Acht Gründe für die nächste Bayern-Watschn für Barcelona

Barcelona - da war doch was! Die AZ nennt acht Gründe, warum der FC Bayern zum Auftakt der Gruppenphase der Champions League gegen die Katalanen erneut ein großes Ding drehen könnte.
| Patrick Strasser
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Barcelona ist Thomas Müllers Lustgegner: Gegen die einstige Übermannschaft erzielte der Oberbayer bereits sechs Treffer in fünf Partien.
Barcelona ist Thomas Müllers Lustgegner: Gegen die einstige Übermannschaft erzielte der Oberbayer bereits sechs Treffer in fünf Partien. © Frank Hoermann/Sven Simon/Pool via GES-Sportfoto

Barcelona/München - Das "W" steht für Wow bzw. den Wow-Effekt, den man als Gast im chicen Fünf-Sterne-und-ein-Buchstabe-Hotel in Barcelona erfährt. Da hat sich die Bayern-Delegation für ihren Trip in die katalanische Metropole zum Auftaktspiel in der Champions-League-Gruppenphase beim FC Barcelona (Dienstag, 21 Uhr/Amazon Prime und im AZ-Liveticker) eine exquisite Bleibe gesucht. Wie ein Segel aus Glas thront das "W Barcelona" unweit des alten Hafens am letzten Zipfel des Stadtteils La Barceloneta, direkt am Meer. Mehr Blick geht nicht, etwa im Club Eclipse in der 26. Etage - mit Panoramafenstern bis zum Boden.

Neuer: "Solche Spiele vergisst man nicht"

Dort war der FC Barcelona am 14. August 2020, als er vom FC Bayern mit 8:2 überfahren wurde. Eine historische Schmach für den so stolzen Klub (Slogan: "Mes que un club", mehr als ein Klub) der so stolzen Katalanen - mehr als eine Klatsche. Für die Münchner war es der erste von drei Schritten zum Gewinn des Henkelpotts im Corona-bedingt ausgetragenen Final-8-Turnier von Lissabon.

"Solche Spiele vergisst man natürlich nicht", sagte Bayern-Kapitän Manuel Neuer vor der Abreise. Trainer Julian Nagelsmann meinte vor seinem Europacup-Debüt mit Bayern: "Die Spieler haben Lust den Titel wieder - bei mir muss es heißen: mal - zu gewinnen."

Acht Gründe für einen Bayern-Sieg

Acht Gründe sprechen für einen deutlichen Auftaktsieg.

1) Barça ist des Müllers Lust-Gegner: Sechs Treffer erzielte der Weltmeister von 2014 in fünf Champions-League-Partien gegen die Katalanen, mehr als jeder andere Spieler in diesem Wettbewerb gegen Barcelona.

2) Bayerns Freude in der Fremde: Seit 18 Spielen sind die Münchner in der Königsklasse ungeschlagen (14 Siege, vier Remis). Der letzte Auswärtsauftritt im April brachte jedoch trotz des 1:0 bei Paris St.-Germain eine riesige Enttäuschung. Nach dem 2:3 im Viertelfinal-Hinspiel von München waren die Mannen von Ex-Trainer Hansi Flick ausgeschieden.

3) Das Fehlen von Messi: Nach 21 (!) Jahren wechselte der Argentinier im August von seinem Herzensklub zu PSG. Der Beste ist weg. "Ich weiß nicht, ob er ihnen fehlt", meinte Müller, der "Barcelona aktuell überhaupt nicht einschätzen" könne. Klar ist nur, so der 31-Jährige: "Ohne Messi wird das jetzt sicherlich eine andere Mannschaft." Messis 682 Tore und 35 Titel sagen alles.

Die historische 2:8-Klatsche gegen Bayern vom letzten Sommer konnte auch Lionel Messi (r., gegen Alphonso Davies) nicht verhindern.
Die historische 2:8-Klatsche gegen Bayern vom letzten Sommer konnte auch Lionel Messi (r., gegen Alphonso Davies) nicht verhindern. © Peter Schatz / Pool/via/firospor

Beginnt Musiala gegen Barcelona?

4) Die erkaltete Fanliebe: Messis Abschied vom überschuldeten Chaos-Klub (rund 1,3 Milliarden Euro Miese) schockte die Anhänger. Bisher bestellten nicht einmal 35.000 der 57.000 Dauerkarten-Inhaber ein Ticket für das Duell mit Bayern. 26 000 der 83 000 Mitglieder mit einer Saisonkarte ließen ihr Abo einfrieren. In der riesigen Arena Camp Nou werden lediglich knapp 40 000 Heimfans (maximal zulässige Kapazität angesichts der örtlichen Corona-Auflagen) erwartet. Bayerische Gästefans erhielten keine Tickets, offiziell zumindest.

Gegen Leipzig der Matchwinner: Wunderknabe Jamal Musiala.
Gegen Leipzig der Matchwinner: Wunderknabe Jamal Musiala. © Max Ellerbrake / firo Sportphoto

5) Jamal, der "Magier" Musiala: Der 18-Jährige war der Matchwinner (ein Tor, eine Vorlage nach Einwechslung) beim 4:1 in Leipzig, befindet sich in der Form seines noch so jungen Lebens. Gut möglich, dass der Deutsch-Brite auf einer der Flügelpositionen beginnen darf. Kingsley Coman und Serge Gnabry sind angeschlagen, daher fraglich.

Barça mit Not-Sturm

6) Barça mit Not-Sturm: Was waren das noch für Zeiten, als neben Messi Antoine Griezmann (zurück zu Atlético Madrid) und Luis Suárez (seit einem Jahr ebenfalls bei Atlético) wirbelten und Tore am Fließband erzielten. Aktuell fehlen die Angreifer Sergio Agüero, Ousmane Dembélé, Martin Braithwaite und Supertalent Ansu Fati. Im Not-Sturm laufen die Neuzugänge Memphis Depay und Luuk de Jong sowie Philippe Coutinho (2019/20 an Bayern ausgeliehen) auf - de Jong hat bisher nur trainiert, Coutinho keinerlei Spielpraxis.

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7) Koeman-Team ohne Rhythmus, ohne Praxis: Das letzte Liga-Spiel in der Primera División bestritt die Elf von Coach Ronald Koeman vor mehr als zwei Wochen (2:1 gegen Getafe), weil die Partie beim FC Sevilla am Wochenende wegen der verspäteten Rückkehr zahlreicher Südamerika-Legionäre verschoben wurde. Neuer: "Manchmal ist es besser, wenn man im Rhythmus ist. Uns taugen die englischen Wochen." Mit dem souveränen 4:1 bei RB hat man frisches Selbstvertrauen getankt.

8) Bayerns Auftaktlust: Die Münchner haben die letzten 17 Eröffnungsspiele der Gruppenphase sämtlich gewonnen, dabei sagenhafte 42:2 Tore erzielte. Fortsetzung im Camp Nou?

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