Bayerns Altmeister: Wachgeküsst für die Königlichen

Die Bayern brillieren beim 4:1 gegen Dortmund – und die Oldie-Toschützen Ribéry und Robben machen den Unterschied. Für den Franzosen gibt’s sogar ein Küsschen. Robben: "Die Alten sind fit."
| Patrick Strasser
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Italienischer Schmatzer: Bayern-Trainer Carlo Ancelotti (l.) herzt Franck Ribéry. Auch Arjen Robben (r.) spielte gegen die Dortmunder mächtig auf.
firo/Augenklick/Sven Hoppe/dpa/AZ Italienischer Schmatzer: Bayern-Trainer Carlo Ancelotti (l.) herzt Franck Ribéry. Auch Arjen Robben (r.) spielte gegen die Dortmunder mächtig auf.

München - Würde man dieses 4:1 des FC Bayern gegen Borussia Dortmund mit ein paar Emoticons und wenigen Worten zusammenfassen, käme folgendes infrage: Vier Bälle für vier Tore, Daumen hoch und drei Bizeps-Symbole. Vielleicht noch einen Sonnenbrillen-Smiley dazu und dann ab mit der Nachricht an: Real Madrid. Hey, hombres! Hier sind eure Freunde vom FC Bayern. Ihr könnt kommen!

"Ich spüre große Vorfreude", sagte Bayern-Kapitän Philipp Lahm mit Blick auf den ewigen Europapokal-Klassiker in der Champions League gegen die Weltauswahl der Königlichen. "Man will sich mit den Besten messen. Das ist ein Viertelfinale, hört sich aber wie ein Finale an. Ich habe großes Vertrauen in die Mannschaft. Wir sind sehr, sehr gut aufgestellt." Typisch Lahm. Vorsichtig optimistisch. Arjen Robben, sein Vordermann auf der rechten Seite, gegen den BVB in absoluter Königsklassen-Form, sprach deutlicher aus, was Sache ist: "Ich habe das Gefühl: Wir sind bereit. Aber trotz des 4:1 gegen Dortmund müssen wir gegen Real noch einen drauflegen."

Der Beweistermin: Mittwoch, 20.45 Uhr (ZDF, Sky und im AZ-Liveticker) in der Allianz Arena. "Im April musst du da sein", hatte Robben betont. Und nach dem einkalkulierten Ausrutscher mit einer durchrotierten Mannschaft in Hoffenheim (0:1) waren die Bayern am Samstagabend wirklich da. Durch die Treffer von Franck Ribéry, Arjen Robben und den Doppelpack von Robert Lewandowski zementierten sie ihre Vormachtstellung in der Bundesliga, das klare 4:1 war eine einzige Machtdemonstration. Rechtzeitig vor dem Champions-League-Duell mit Real stimmen Form und Fitness. In allen Mannschaftsteilen.

Bei Bayern regieren die Oldies

Auch wenn Torhüter Manuel Neuer am Sonntag eine individuelle Einheit absolvierte, wird er am Mittwoch ebenso zur Verfügung stehen wie Thomas Müller, der bei über 20 Grad in München erstmals wieder Teile des Mannschaftstrainings absolvierte.

"Es ist das erste wichtige, große Spiel – und hoffentlich kommen insgesamt noch fünf in der Champions League", sagte Robben bei Sky. Der Holländer weiter: "Es wird sehr eng, es ist ein 50:50-Spiel, da muss alles klappen bei uns." Tempo und Taktik. Intensität und Leidenschaft. Alles stimmte gegen Dortmund. Fortsetzung folgt? "Wir müssen das Selbstbewusstsein mitnehmen und genau so auftreten", erklärte Robben, der in den letzten beiden Spielzeiten jeweils die Viertel- und Halbfinalspiele der Champions League wegen Verletzung verpasste. "Von der ersten Minute an müssen wir Real das Signal geben, dass hier nichts zu holen ist." Kniet nieder, ihr Königlichen!

Denn bei Bayern regieren die Oldies. Ribéry, der am Freitag 34 Jahre alt wurde, rennt die Gegner auf der einen Außenbahn platt, Robben (33) auf der anderen Seite. Dazu kommen Übersicht und Spielwitz von Philipp Lahm (33) und Xabi Alonso (35) in den jeweils letzten Wochen ihrer Karriere. Das schärft die Sinne, der Hunger auf das letzte Abendmahl der Laufbahn, das Festbankett nach dem Finale in Cardiff am 3. Juni ist groß wie nie.

Die Startelf der Bayern (30,1 Jahre) war im Schnitt über fünf Jahre älter die des BVB (24,8). Die alten Helden haben die jungen Wilden aus Dortmund in die Schranken gewiesen. "Ja, die Alten sind noch fit!" Robben lachte. Die gute Laune in München dokumentierte das Küsschen vom Trainer. Als Ribéry nach seiner Auswechslung Anstalten machte, etwas rumzuzicken, küsste ihn Trainer Carlo Ancelotti einfach. Gefahr erkannt. Gefahr gebannt. Per Schmatzer.

Lesen Sie auch: Bayern-Star trifft doppelt - Lewandowski gegen Dortmund: Der Unzerstörbare

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