Bayerns Achsenbruch: Wer Kimmich jetzt ersetzen kann

Gegen Dortmund verletzt sich Joshua Kimmich schwer am rechten Knie und fällt mehrere Wochen aus. "Nicht einfach, ihn zu ersetzen", sagt Trainer Hansi Flick. Die AZ erklärt, wie es klappen könnte.
| Maximilian Koch
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Bereits nach wenigen Sekunden war klar, dass sich Kimmich schwerer verletzt hatte.
Bereits nach wenigen Sekunden war klar, dass sich Kimmich schwerer verletzt hatte. © sampics/Augenklick

Dortmund/München - Am Sonntagabend war die Diagnose da: Joshua Kimmich hat sich am Außenmeniskus verletzt und wurde bereits erfolgreich operiert. Klar ist jetzt: Bayerns Mittelfeldchef fällt mehrere Wochen aus, das Pflichtspieljahr 2021 ist für Kimmich gelaufen.

Kimmich-Schock gegen Dortmund

Ein Schock für alle Beteiligten. Kimmich ist einer der Unverzichtbaren im Team, Teil der Achse um Manuel Neuer, David Alaba, Thomas Müller und Robert Lewandowski. Nun muss Bayern diesen Achsenbruch irgendwie beheben.

Die folgenschwere Szene ereignete sich in Dortmund in der 36. Minute. Kimmich verlor den Ball im Mittelfeld und versuchte, den Konter mit einem Foul an Erling Haaland zu unterbinden. Das gelang ihm zwar, doch er verdrehte sich dabei das rechte Knie. Kimmich weinte, Mitspieler, Gegner und Trainer Hansi Flick trösteten ihm.

Von zwei Bayern-Ärzten gestützt, humpelt Kimmich Richtung Kabine.
Von zwei Bayern-Ärzten gestützt, humpelt Kimmich Richtung Kabine. © dpa

"Josh ist ein toller Fußballer, ein klasse Typ - und ich hoffe, dass er da gut herauskommt", sagte Dortmunds fairer Sportsmann Mats Hummels später. Flick ahnte da bereits, dass es Kimmich schlimmer erwischt hatte: "Neben seiner herausragenden Mentalität hat er eine enorme Qualität. Es wäre nicht einfach, ihn zu ersetzen."

Kimmich-Ersatz: Tolisso ist die erste Alternative

Doch genau das ist nun die Aufgabe für Flick und die Bayern. Gegen den BVB wurde Corentin Tolisso für Kimmich eingewechselt, er ist die erste Alternative im Mittelfeldzentrum neben Leon Goretzka. Neuzugang Marc Roca, der für diese Position geholt wurde, ist bislang kein Faktor, er konnte Coach Flick nicht überzeugen. Tanguy Nianzou erholt sich gerade von einer Muskelverletzung. Bleibt noch er: Javi Martínez.

Der Spanier, der im Sommer kurz vor einem Wechsel stand, wird von Flick immer wieder eingewechselt, um die Mannschaft zu stabilisieren. Er könnte jetzt mehr Spielzeit bekommen, bis Kimmich wieder fit ist. 

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Mindestens bis Januar. Im Februar finden dann übrigens die Achtelfinals der Champions League statt. Ein Ziel, auf das Kimmich von nun an hinarbeitet. Am Ehrgeiz des Bayern-Anführers, der von Flick und Thomas Müller "Mentalitätsmonster" genannt wird, sollte die schnelle Rehabilitation nicht scheitern. Doch er braucht Geduld, um vollständig zu genesen. Ein noch längeres Aus wäre für Bayern und die Nationalmannschaft kaum zu verkraften.

Schmerzen am rechten Knie: Joshua Kimmich liegt am Boden.
Schmerzen am rechten Knie: Joshua Kimmich liegt am Boden. © dpa

Für Joachim Löw ist Kimmichs Verletzung freilich ebenfalls ein Rückschlag. Die anstehenden Nations-League-Spiele finden ohne den Sechser statt. Eine von zahlreichen Absagen für den Bundestrainer - die von Kimmich schmerzt am meisten. Denn auch bei Löw ist Kimmich ein ganz wichtiger Teil der Achse.

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