Alfred Kohlhäufl: Von Krise keine Spur

In der AZ-Fußball-Kolumne des ehemaligen Löwen-Profis Alfred Kohlhäufl, äußert sich dieser über den Bayern-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga.
| Alfred Kohlhäufl
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Ex-Löwen-Profi Alfred Kohlhäufl: Die Bayern haben ihre kleine Schwächephase beendet.
sampics/Augenklick/AZ Ex-Löwen-Profi Alfred Kohlhäufl: Die Bayern haben ihre kleine Schwächephase beendet.

München - Krise beendet! Wobei man bei zwei Unentschieden in der Bundesliga und einer knappen Niederlage im Auswärtsspiel gegen Atlético Madrid eher von einer kleinen Schwächephase des FC Bayern München sprechen konnte und nicht von einer Krise. Das Team von Trainer Carlo Ancelotti bezwang am Mittwoch PSV Eindhoven mit 4:1 und zeigte am Samstag beim hochverdienten 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach, im Duell der beiden Champions-League-Teilnehmer, dass es den kleinen Durchhänger überwunden hat.

Die Gladbacher, die in den letzten beiden Spielzeiten kein Match gegen die Münchner verloren hatten, waren der richtige Aufbaugegner. Sie hatten nach dem schweren Spiel bei Celtic Glasgow das zweite Auswärtsspiel nacheinander. Die Reisestrapazen und die verletzt fehlenden Stammspieler Ibrahima Traoré, Alvaro Dominguez, Andreas Christensen, Josip Drmic, Thorgan Hazard und vor allem Spielmacher und Ideengeber Raffael merkte man dem Team von André Schubert vor allem in der ersten Halbzeit an.

Sie fanden keine richtige Bindung zum Spiel. Das änderte sich erst nach dem Seitenwechsel, als sie die Partie einigermaßen ausgeglichen gestalten konnten. Mehr als einen Pfostenschuss von André Hahn in der 70. Minute hatten sie aber nicht zu verzeichnen. André Schubert meinte nach dem Schlusspfiff: "Wir waren körperlich und mental nicht in der Lage, dem Gegner Paroli zu bieten."

Von wegen Krise

Carlo Ancelotti, der einen bedeutend besser besetzten Kader zur Verfügung hat, gönnte Philipp Lahm, Jérôme Boateng, Joshua Kimmich und Thomas Müller eine schöpferische Pause. Diese Rotation war nicht nur eine Schonungsmaßnahme, sondern damit schürte er den Konkurrenzkampf an. Jedenfalls wirkte sie sich sehr positiv auf das Spiel der Münchner aus.

Perfekt gekitzelt: Das läuft jetzt besser bei den Bayern

Vor allem in der ersten Halbzeit war Einbahnstraßen-Fußball angesagt. Es spielten nur die Bayern. Im Gegensatz zu vorangegangenen Partien agierten sie nicht nur sehr offensiv, sondern erreichten die richtige Balance zwischen Angriffs- und Abwehrverhalten. Gladbach war ständig mit Defensivarbeit beschäftigt. Die 2:0-Führung der Gastgeber schmeichelte den Gästen noch. Sie hatten Glück, dass Schiedsrichter Jochen Drees, der ansonsten eine tadellose Leistung bot, in der 50. Minute ein Foul im Strafraum von Jannik Vestergaard an Robert Lewandowski nicht ahndete. Zu diesem Zeitpunkt war das Match aber bereits entschieden.

In der Bundesliga noch ungeschlagen, acht Spiele, sechs Siege, zwei Unentschieden, in der Champions League auf Viertelfinalkurs. Da kann man nicht von einer Krise sprechen.

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