Rainer Zitelmann: Meghan hat zu hoch gepokert und sich überschätzt

Herzogin Meghan steckt in den Negativ-Schlagzeilen fest und auch das Ansehen von Ehemann Prinz Harry leidet nach dem für viele so unverständlichen Megxit weiter. Warum ist das so? Die AZ hat mit Bestsellerautor Rainer Zitelmann über die Royals und deren Selbstvermarktung gesprochen.
| Steffen Trunk
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Herzogin Meghan, Prinz Harry und Baby Archie während der Afrika-Reise im September 2019.
dpa/Toby Melville 2 Herzogin Meghan, Prinz Harry und Baby Archie während der Afrika-Reise im September 2019.
Rainer Zitelmann neuestes Buch heißt "Die Kunst, berühmt zu werden".
imago/Horst Galuschka 2 Rainer Zitelmann neuestes Buch heißt "Die Kunst, berühmt zu werden".

Herzogin Meghan (38) und Prinz Harry (35) sind aus dem Palast geflüchtet, haben ihre Aufgaben als Royals abgegeben und wollen ein neues Leben starten. Doch ganz ohne Geld (Charles hilft weiterhin mit Millionen aus) und ohne eigene Immobilie fällt der Start in Los Angeles äußerst schwer. Sogar zu einem Polizeieinsatz soll es laut Medienberichten schon gekommen sein. Kann die im August erscheinende Biografie das Image von Meghan und Harry retten oder stürzt sie gar die Monarchie nach pikanten Enthüllungen in die Krise?

Meghan ist vieles zu Kopf gestiegen

Autor Rainer Zitelmann ist skeptisch, wenn es um Meghans eigenen Erfolg ohne das Königshaus geht. Der AZ sagt er: "Ich habe Zweifel, ob es ihr gelingen wird. Ich denke, sie hat zu hoch gepokert und sich überschätzt. Die Hochzeit mit Harry und die PR danach sind ihr zu Kopf gestiegen. Sie wird nie eine zweite Lady Diana."

Rainer Zitelmann neuestes Buch heißt "Die Kunst, berühmt zu werden".
Rainer Zitelmann neuestes Buch heißt "Die Kunst, berühmt zu werden". © imago/Horst Galuschka

Darum wird Meghan keine zweite Lady Diana

Prinzessin Diana (†1997) habe laut Zitelmann einen unglaublichen Instinkt für PR gehabt. "Lady Di wusste genau, wie sie mit Journalisten und Fotografen umgehen musste. Und ihr Fernsehauftritt, in dem sie über ihre gescheiterte Ehe berichtete, war ein PR-Event, wie man es nicht besser hätte inszenieren können. Und dann die Idee mit dem Enthüllungsbuch! Auch das war genial. Sie verstand es, die Botschaften auszusenden, die die Menschen wirklich berührten und überzeugten – und sich so als 'Königin der Herzen' zu positionieren."

Ob Lady Diana auch Vermarktungspatzer passiert sind? Zitelmann zur AZ: "Jeder macht Fehler, aber unter dem Strich hat sie alles richtig gemacht. In den Herzen der Menschen lebt sie heute noch als 'Königin der Herzen'. Leider wurde sie selbst in ihrem Leben nicht glücklich, und das ist das wirklich Traurige an dieser Geschichte."


Rainer Zitelmann: "Die Kunst, berühmt zu werden – Genies der Selbstvermarktung von Albert Einstein bis Kim Kardashian." (ab 13. Juli erhältlich, FinanzBuch Verlag, 336 Seiten, 25 Euro)

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren