4:0 gegen Cluj: Triumph in Transsilvanien

Die Bayern stellen mit dem 4:0 in Cluj einen Startrekord auf und stehen im Achtelfinale der Champions League. Trainer van Gaal freut sich jedoch nur innerlich über „ein sehr gutes Spiel“
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Mario Gomez trifft im Spiel gegen Cluj zum 1:0
dpa Mario Gomez trifft im Spiel gegen Cluj zum 1:0

CLUJ - Die Bayern stellen mit dem 4:0 in Cluj einen Startrekord auf und stehen im Achtelfinale der Champions League. Trainer van Gaal freut sich jedoch nur innerlich über „ein sehr gutes Spiel“

Beim ersten Gomez-Trefer riss es den Trainer noch nicht vom Hocker. Erst als der Ex-Krisen-Kicker erneut traf, hielt es den Bayern-Coach nicht mehr auf der Bank, und Louis van Gaal ließ den Jubel raus. 2:0 nach 24 Minuten - was für eine Bestätigung nach den zuletzt so turbulenten Tagen!

Am Ende stand nach dem 4:0 beim rumänischen Meister CFR Cluj nicht nur der Einzug ins Achtelfinale fest, sondern auch ein neuer Rekord: vier Siege in den ersten vier Champions-League-Spielen der Gruppenphase.

Die Kritik von Präsident Uli Hoeneß war dennoch nicht spurlos an van Gaal vorüber gegangen. „Das war ein sehr gutes Spiel“, lobte der Holländer, fügte jedoch in Sachen Chef-Zoff hinzu: „Wir haben 4:0 gewonnen – da ist Uli auch sehr froh. Da machen wir einen Stoß.“ Na dann, Prost!

Ein Stößchen auch auf Mario Gomez? Der von van Gaal so lange Verschmähte traf gestern dreimal. Minute 12: Andreas Ottl schießt etwas zu zaghaft aufs Tor, Gomez erwischt den Abpraller mit links und trifft mit Schwung unter die Querlatte – zweites Tor im vierten Champions-League- Spiel. Zwölf Minuten später: Hamit Altintop flankt, Bastian Schweinsteiger legt schlau per Kopfball ab und Gomez trifft schon wieder – drittes Tor im vierten Champions-League- Spiel. Allmählich muss man von einem Lauf sprechen, bei Gomez und auch bei Bayern.

Die Partie in Cluj war die 16. dieser Saison. Die Bilanz: zehn Siege, drei Remis, drei Niederlagen. Nicht übel, eigentlich. Schon nachdem nächstenBundesliga- Spieltag könnte man theoretisch auf Rang drei stehen, und irgendwann wird sich das Lazarett endlich leeren. Bastian Schweinsteiger sieht das ähnlich: „Das Einzige, was fehlt, sind ein paar Punkte in der Bundesliga.“

In Transsilvanien bekam trotz der langen Verletztenliste einer der Vielspieler eine Pause verordnet: Thomas Müller. Van Gaal erklärte: „Er ist vielleicht ein bisschen überfordert. Ich glaube, sein Körper kann, aber vielleicht will der Geist nicht.“ Die letzte Viertelstunde durfte er dann doch mitspielen. Fast logisch, dass er noch sein Tor machte: per Abstauber in der 89. Minute.

Außer Müller saßen nur noch Ersatzkeeper Thomas Kraft, der gerade erst genesene David Alaba und Edson Braafheid auf der Bank. Doch Bayerns Rumpf-Elf - erstmals mit der Doppel-Sechs Ottl/Timoschtschuk – hatte Cluj im Griff, zumindest in der ersten Hälfte. Nach der Pause ließen sich die Gäste in die eigene Hälfte zurück drängen, so dass Cluj zu sehr guten Tormöglichkeiten kam. Einmal musste Daniel van Buyten auf der Linie retten (49.), dann Jörg Butt den Ball über die Latte lenken (51.).

Doch statt des Anschlusstreffers war Gomez noch mal da: Nach feinem Pass von Schweinsteiger traf er in der 70. Minute zum 3:0 – viertes Tor imviertenChampions-League- Spiel. Sportdirektor Christian Nerlinger jubelte: „Das Verhältnis Trainer/Mannschaft ist mehr als intakt. Vielleicht sind sie jetzt noch enger zusammengerückt. Wir können uns solche Nebenkriegsschauplätze nicht erlauben.“

Undwarum Louis vanGaal zunächst nicht mitjubelte, konnteNerlinger auch noch erklären: „Er macht das manchmal. Er freut sich dann innerlich.“ Aber irgendwann muss er doch raus, der Jubel. Genauso wie bei Uli Hoeneß der Ärger. Thomas Becker

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