen Partien unverzichtbar für ihn ist. Vielleicht sollte er ihm das in Doha nochmal genau erklären.

Müller in Form bringen: Der Bayern-Knipser ist zum Sorgen-Stürmer des vergangenen Halbjahres geworden. Nur ein Treffer gelang Müller in der Bundesliga, sein scheinbar unerschütterliches Selbstvertrauen ist angegriffen, er sucht in Ancelottis 4-2-3-1-System noch seine Rolle. Was da hilft? Viele Tore natürlich, im Training und im Test gegen den belgischen KAS Eupen am 10. Januar. Damit 2017 wieder Müllers Jahr wird.

Klarheit bei Philipp Lahm: Der Kapitän äußerte sich am Dienstag vor dem Abflug zu seiner Zukunft. Er plane vorerst weiter mit einem Karriereende im Sommer 2018. „Aktuell noch das jetzige und dann noch eines“, sagte er auf die Frage, wie viele Jahre er noch spielen werde. Aktuell – Lahm lässt sich also eine Hintertür offen. Die Verantwortlichen des FC Bayern wollen zum 1. Juli 2017 einen neuen Sportdirektor präsentieren. In diesem Fall müsste Lahm seine Karriere als Spieler vorzeitig beenden. Klarheit wäre wichtig für eine ruhige Rückrunde.

Robben-Verlängerung vorantreiben

Mit Robben verlängern: Der Niederländer, dessen Vertrag ausläuft, überraschte jüngst mit der Aussage, dass er seinen Wechsel zum FC Bayern einst kritisch gesehen habe. „Bayern gehörte damals nicht zur europäischen Elite, es war ein Rückschritt für mich“, sagte Robben dem US-Sender Fox Sports. Seit dem Transfer von Real Madrid im Jahr 2009 ist der 32-Jährige allerdings zur Bayern-Legende geworden – dank seines Treffers im Champions-League-Finale 2013. Einen solchen Moment will Robben noch einmal erleben. Er steht kurz vor der Unterschrift eines neuen Vertrags. Bis zum Auftakt gegen Freiburg (20. Januar) könnte schon alles klar sein.

Boateng ersetzen: Der Weltmeister stieg am Dienstag wie erwartet nicht mit in den Flieger, nach der Operation am Brustmuskel absolviert er seine Reha in München. Ancelotti setzt deshalb weiter auf das Duo Mats Hummels und Javi Martínez, das sich nun in Doha noch besser einspielen kann.

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