Operation Sternenstaub: Der EHC Red Bull München flüchtet in die Champions League

Der EHC Red Bull München steckt in einem tiefen Leistungsloch. Jetzt soll im Hinspiel des Halbfinales der Champions League gegen Tappara Tampere endlich wieder "Sternenstaub" produziert werden.
| Matthias Kerber
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In der Liga läuft's nicht für die Münchner Eishackler, in der Champions League wollen sie zu alter Stärke zurückfinden.
In der Liga läuft's nicht für die Münchner Eishackler, in der Champions League wollen sie zu alter Stärke zurückfinden. © IMAGO / Eibner

München - Wenn es nach der Anzahl der verbockten Generalproben geht, müsste der EHC Red Bull München im Hinspiel des Halbfinales in der Champions Hockey League CHL gegen den 17-maligen finnischen Meister Tappara Tampere groß aufspielen. So richtig groß aufspielen.

Seit dem grandiosen 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen den finnischen Topverein Rauman Lukko, der den Münchnern am 12. Dezember den Einzug in die Gruppe der letzten Vier bescherte, hat das Team von Trainer Don Jackson von sieben Partien nur noch eine gewinnen können: 7:3 gegen den Tabellenletzten Bietigheim. Ansonsten gab es nur Pleiten für den erfolgsverwöhnten Klub. Das 3:4 nach Penaltyschießen am Sonntag gegen die Wolfsburg Grizzlys war die fünfte Niederlage in der DEL in Serie.

EHC überzeugt in der Champions League, versagt aber in der DEL

"In der Liga sind wir momentan nicht auf der Schiene", räumte Sportdirektor Christian Winkler vor dem Spiel in der Olympia-Eishalle (20.30 Uhr, Sport1) ein und sprach von ein "paar Baustellen" in der DEL. "In der Champions League haben wir bisher in dieser Saison Sternstunden erlebt. Daran wollen wir natürlich anknüpfen."

Also: Operation Sternenstaub beim EHC. Die Tristesse der Liga vergessen (machen) und endlich wieder Klasse und Können zeigen. Denn das, was die Stars um Kapitän Patrick Hager in der DEL aufs Eis brachten, war eines Spitzenteams, das diesen Anspruch an sich selbst offensiv formuliert und nach außen trägt, nicht würdig.

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Eklatante Schwächen in der Defensive, die Torhüter Danny aus den Birken und Daniel Fießinger mit Fangquoten, die mehr als nur Zweifel aufkommen lassen, dazu das Unterzahlspiel – eigentlich ein Gradmesser für Einsatz- und Opferbereitschaft – offenbaren die Münchner Schwächen schonungs- und gnadenlos. Kein Wunder, dass Winkler bereits auf dem Transfermarkt aktiv geworden ist. Mit Verteidiger Andrew O’Brien verpflichtete man kurzerhand einen Mann fürs Grobe und der Wechsel vom norwegischen Goalie Henrik Haukeland (Färjestads BK) steht unmittelbar bevor.

Bekommt der EHC endlich seinen Kopf frei?

Am Montag gab es für die überspielten Münchner einen Tag trainingsfrei. Zu Kräften kommen, am besten den Kopf und die Gedanken neu kalibrieren. "Wir liegen jedes Mal hinten. Vielleicht müssen wir Overtime und Penaltyschießen mal trainieren", meinte Stürmer Justin Schütz, der gegen Rauman den Siegtreffer erzielt hatte – in der Verlängerung. Es war das letzte Mal, dass die Münchner nach der regulären Spielzeit einen Sieg holen konnten.

"Es ist wichtig, dass die Jungs regenerieren", sagte Winkler, "hoffentlich können die Jungs dann Vollgas geben." Und so den Grundstein für den zweiten Finaleinzug in der Königsklasse nach 2019 legen. "Wer einmal im Finale war", sagte Winkler, "der will da wieder hin." Dafür muss der Wille angesichts der momentanen Leistungsstärke der Red Bulls aber wirklich Berge versetzen...

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