Umfrage: Mehrheit rechnet mit vorzeitigem Ende der Koalition

Streit um die Reformen, den Haushalt sowie den Umgang mit Linke und AfD setzt der Koalition schwer zu. Bei den Wählern schwindet das Vertrauen in den Fortbestand des Bündnisses.
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Union und SPD machen Verluste bei den Landtagswahlen zu schaffen. (Archivbild)
Union und SPD machen Verluste bei den Landtagswahlen zu schaffen. (Archivbild) © Michael Kappeler/dpa
Berlin

Nur knapp jeder Vierte Deutsche glaubt einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge noch daran, dass die Koalition von Union und SPD bis zur nächsten Bundestagswahl Anfang 2029 bestehen bleibt. In der Befragung von 2.202 Wahlberechtigten im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zeigten sich 23 Prozent überzeugt davon, dass das von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geführte Bündnis die volle Legislaturperiode bestehen bleibt.

13 Prozent meinen dagegen, die Koalition werde noch in diesem Jahr zerbrechen. 44 Prozent der Befragten rechnen damit, dass sie in den beiden folgenden Jahren vorzeitig beendet wird. 20 Prozent machten keine Angaben.

53 Prozent der Unions-Wähler erwarten vorzeitiges Aus 

Auch unter den Wähler der Koalitionsparteien schwindet das Vertrauen in den Zusammenhalt der Regierung. Von den Unions-Anhängern rechnen 53 Prozent mit einem vorzeitigen Bruch im Vergleich zu 32 Prozent, die von einem Bestand der Koalition bis 2029 ausgehen. Bei den SPD-Wählern sind es 46 zu 34 Prozent.

Hoppermann: Koalition hält bis 2029

CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann rechnet hingegen nicht mit einem vorzeitigen Bruch von Schwarz-Rot. In der Münchner "Abendzeitung" bejahte sie die Frage, ob die Koalition bis 2029 hält, und betonte: "Alle sind sich ihrer Verantwortung bewusst." Seit 20 Jahren habe es keine großen Sozialstaatsreformen mehr gegeben. Die Haushaltslage sei angespannt und die sicherheitspolitische Lage schwierig. Positiv sei aber, dass die Wirtschaftsprognose angehoben wurde. "Was wir tun, zeigt also Wirkung", betonte die CDU-Politikerin.

Seit den Landtagswahlen im September mit dramatischen Verlusten für Union und SPD und deutlichen Gewinnen der AfD steckt die Koalition in der Krise. Differenzen beim Reformpaket und im Umgang mit Linken und AfD machen dem Bündnis schwer zu schaffen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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