Bayern-Neuzugang macht Druck: Die Wochen der Wahrheit für Musiala

Bayern-Star Jamal Musiala hat mit der Verpflichtung von Ismael Saibari mächtig Konkurrenz bekommen, auch Serge Gnabry und Lennart Karl drängen ins Team. Sein Trainer und der Kapitän glauben an ihn.
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Muss sich beim FC Bayern behaupten: Jamal Musiala.
Muss sich beim FC Bayern behaupten: Jamal Musiala. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Max Vincen

Nach dem freien Mittwoch, an dem nur Ersatztorhüter Jonas Urbig eine Extraeinheit an der Säbener Straße einlegte und die Bauarbeiter weiter an den neuen Sichtschutzplanen werkelten, kehrten die Stars des FC Bayern am Donnerstag zurück auf den Trainingsplatz. Die Vorbereitungen auf den Telekom-Cup gegen RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) laufen, Vincent Kompany geht es langsam darum, eine Startelf für den Saisonstart zu finden. Bereits am 22. August steht der Supercup bei Borussia Dortmund an, am 28. August empfangen die Münchner zum Bundesliga-Auftakt den VfB Stuttgart.

Konkurrenzkampf: Musiala und Neuzugang Ismael Saibari (r.).
Konkurrenzkampf: Musiala und Neuzugang Ismael Saibari (r.). © IMAGO/Philippe Ruiz

Musiala unter Druck

Viel Zeit bleibt also nicht mehr, um sich bei Kompany zu empfehlen. Jedes Training zählt. Denn aufgrund der Konkurrenzsituation im Kader müssen einige etablierte Stars um ihre Stammplätze zittern. Der prominenteste Name unter ihnen: Jamal Musiala. Der 23-Jährige hat wie viele andere DFB-Akteure eine enttäuschende WM hinter sich, nach dem Turnier wurde ihm eine Metallplatte aus seinem linken Bein entfernt. Ein geplanter Eingriff, der in Folge seiner schweren Verletzung bei der Klub-WM 2025 nötig war.

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Saibari war Kompanys Wunschspieler

Ob Musiala jetzt endlich wieder ohne Schmerzen und befreit aufspielt? Das ist die Hoffnung aller Beteiligten. Und es wäre auch an der Zeit, weil er sonst seine Position in der ersten Elf verlieren könnte. Bayerns Zehner, der inzwischen nach seiner kleinen Operation ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist, steht vor den Wochen der Wahrheit.

Kämpfen sich zurück: Serge Gnabry (l.) und Lennart Karl.
Kämpfen sich zurück: Serge Gnabry (l.) und Lennart Karl. © IMAGO/Philippe Ruiz

Speziell Neuzugang Ismael Saibari (25/von der PSV Eindhoven gekommen) hat das Potenzial, Musialas Platz als hängende Spitze einzunehmen. Der Marokkaner war ein Wunschspieler von Kompany, er besticht durch körperliche Präsenz und Tordrang. Beides ist Musiala seit seiner Verletzung verloren gegangen. Mit Serge Gnabry und Lennart Karl gibt es zwei weiteren Konkurrenten auf der Zehnerposition, das Duo kämpft sich nach Muskelverletzungen jedoch gerade erst zurück und braucht noch Zeit.

Konkurrenzkampf auf der Zehnerposition

"Es gibt meiner Meinung nach viel zu viele Leute, die glauben, dass es vielleicht in eine andere Richtung geht. Aber ich weiß, dass man eine Motivation aus solchen Topspielern holen kann", sagte Kompany zuletzt über Musiala und den ebenfalls lange verletzten Außenverteidiger Alphonso Davies: "Ich erwarte, dass die Jungs eine Saison spielen, die uns noch stärker macht." Kompany gibt selbstverständlich Musiala nicht auf, er glaubt an ihn und ein starkes Comeback. Und steht damit nicht alleine da.

Neuer stärkt Musiala

"Man darf das nicht unterschätzen, was er hatte", sagte Kapitän Manuel Neuer bei Sky über den Musiala-Schock im Juli 2025, als sich der Offensivstar bei einem Zusammenprall mit dem damaligen Paris-Torhüter Gianluigi Donnarumma einen Wadenbeinbruch und eine schwere Sprunggelenksluxation zuzog.

Unterstützung für Musiala: Kapitän Manuel Neuer (r.).
Unterstützung für Musiala: Kapitän Manuel Neuer (r.). © IMAGO/Markus Ulmer

Musiala habe "sich super eingebracht, hat der Mannschaft auch schon viel geholfen, auch nach seiner Verletzung", ergänzte Neuer: "Man muss das auch alles richtig einordnen. Dementsprechend finde ich schon, dass er auf einem super Weg ist. Dass es ohne Verletzungen auf jeden Fall besser gewesen wäre, das steht außer Frage. Aber wenn man weiß, was für eine schwere Verletzung er hatte, hat er es richtig gut gemacht."

Klar ist aber auch: Es muss noch deutlich besser werden – und zwar schnell. Eine gute Leistung im Test gegen Leipzig würde Musiala helfen.

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