Versuchter Anschlag auf die Queen: Wie sicher ist Elizabeth auf Schloss Windsor?

Schock im britischen Königshaus: Am ersten Weihnachtsfeiertag drang ein bewaffneter Mann auf das Gelände von Schloss Windsor ein, offenbar mit dem Plan die Queen zu töten. Jetzt soll das Sicherheitskonzept rund um die Royals überarbeitet werden.
| Sven Geißelhardt
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Ein bewaffneter Eindringling wollte offenbar die Queen töten. Wie gut ist Königin Elizabeth eigentlich vor solchen Attacken geschützt?
Ein bewaffneter Eindringling wollte offenbar die Queen töten. Wie gut ist Königin Elizabeth eigentlich vor solchen Attacken geschützt? © Steven Paston/PA Wire/dpa

Diese Nachricht dürfte Queen Elizabeth erschüttern. Der Mann, welcher am ersten Weihnachtsfeiertag mit einer Armbrust bewaffnet auf das Gelände von Schloss Windsor eindringen konnte, wollte die Monarchin offenbar töten. Welche Folgen hat dieser Vorfall und wie gut ist die Queen eigentlich geschützt?

Nach versuchtem Anschlag: Neues Sicherheitskonzept für die Queen?

Um die Sicherheit der royalen Familie zu gewährleisten, sind zahlreiche Personenschützer im Einsatz. Doch der Einbruch eines bewaffneten Mannes hat gezeigt, dass die Schutzmaßnahmen offenbar lückenhaft sind.

"Da die Königin und andere Mitglieder der königlichen Familie am Weihnachtstag in der Residenz willkommen geheißen wurden, wäre ein erhöhter Schutz vorhanden gewesen, der die äußere Absperrung und die innere Absperrung des Schlosses gesichert hätte", sagt der Leiter der königlichen Schutzeinheit gegenüber "Geo.tv". Er ist sich sicher, dass die Maßnahmen für die Sicherheit der Queen überarbeitet werden müssen. "Ich würde voraussagen, dass nach diesem jüngsten Vorfall eine umfassende Überprüfung erforderlich sein wird", sagt er dazu.

Personenschützer ausgetauscht: Royals sind sauer

Wie "Daily Mail" berichtet, wurde bei einigen Mitgliedern der königlichen Familie die persönliche Security ausgetauscht. Diese Änderungen seien von der hochrangigen Polizeikommandantin Helen Millichap eingeführt worden. Damit soll die persönliche Bindung, welche die Royals zu einigen Personenschützern haben, gelockert werden.

"Sie [Security-Mitarbeiter, d.R.] sind 24 Stunden am Tag bei ihnen [Royals, d.R.] und es dauert verständlicherweise lange, ein gutes Vertrauensverhältnis aufzubauen", erklärt ein Insider dazu. "Einige sehr beliebte und respektierte Offiziere wurden ohne eigenes Verschulden aus ihren Rollen versetzt."

Darüber seien einige Royals und die Queen nicht sonderlich begeistert. "Es gab viele personelle Veränderungen, sie haben Leute verloren, die sie mochten und schätzten. Einige haben deutlich gemacht, dass sie darüber wirklich ziemlich verärgert sind."

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Welche Royals bekommen Security und wie hoch sind die Kosten?

Fast alle Mitglieder der britischen Königsfamilie erhalten Personenschutz, jedoch müssen einige die Kosten dafür selbst tragen. Ausnahmen sind dabei Queen Elizabeth, Prinz Charles und Herzogin Camilla, Prinz William mit Herzogin Kate und deren drei Kinder. Ihre Security, die ihnen rund um die Uhr zur Seite steht, wird durch Steuerzahler finanziert. Prinzessin Anne sowie Prinz Edward und seine Frau Sophie bekommen staatlich finanzierten Schutz bei öffentlichen Auftritten.

Anders sieht die Sache bei Prinz Harry und Herzogin Meghan aus. Nachdem sie sich als Senior-Royals zurückgezogen hatten, erhielten sie auch keine Security mehr durch den Palast. "Ich hätte nie gedacht, dass mir meine Sicherheit entzogen werden würde, weil ich in diese Position hineingeboren wurde. Ich habe das Risiko geerbt. Das war also ein Schock für mich", sagte der Enkel der Queen im Interview mit Oprah Winfrey dazu.

Auch seine Cousinen Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie sorgen offenbar selbst für ihre Sicherheit. Wie "Cosmopolitan" berichtet, erhielten sie bis 2011 Schutz durch den Palast, seither tragen sie die Kosten selbst. Pro Person soll das etwa 600.000 Euro pro Person im Jahr betragen. Wie teuer die Sicherheit für die Queen, Charles, Camilla, William, Kate und die Kinder ist, ist nicht bekannt.

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