Abschied vom FC Bayern? James Rodriguez erhält spanische Staatsbürgerschaft

Knapp zwei Monate vor Ablauf der Kaufoption des FC Bayern ist die Zukunft von James noch immer offen. Seit Montag besitzt der Kolumbianer nun auch den spanischen Pass – rückt eine Rückkehr zu Real Madrid damit nun näher?
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Zwischen Januar 2016 und Juli 2017 arbeiteten Zinédine Zidane (l.) und James Rodríguez bei Real Madrid zusammen.
sampics/Augenklick 2 Zwischen Januar 2016 und Juli 2017 arbeiteten Zinédine Zidane (l.) und James Rodríguez bei Real Madrid zusammen.
James (l.) kommt unter Niko Kovac beim FC Bayern noch nicht wie gewünscht zum Zug.
imago/Team2 2 James (l.) kommt unter Niko Kovac beim FC Bayern noch nicht wie gewünscht zum Zug.

München/Madrid - Wie geht es weiter mit James Rodríguez? Bis zum 15. Juni hat der FC Bayern die Möglichkeit, den Kolumbianer nach Ablauf seiner Leihe für 42 Millionen Euro von Real Madrid zu verpflichten.

Ob der Spielmacher tatsächlich beim deutschen Rekordmeister bleibt, scheint allerdings noch völlig unklar: In den vergangenen Monaten betonte James immer wieder, in Zukunft gerne wieder für Real Madrid auflaufen zu wollen. Das Verhältnis zu Bayern-Coach Niko Kovac gilt zudem als angespannt. Beim Bundesliga-Gipfel am Samstag gegen den BVB (5:0) saß der 27-Jährige über die komplette Spielzeit auf der Bank – bereits im Hinspiel kam James keine Sekunde zum Einsatz. (Lesen Sie auch: Die Bayern-Gewinner und -Verlierer des Ligagipfels)

FC Bayern: James seit Montag spanischer Staatsbürger

Wie das Nachrichtenportal "El Confidencial" und die spanische Sporttageszeitung "Marca" nun berichten, besitzt James seit Montag neben der kolumbianischen auch die spanische Staatsbürgerschaft. Ein Umstand, der eine Rückkehr nach Madrid wesentlich erleichtern könnte.

Laut Statuten der spanischen "La Liga" darf ein Klub dort lediglich drei Nicht-EU-Ausländer im Kader haben – diese Plätze sind mit den Brasilianern Vinícius Júnior, Casemiro und dem Uruguayer Federico Valverde derzeit allerdings schon belegt. Zwar soll Casemiro im Sommer die spanischen Staatsbürgerschaft erhalten, wirklich entspannt wird die Lage dadurch trotzdem nicht. Der Grund: Im Sommer stoßen die Neuzugänge Rodrygo und Eder Militao neu zum Klub – beide sind Brasilianer.

Für James bedeutet das: Ohne europäischen Pass hätte der Bayern-Star bei Real also keine Spielberechtigung bekommen.

FC Bayern: Die Vertragslaufzeiten der Spieler

Ob der Edeltechniker aber tatsächlich noch einmal für die Königlichen aufläuft, ist trotzdem völlig unklar. Laut einem Bericht der "AS" will Real-Trainer Zinédine Zidane James selbst dann verkaufen, wenn der FC Bayern die Kaufoption nicht ziehen sollte. Die dadurch generierte Ablöse solle demnach in eine Verpflichtung von Eden Hazard, der aktuell beim FC Chelsea unter Vertrag steht, investiert werden. Für den Superstar der "Blues" ist eine Ablösesumme von über 100 Millionen Euro im Gespräch.

Zidane gilt ohnehin nicht als großer Unterstützer des Kolumbianers. Bereits zwischen Januar 2016 und Juli 2017 arbeiteten beide bei Real Madrid zusammen. Unter dem Franzosen verlor James seinen Stammplatz im Mittelfeld der "Königlichen" und musste in den beiden siegreichen Champions-League-Finals zuschauen.

Zwischen Januar 2016 und Juli 2017 arbeiteten Zinédine Zidane (l.) und James Rodríguez bei Real Madrid zusammen.
Zwischen Januar 2016 und Juli 2017 arbeiteten Zinédine Zidane (l.) und James Rodríguez bei Real Madrid zusammen. © sampics/Augenklick

Bleibt James? FC Bayern unentschlossen

James (l.) kommt unter Niko Kovac beim FC Bayern noch nicht wie gewünscht zum Zug.
James (l.) kommt unter Niko Kovac beim FC Bayern noch nicht wie gewünscht zum Zug. © imago/Team2

Auch beim FC Bayern ist James nicht unumstritten. Präsident Uli Hoeneß betonte zuletzt, die Entscheidung über eine endgültige Verpflichtung des Mittelfeldspielers Trainer Niko Kovac überlassen zu wollen. Der Kroate hält sich diesbezüglich allerdings noch bedeckt. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge ist derweil von der Qualität und der internationalen Strahlkraft des Kolumbianers überzeugt, wie er zuletzt im AZ-Interview ausdrücklich betonte.

"Ich oute mich nach wie vor als Fan von James. Er hat einen unglaublichen, tollen linken Fuß und ist für mich ein Weltstar", meinte der Vorstandsboss des deutschen Rekordmeisters. "Die Option, die wir haben, müssen wir bis zum 15. Juni ziehen. Da haben wir noch ausreichend Zeit. Aber ich muss klar sagen, dass hier alle happy mit ihm sind. Ich gehe fest davon aus, dass James auch in der nächsten Saison beim FC Bayern spielen wird", erzählte Rummenigge weiter.

Bayern oder Real? Kaufoption, Rückkehr oder der direkte Weiterverkauf? Noch sind viele Fragen offen. Fragen, die spätestens am 15. Juni beantwortet sind.

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