Bayerns Mittelfeld-Kandidaten: Nein zu Wijnaldum, Ja zu Neuhaus

Der Niederländer, dessen Vertrag beim FC Liverpool im Sommer ausläuft, wurde nach AZ-Informationen bei Bayern angeboten. Doch die Münchner wollen ihr Mittelfeld mit Gladbachs Neuhaus verstärken.
| Maximilian Koch
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Am Wochenende mit dem FC Liverpool 2:1-Sieger gegen Aston Villa: Georginio "Gini" Wijnaldum (l.), der beim FC Bayern angeboten wurde.
Am Wochenende mit dem FC Liverpool 2:1-Sieger gegen Aston Villa: Georginio "Gini" Wijnaldum (l.), der beim FC Bayern angeboten wurde. © imago/PA Images

München - Beim 2:1-Sieg gegen Aston Villa am Samstag stand Liverpools Georginio "Gini" Wijnaldum (30) 70 Minuten auf dem Platz, ehe er einem früheren Bayern-Star weichen musste: Thiago, der am Sonntag 30 Jahre alt wurde, kam für Wijnaldum ins Spiel - und leitete in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer von Trent Alexander-Arnold ein. Trainer Jürgen Klopp hatte den richtigen Riecher.

Mehrere Topklubs an Wijnaldum interessiert

Ab der kommenden Saison könnte es häufiger der Fall sein, dass Thiago anstelle von Wijnaldum aufläuft, denn der Niederländer steht vor dem Abschied. Wijnaldums Vertrag endet im Sommer, bislang gab es keine Einigung über eine Verlängerung. Der dynamische und torgefährliche Mittelfeldspieler ist aufgrund seiner Vertragssituation für mehrere Topklubs in Europa interessant.

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Wie die AZ exklusiv erfuhr, wurde Wijnaldum kürzlich dem FC Bayern angeboten. Die Münchner kennen den Niederländer aus den direkten Duellen mit dem FC Liverpool im Champions-League-Achtelfinale der Saison 2018/19 (0:0 und 1:3) bestens, schätzen ihn. Doch aufgrund seines hohen Gehaltslevels und seines Alters lehnen sie eine Verpflichtung nach AZ-Informationen ab.

Qualitätslücke im zentralen Mittelfeld

Dabei gibt es im zentralen Mittelfeld durchaus Bedarf beim FC Bayern. Hinter den gesetzten Joshua Kimmich und Leon Goretzka klafft eine Qualitätslücke, Corentin Tolisso ist immer wieder verletzt, derzeit fällt er wegen eines Sehnenrisses aus. Marc Roca wird von Trainer Hansi Flick nur selten eingesetzt, der Spanier bringt nicht das geforderte Spitzenniveau mit. Und der junge Tiago Dantas ist im Sommer wohl schon wieder weg.

Vertraglich bis 2024 an Gladbach gebunden: Florian Neuhaus (l.).
Vertraglich bis 2024 an Gladbach gebunden: Florian Neuhaus (l.). © dpa

Deshalb sucht Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic nach Verstärkung - und blickt dabei vor allem nach Mönchengladbach. Florian Neuhaus (24), der deutsche Nationalspieler, ist das Objekt der Münchner Begierde. Neuhaus hat bei der Borussia einen Vertrag bis 2024, er darf den Klub aber in diesem Sommer für die festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von 40 Millionen Euro verlassen. Viel Geld in Corona-Zeiten, auch für den FC Bayern. Für 42,5 Millionen Euro wurde bereits Abwehr-Ass Dayot Upamecano (22) von RB Leipzig verpflichtet.

Ist Neuhaus zu teuer für die Bayern?

Vorstand Oliver Kahn erklärte zuletzt im "Kicker", dass Bayern trotz hoher Einnahmen aus der Champions League und starker Sponsoren "nicht mehr in einem Fußball-Schlaraffenland, wo Milch und Honig unbegrenzt fließen", leben würde. Die Münchner müssen sparen, deshalb wäre der Neuhaus-Transfer eine Kraftanstrengung. Auch aus England und Spanien gibt es großes Interesse am Mittelfeldstrategen, der aus Landsberg am Lech stammt und von 2007 bis 2017 beim TSV 1860 spielte.

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Neuhaus fühlt sich grundsätzlich wohl in Gladbach und schließt eine weitere Saison am Niederrhein nicht aus. Sollte Bayern die Bemühungen aber intensivieren, könnte er ins Grübeln kommen. Beraten wird Neuhaus übrigens vom Ex-Bayern-Profi und -Sportdirektor Christian Nerlinger. Das sollte bei Verhandlungen nicht schaden.

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