Bayern trifft im DFB Pokal auf Dortmund

Der FC Bayern trifft nun im Pokal-Halbfinale auf Borussia Dortmund. Dieses Duell könnte im April gleich vier (!) Mal stattfinden.
| Maximilian Koch
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Duell der Toptorjäger: Robert Lewandowski gegen Pierre-Emerick Aubameyang.
dpa/AZ Duell der Toptorjäger: Robert Lewandowski gegen Pierre-Emerick Aubameyang.

Der FC Bayern trifft nun im Pokal-Halbfinale auf Borussia Dortmund. Dieses Duell könnte im April gleich vier (!) Mal stattfinden. "München muss überhaupt nicht sein", sagt BVB-Coach Tuchel.

München/Dortmund - Es ist das Duell, das keiner will – zumindest nicht in dieser Regelmäßigkeit: FC Bayern gegen Borussia Dortmund, der deutsche Clasico, könnte schon sehr bald zu einem Overkill-Gipfel werden. Falls bei der Viertelfinal-Auslosung der Champions League am Freitag (ab 12 Uhr in Nyon/Schweiz) die Kugeln nicht wie gewünscht rollen, steht beiden Klubs im April ein echter Murmeltier-Monat bevor: mit vier direkten Duellen innerhalb von nur 17 Tagen!

Mögliches Champions League Duell

"München muss überhaupt nicht sein", sagte Dortmunds Trainer Thomas Tuchel am Mittwoch nach dem 3:0 seiner Mannschaft im Pokal-Nachholspiel bei den Sportfreunden Lotte mit Blick auf die Königsklassen-Auslosung. Durchaus verständlich: Zuvor kommt es bereits in der Bundesliga zum direkten Aufeinandertreffen (8. April) und zum Pokal-Halbfinale (25. oder 26. April), jeweils in der Allianz Arena. Ein mögliches deutsches Champions-League-Viertelfinale würde ebenfalls in den April fallen (11./12. April und 18./19. April). Bayern sieht schwarz-gelb – und die Borussen rot!

"Ich brauche das international nicht, ich finde es schöner, wenn man da gegen Gegner aus anderen Ländern spielt", sagt Bayern-Star Mats Hummels, der bis zum Sommer noch in Dortmund gespielt hat. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge erklärte in der "Sport Bild" zur Champions-League-Lotterie: "Es gibt kein Wunschlos, aber ich glaube, ein deutsches Duell wäre nicht unbedingt im Interesse der deutschen Fans."

"Wir müssen sie ja immer in München schlagen"

Und auch nicht im Sinne der Verantwortlichen beider Klubs. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke klagte bereits am Mittwoch über das "Lospech" seines Teams. "Wir müssen sie ja immer in München schlagen", sagte er mit sarkastischem Unterton, "wenn du in fünf Jahren dreimal dahin musst und hast sie nicht einmal zu Hause..." Watzke spielte auf die Bilanz im DFB-Pokal an, in dem sich beide Klubs seit 2012 stets treffen, nun also zum sechsten Mal in Serie (drei Siege für Bayern, zwei für den BVB). Immer fand das Duell frühestens im Viertelfinale statt, nie hatte der BVB ein Heimspiel – jedoch waren auch drei Spiele Finals in Berlin. 2012 siegte der BVB, 2014 und 2016 gewannen die Bayern. Das letzte Dortmunder Heimspiel gegen den FC Bayern im Pokal datiert aus dem Jahr 1992. Man kann Watzke verstehen.

"Das ist nicht die beste Auslosung. Aber wenn man den Pokal gewinnen will, muss man ohnehin irgendwann gegen Bayern gewinnen", sagte Kapitän Marcel Schmelzer. Gonzalo Castro ergänzte: "Wir fahren dahin, um ins Finale zu kommen und um den Pokal zu gewinnen." Und Coach Tuchel bezifferte die Chancen selbstbewusst auf "50:50". 2015 rutschten die Bayern im Pokal gegen den BVB aus Abwegig scheint dieser Optimismus nicht. Schließlich war der Borussia ein ähnlicher Coup bereits vor zwei Jahren im Cup-Halbfinale in München gelungen.

2015 rutschten die Bayern im Pokal gegen den BVB aus

Damals, als die Trainer noch Pep Guardiola und Jürgen Klopp hießen, setzte sich der BVB in einem denkwürdigen Elfmeterschießen durch. Die Bayern-Stars Xabi Alonso und Philipp Lahm rutschten bei ihren Versuchen aus, Mario Götze scheiterte an Dortmund-Keeper Mitch Langerak und Manuel Neuer ballerte an die Latte. Vier Schuss, kein Treffer: Dortmund zog weiter ins Finale und unterlag dort dem VfL Wolfsburg (1:3). Die Bilanz in dieser Saison dürfte dem BVB ebenso Mut machen.

Das Bundesliga-Duell in der Hinrunde gewann die Tuchel-Elf mit 1:0, es war die einzige Bayern-Niederlage in der Liga bisher. Im Supercup vor Saisonbeginn setzten sich dafür die Bayern durch (2:0, Tore: Arturo Vidal und Thomas Müller). Und wer hat die größeren Chancen, wenn das Champions-League-Los tatsächlich auf Bayern gegen BVB fällt? Im einzigen K.o.-Runden-Duell in der Saison 1997/98, übrigens auch im Viertelfinale, setzte sich Dortmund knapp durch (0:0 und 1:0 n.V.). Die Revanche folgte 2013 in Wembley.

 

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