Rassismus-Anschuldigung: Prinz Charles schaltet Anwälte ein

Hat Prinz Charles etwa abfällig über die Hautfarbe von Enkel Archie gesprochen? Das zumindest behauptet ein Autor in seinem neuen Buch über die Royals. Doch der Sohn der Queen soll darüber nicht begeistert sein und sogar Anwälte eingeschaltet haben.
| Sven Geißelhardt
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Prinz Charles ist wütend: In einem Buch wird behauptet, er habe eine rassistische Bemerkung über seinen Enkel Archie getätigt.
Prinz Charles ist wütend: In einem Buch wird behauptet, er habe eine rassistische Bemerkung über seinen Enkel Archie getätigt. © Matthew Horwood/PA Wire/dpa

Eigentlich hatte sich der Wirbel, den Prinz Harry und Herzogin Meghan mit ihrem Oprah-Interview im britischen Königshaus verursacht hatten, gelegt. Doch jetzt werden zumindest die Rassismus-Anschuldigungen der beiden wieder befeuert. Dagegen soll Prinz Charles mit seinen Anwälten vorgehen.

Lange wurde gerätselt, welcher Royal eine abfällige Bemerkung über die Hautfarbe von Harrys und Meghans Sohn gemacht haben könnte. Bei einigen Insidern stand Prinzessin Anne, die Tochter von Queen Elizabeth, im Verdacht. Doch der britische Journalist Christopher Andersen behauptet, dass es sich dabei um Prinz Charles gehandelt habe.

Sprecher von Prinz Charles über Rassismus-Anschuldigung: "Das ist Fiktion"

Wie "The Sun" berichtet, werde diese Anschuldigung in dem neuen Royal-Buch des Autors erhoben. Demnach habe Charles seine Ehefrau Camilla beim Frühstück gefragt, wie der Teint der Kinder von Harry und Meghan sein könnte. Der Sprecher von Prinz Charles schmetterte diese Behauptung gegenüber der britischen Zeitung ab: "Das ist Fiktion und keinen weiteren Kommentar wert."

Wegbegleiter von Charles und Camilla bestreiten ebenfalls, dass dieses Gespräch über die Hautfarbe von Archie jemals stattgefunden habe. "Die Behauptungen sind absolut lächerlich", erklärt ein Palast-Insider. Der Prinz soll deshalb seine Anwälte eingeschaltet haben. Ob damit eine Veröffentlichung verhindert werden kann, ist fraglich, da das Buch bereits am 30. November 2021 in den USA erscheint.

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Sollte Prinz Charles diese Bemerkung tatsächlich getätigt haben, dann nicht in böser Absicht, ist sich Royal-Autorin Ingrid Seward sicher. "Wenn er die Bemerkung machte, war es sicher völlig unschuldig, da jeder über die Geburt eines Kindes fragen würde und wie das Baby aussehen würde", sagt sie dazu. "Ich denke, er wäre überrascht, dass ihm jemand so einen Satz zuschreiben könnte – und ich bin mir ziemlich sicher, dass Charles nicht einmal mit Camilla frühstückt."

Britische Royals gehen gegen öffentliche Anschuldigungen vor

Es ist allerdings ungewöhnlich, dass sich ein Sprecher von Charles zu der Sache öffentlich äußert. Normalerweise werden Gerüchte und Behauptungen von der königlichen Familie ignoriert. Wie es scheint, wollen sich die Royals aktuell nicht mehr alles gefallen lassen. Nachdem vergangene Woche eine Doku über Prinz Harry und Prinz William bei dem Sender BBC ausgestrahlt wurde, hatte sich der Palast ebenfalls zu Wort gemeldet und die darin dargestellten Behauptungen als "überzogen" und "unbegründet" bezeichnet. Der Sender kassierte dafür sogar die Quittung, denn ein geplantes Weihnachtsspecial soll jetzt nicht wie geplant bei BBC ausgestrahlt werden. Stattdessen haben die Royals den Zuschlag an ITV vergeben.

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