Russlandbeauftragter kanzelt Seehofer ab

Horst Seehofer ist kaum von seiner Russland-Reise zurück, da hagelt es Kritik. Der ehemalige Staatssekretär im Auswärtigen Amt und aktueller Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler, wirft Seehofer vor, der Regierung in Moskau in den Rücken gefallen zu sein.
| az/dpa
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Kritisiert Horst Seehofers Reise nach Putin: Gernot Erler.
dpa Kritisiert Horst Seehofers Reise nach Putin: Gernot Erler.

Horst Seehofer ist kaum von seiner Russland-Reise zurück, da hagelt es Kritik. Der ehemalige Staatssekretär im Auswärtigen Amt und aktueller Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler, wirft Seehofer vor, der Bundesregierung in Moskau in den Rücken gefallen zu sein.

Berlin - Der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler, hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) vorgeworfen, der Bundesregierung in Moskau in den Rücken gefallen zu sein. "Wir haben jemanden, der sich im Ausland nicht solidarisch verhält", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Deutschlandfunk.

Lesen Sie hier: Deutschland gibt deutlich mehr für syrische Bürgerkriegsopfer

Der CSU-Chef habe mit Äußerungen zur Flüchtlingskrise ganz offen seinen Dissens mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angesprochen. Wenn Seehofer zudem fordere, die Wirtschaftssanktionen gegen Russland müssten in einem überschaubaren Zeitraum enden, weiche er von der deutschen und europäischen Linie ab.

Lesen Sie hier: Seehofer in Moskau:

"Das ist ein politischer Schaden", sagte der frühere Staatsminister im Auswärtigen Amt. Ein Grund für Seehofers Verhalten sei dessen "unstillbares Geltungsbedürfnis". Seehofer war am Mittwoch in Moskau vom russischen Präsidenten Wladimir Putin empfangen worden. Dabei hatte sich Bayerns Ministerpräsident unter anderem für eine Lockerung der westlichen Sanktionen gegen Russland "in überschaubarer Zeit" ausgesprochen.

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