Bayern folgt Dortmund nach Berlin

Bayern München hat die dritte Niederlage im dritten Wettbewerb nacheinander vermieden und darf weiter vom Triple träumen. Der VfL Wolfsburg hielt lange dagegen, war gegen Ribéry und Co. am Ende aber machtlos.
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Die Torschützen Ribéry und Klose, van Bommel (r.) freut sich mit
AP Die Torschützen Ribéry und Klose, van Bommel (r.) freut sich mit

Bayern München hat die dritte Niederlage im dritten Wettbewerb nacheinander vermieden und darf weiter vom Triple träumen. Der VfL Wolfsburg hielt lange dagegen, war gegen Ribéry und Co. am Ende aber machtlos.

Der FC Bayern München steht zum 16. Mal Finale des DFB-Pokals. Nach zwei Pflichtspielpleiten in Folge bezwang der deutsche Rekordmeister am Mittwoch den VfL Wolfsburg nach einer überzeugenden Leistung hochverdient mit 2:0 (0:0) und trifft jetzt im Endspiel am 19. April in Berlin auf Borussia Dortmund. 62.000 Zuschauer sahen ein Geduldsspiel auf hohem Niveau und die Erlösung durch Franck Ribéry (60.) und Miroslav Klose (66.). Damit haben die Bayern nach wie vor die Möglichkeit, in dieser Saison das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Uefa-Cup zu gewinnen.

Demichelis überzeugt

«Die Mannschaft hat ziemlich souverän das Finale erreicht. Heute hat die Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute sehr, sehr gut gespielt», analysierte Bayern-Manager Uli Hoeneß. Seine losgelösten Angestellten tanzten losgelöst durchs Stadion, Wolfsburgs Verteidiger Alexander Madlung ärgerte sich: «Wir hatten schon in der ersten Halbzeit sehr viel Glück. Die Bayern haben das clever herausgespielt und sind verdient weitergekommen. Drei Tage vor dem Liga-Gipfel gegen Leverkusen hatte der mit Sprechchören gefeierte Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld mit einem auf vier Positionen veränderten Team auf innerbetriebliche Rhythmusstörungen und das blamable 0:2 in Cottbus reagiert. Martin Demichelis durfte nach seinem Mittelfeld-Streik zurück auf seine Wunschposition in der Innenverteidigung und stabilisierte mit einer fehlerfreien Leistung die Defensive. Für den gesperrten Luca Toni spielte Lukas Podolski neben Klose im Sturm. Hitzfeld forderte Wiedergutmachung. Das Trainer-Duell gegen seinen Vorgänger Felix Magath machte den sportlichen Großauftrag zusätzlich brisant. Der ehemalige Bayern-Coach hat die «Wölfe» immerhin zum besten Bundesliga-Team des Jahres 2008 geformt.

Klose trifft wieder

Der 13-malige Pokalsieger begann sehr präsent und spielte sich gegen defensiv gut gestaffelte Wolfsburger schon nach 92 Sekunden durch Ribéry die erste Riesenchance zur Führung. Auch Klose (9.), Lucio (22.) noch einmal Ribéry (33.) und schließlich Mark van Bommel (45.) hatten vor der Pause die Führung auf dem Fuß. Bayern-Keeper und Rekord-Pokalsieger Oliver Kahn wurde von den munter mitspielenden Wolfsburgern in der ersten Hälfte nur von zwei Marcelinho-Freistößen getestet. Wie beim 1:0-Coup am Sonntag in Bremen überzeugte der VfL Wolfsburg mit intelligentem Raumverhalten, aber ein unnötiger Ballverlust von Marcelinho am eigenen Strafraum bescherte den Platzherren unfreiwillige Entwicklungshilfe. Nach Kloses Zuckerpass veredelte Ribéry seine überragende Leistung mit dem erlösenden 1:0. Allein in den ersten 45 Minuten hatte der Franzose 41 Balkontakte. In der 66. Minute «therapierte» sich der bis dahin glücklose Klose mit seinem fünften Tor im laufenden Wettbewerb selbst. Sein anschließender Salto wurde zum Symbolbild der erleichterten Bayern. Podolski vergab bei einer Großchance (80.) einen noch deutlicheren Erfolg und konnte sich nicht als Stammkraft empfehlen. (nz/dpa)

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