Der FC Bayern plant den Angriff auf den Torrekord

Der FC Bayern kann gegen Wolfsburg den ewigen Torrekord in der Liga knacken, insbesondere dank dem Torminator Robert Lewandowski.
| Patrick Strasser
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Bayerns Top-Torjäger Robert Lewandowski.
imago images / Poolfoto Bayerns Top-Torjäger Robert Lewandowski.

München - Gäbe es ein Grundgesetz des deutschen Fußballs, würde seit 2013 unter Artikel eins stehen: Die Meisterschaft des FC Bayern (München) ist unantastbar. Alle Jahre wieder erhalten die Münchner die Schale – allein die Orte der Inszenierung sowie die Protagonisten, sprich Trainer und Spieler, wechseln. Dieses Jahr findet die Krönung der Abo-Könige also in Wolfsburg statt.

Neben den Insignien der Dominanz, der Meisterschale und den Medaillen für den achten Titel in Serie, bekommen die Allmächtigen der Bundesliga bei den Wölfen am Samstag ab 15.30 Uhr (Sky und im AZ-Liveticker) die Chance, sich mit weiteren Rekorden zu verewigen.

FC Bayern kann historische Bestmarke knacken

"Das stimmt. Es gibt noch mehr zu erreichen", sagte Cheftrainer Hansi Flick am Freitagnachmittag während der Cyber-Pressekonferenz auf die Frage der AZ und fügte hinzu: "Ich bin aber mit den Statistiken nicht so ganz vertraut."

Dem Mann kann geholfen werden. Als da wären:

Der ewige Torrekord: In der Saison 1971/72 schießen die Bayern in einem "Finale" am 34. Spieltag Verfolger FC Schalke (nur ein Punkt dahinter) im frisch erbauten Olympiastadion mit 5:1 ab, holen sich die Schale und stellen mit 101 Toren einen Bundesliga-Rekord auf. Trainer Udo Lattek feiert seine erste Meisterschaft – wie jetzt Flick, in den 80er Jahren Latteks Spieler.

Für die Kaiser-Bayern trifft Gerd Müller 40 Mal, der blutjunge und semmelblonde Flügelstürmer Uli Hoeneß kommt auf 13 Treffer, der knallharte Abräumer Franz "Bulle" Roth auf 12. Aktuell stehen die Flick-Bayern bei 96 Toren. Mit drei Erfolgserlebnissen überträfe man die 98-Tore-Marke aus der Triple-Saison 2012/13, mit vier fällt die 100er Marke, mit fünf stellt man den scheinbar ewigen Rekord von vor 48 Jahren ein. Mit sechs Toren werden die Bayern zu historischen Ballermännern.

Wolfsburg ist Lewandowskis Lieblingsgegner

Die ewige Bomber-Bestmarke: 40 Tore in jener Rekordsaison waren selbst für Müller, den "Bomber der Nation", außergewöhnlich. Vor dem letzten Spieltag steht Robert Lewandowski bei 33 Treffern – und sieben Buden gegen Wolfsburg sind tatsächlich unrealistisch. Obwohl – im September 2015 gelang dem Mittelstürmer ein Fünferpack innerhalb von nur neun Minuten.

Bayerns "Torminator" will es am Samstag wissen, wird seinen Lieblingsopfern am Tag der Abrechnung zurufen: "Hasta la vista, Baby! I’ll be back! (Ich komme wieder!)". Ob die Wölfe schon aufjaulen vor dem Duell mit Torminator Arnie Lewandowski, der in 18 Bundesliga-Spielen gegen den VfL 20 Tore erzielte? Gegen keinen anderen Verein traf der polnische Nationalstürmer so häufig in der Liga. Also: Wer weiß? Oder, um noch einmal aus der Reihe der Science-Fiction-Filme zu zitieren: "Die Zukunft ist nicht vorherbestimmt. Wir selbst sind unseres Schicksals Schmied."

Übrigens: Aufgrund der Corona-Beschränkungen wird die Torjägerkanone nicht – wie sonst üblich – nach dem Spiel an den Sieger übergeben. Stattdessen erhält Lewandowski (liegt fünf Treffer vor Leipzigs Timo Werner) seine dann fünfte Trophäe erst nach dem Saisonfinale durch einen "Vereinsverantwortlichen des FC Bayern", wie das Fachmagazin "kicker" mitteilte.

FC Bayern besser als das Triple-Team 2012/13?

Der Rückrunden-Rekord: 2020 sind die Bayern wettbewerbsübergreifend ungeschlagen, leisteten sich in 16 Liga-Partien nur ein Remis, macht 46 von 48 möglichen Punkten – historischer Liga-Bestwert. Mit einem Dreier in Wolfsburg steht man auf einer Stufe mit der Triple-Truppe von Jupp Heynckes, die in der Rückrunde 2012/13 satte 49 Zähler holte. Das war Flick präsent. "Wir können 17 Spiele ohne Niederlage haben in der Rückrunde", sagte er, "das ist das wichtigste Ziel."

Die Auswärtsserie: Mit einem Erfolg in der (Wolfsburger) Fremde könnte Bayern den Bundesliga-Rekord von zehn Auswärtssiegen hintereinander einstellen – und so mit Pep Guardiola (Saison 2013/14) gleichziehen.

Für die Gastgeber geht es um Rang sechs, um das direkte Ticket für die Gruppenphase der Europa League, für die Bayern und Torminator Lewandowski um weitere Einträge in den Geschichtsbüchern.

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