Bayern-Trainer vor Pokalspiel gegen Wolfsburg betont gelassen

Der Druck ist hoch beim FC Bayern. Gegen den VfL Wolfsburg muss der Branchenprimus im Achtelfinale des DFB-Pokals liefern, sonst ist der erste Titel futsch.  
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Carlo Ancelotti: "Ich bin sicher, dass wir morgen besser zusammenarbeiten."
twitter.com/FC_Bayern_München Carlo Ancelotti: "Ich bin sicher, dass wir morgen besser zusammenarbeiten."

Der Druck ist hoch beim FC Bayern. Gegen den VfL Wolfsburg muss der Branchenprimus im Achtelfinale des DFB-Pokals liefern, sonst ist der erste Titel futsch.

München - Die Angespanntheit im Klub ließ sich Carlo Ancelotti nicht anmerken. "Ich habe fast 1000 Spiele auf der Bank gemacht, die Kritik kann mich nicht überraschen", sagte der Trainer des FC Bayern mit einem Schmunzeln.

Seiner ureigenen Gelassenheit kann eine Schwächephase nichts anhaben. Ob er sich vor dem DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den VfL Wolfsburg Sorgen macht? "Nein, es kann uns jetzt helfen, wenn wir alle drei Tage spielen."

Ancelotti ändert seinen Stil nicht, jedenfalls nicht in der Öffentlichkeit. Keine Appelle, keine Warnungen. Zu den alarmierenden Worten von Kapitän Philipp Lahm nach dem mageren 1:1 gegen Schalke sagt der Italiener nur: "Er könnte in Zukunft ein sehr guter Trainer oder ein guter Manager sein."

Ganz so tiefenentspannt wie bei Ancelotti ist die Stimmung beim gesamten Rekordmeister nicht. Die Zeit drängt beim FC Bayern, es wird gegen die Wölfe am Dienstag (20.45 Uhr/ARD, Sky und AZ-Liveticker) zum ersten Mal wirklich ernst. Eine Niederlage - und der erste von drei möglichen Titeln ist weg.

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"Wir müssen jetzt zusehen, dass wir in den Spielen gegen Schalke, im Pokal gegen Wolfsburg und danach in Ingolstadt in die beste Verfassung kommen", hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge schon vor dem Heimspiel wissen lassen.

Die internen Botschaften an die Mannschaft dürften jetzt noch ein Stück eindringlicher werden. Im Stadion hatten sich die Bosse am Wochenende einen öffentlichen Kommentar verkniffen und ließen nur ihre Miene sprechen.

Brummiges Auftreten

Auch Arjen Robben ging nach seiner Auswechslung angesäuert und ebenso wortlos wie Thomas Müller aus der Arena. Sogar Ancelotti hatte nach dem Auftritt überaus brummig reagiert. Es ist nicht die Punkteausbeute, die bei den Münchnern Sorgen verursacht.

Sieben Zähler aus drei Ligaspielen sind in Ordnung, die Tabellenführung ist auch nicht gefährdet. Doch die Bayern schießen weniger Treffer als gewohnt, und das vor allem, weil sie weniger Torschüsse und weniger Chancen kreieren.

Milder am Montag

Dazu ist Torwart Manuel Neuer noch ohne Zu-Null-Spiel in 2017. Und all dies nur gut eine Woche vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen einen gefährlichen FC Arsenal (15. Februar).

Am Montag klang Ancelotti aber trotzdem wieder deutlich milder. Die Selbstkritik der Spieler sehe er positiv, die Mannschaft habe verstanden, "dass wir kompakter stehen müssen. Ich bin sicher, dass wir morgen besser zusammenarbeiten", sagte der 57-Jährige, der den wieder genesenen Thiago im Pokal von Anfang an bringen wird. Es könnte bedeuten, dass der formschwache Müller auf die Bank muss.

"Wolfsburg hat gute Qualität"

Zudem steht Joshua Kimmich nach einem grippalen Infekt wieder zur Verfügung. "Vielleicht brauchen einige Spieler eine Pause", sagte der Coach. Die spielerischen Mängel, das fehlende Tempo, die bei vielen gerade seltsam pomadig wirkende Körpersprache führt Ancelotti auf sein Training zurück.

"Wir arbeiten physisch hart, es ist möglich, dass wir nicht in bester Verfassung waren", sagte er, als er noch einmal auf Schalke zurückblickte. Alles sei eben auf die entscheidende Phase ausgerichtet: "Ich bin sicher, dass wir schnell Fortschritte sehen werden."

Schon gegen Wolfsburg? "Das Spiel ist sehr wichtig, es ist ein K.o.-Spiel. Wolfsburg hat gute Qualität, wir müssen sehr fokussiert sein", sagte Ancelotti. Damit es kein böses Erwachen gibt.

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